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Bundesnetzwerktreffen 2018 in Berlin: Wie wir gemeinsam noch besser werden können

By 4. Dezember 2018

Beim letzten Bundesnetzwerktreffen des Jahres am 28. und 29. November in Berlin blickten Projektleitung und die lokalen Koordinator*innen auf drei Jahre Projektarbeit von samo.fa zurück. „Alle haben ihre Präsenz verbessert und vor Ort Wirkung erzielt“, sagte Dr. Wilfried Kruse aus dem Projektleitungsteam. Er sparte jedoch nicht an Kritik. Denn:  Nicht alle der ambitionierten Ziele aus dem Jahr 2018 haben vor Ort funktioniert – auch, weil alle Städte und lokale Partner unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen: neben jahrzehntelangen Playern mit Managementexpertise im Haus gibt es auch Koordinator*innen ohne eigenes Büro .

Eine weiterer  Grund: Das Sichern der Projektarbeit vor Ort – finanziell, personell, inhaltlich –ist eine besonders komplexe Aufgabe: „Wir müssen gemeinsam besser werden“, sagte Kruse. Besonders problematisch sei  dabei der Stand der Vernetzung mit Wohlfahrtsverbänden, die vielerorts als etablierter Partner der Kommunen seit Jahren Regelfinanzierungsangebote in Bereichen hält, in denen auch die samo.fa-Angebote langfristig gesichert wären. Aber auch die finanzielle Nachhaltigkeit der samo.fa-Struktur nach der Bundesförderung ist noch immer schwach: Längst nicht überall ist es gelungen, erfolgreiche länger- oder mittelfristige Förderungen für die Angebote der Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit zu bekommen. Einige Partner haben das allerdings schon geschafft – so kann der samo.fa-Partner BIM in Reutlingen gefördert ein Haus der Kulturen aufbauen, Haus der Kulturen Lübeck hat eine zweijährige Koordinierungsstelle gesichert, der samo.fa-Träger Mepa in Leipzig zwei Stellen für Begegnungscafés. Und das sind nur einige Beispiele für mehrere (Mehr demnächst hier).

In drei Arbeitsgruppen diskutierten die Koordinator*innen anschließend über  verschiedene Wege , das Wissen und die Arbeit von samo.fa  noch besser in die Städte zu verankern. Ideen sind unter anderem der Aufbau einer Datenbank mit internen und externen Experten für verschiedene Fördermöglichkeiten, systematische Potenzialanalysen vor Ort und Weiterbildung im Projektmanagement. Positive Erfahrungen haben viele mit überlokalen Netzwerken gemacht: „Es hilft enorm, wenn kommunale Vertreter hören, dass andere Städte auch mit dabei sind“, betonten vor allem die Koordinator*innen aus NRW, wo in 2018 ein Landesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen entstanden ist. Sie regten an, häufiger Kolleg*innen aus Nachbarstädten mit zu wichtigen Terminen mitzunehmen, um „Stärke und Größe zu zeigen.“

Alle Unterlagen zur Bundesnetzwerksitzung mit mehr Ergebnissen und Details stehen demnächst zum Download bereit.

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