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Arbeitsmarktintegration in Hannover – lokale Dialogkonferenz

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Am 18. September fand die lokale Dialogkonferenz des lokalen Partners MiSO e.V. im Freizeitheim Vahrenwald unter dem Motto „Flüchtlingsarbeit und Hannover 2020“ statt. Gäste wie Gabriele Haferlach vom Jobcenter Hannover diskutierten mit Vertreter*innen verschiedener Migrantenorganisationen und Geflüchteten in großer Runde die Herausforderungen und mögliche Lösungen für die Wohnungssuche und den Zugang zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete in der Stadt.

Mangelberufe und Ausbildungsplätze für Geflüchtete

In Deutschland werden in verschiedenen Arbeitsbereichen Fachkräfte gebraucht, etwa in der Pflege oder als Bäcker. Unattraktive Arbeitszeiten sind nur ein Grund für eine hohe Abbruchquote. Geflüchtete könnten dieses Defizit auf dem Arbeitsmarkt ausgleichen, müssen aber die deutsche Sprache genügend beherrschen, um die Berufsschule zu bestehen, sofern sie überhaupt an einen Ausbildungsvertrag kommen. Eine weitere Herausforderung dabei ist die Unterbringung, die eine zusätzliche Belastung bei der Ausbildung darstellen kann – etwa, wenn der Arbeitsplatz nachts nur schwer zu erreichen ist oder junge Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften wohnen und zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.

Sprache als Schlüssel zur Integration

Trotzdem, so sind sich die Teilnehmenden einig, ist vor allem die Sprache entscheidend für eine gelungene Integration in die Stadtgesellschaft und den Arbeitsmarkt. Helfen dabei können Migrantenorganisationen, die  aufgrund eigener Erfahrung einen besseren Zugang zu Geflüchteten haben. Dr. Peyman Javaher-Haghighi, Vorstand des Dachverbands von MiSO, dem Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. (NEMO), betonte dabei die Rolle des Projekts samo.fa (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit). Das im Jahr 2016 von NEMO ins Leben gerufene Projekt sei eine Ergänzung für die üblichen Akteur*innen in der Flüchtlingsarbeit, um auch Migrantenorganisationen für den Bereich zu öffnen. Erfolge des Projekts in Hannover sind zum Beispiel Rahmenvereinbarungen von MiSO mit der Bäcker-Innung, bis 2020  jährlich 14 Geflüchteten einen Ausbildungsvertrag zu verschaffen.

Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen – Kieler Dialogkonferenz

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Die lokale samo.fa Dialogkonferenz zum Thema „Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen“  fand im Rahmen der interkulturellen Wochen der Stadt Kiel in den Räumlichkeiten von „Kiel hilft Flüchtlingen e.V.“ statt. Veranstalter war der lokale Projektpartner Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein. Kooperationspartner waren das Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel, Kiel hilft Flüchtlingen e.V., die Landeshauptstadt Kiel – Amt für Soziale Dienste – Referat für Migration, das nettekieler Ehrenamtsbüro Kiel, die Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V. und die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen (ZBBS).

Mit um die 100 Gäste stieß die Konferenz in der Kieler Bevölkerung auf großen Anklang. Darunter waren viele Aktive mit Migrationshintergrund, geflüchtete Menschen, Politiker*innen, Mitglieder des Flüchtlingsrats Schleswig-Holsteins, Mitglieder verschiedener Migrantenselbstorganisationen, Mitarbeiter*innen des Referats für Migration und Diversität, Vertreter*innen aus dem Sozialministerium in Schleswig-Holstein, Menschen aus der Stadtverwaltung, Mitarbeiter*innen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DRK, Caritas) und verschiedener Flüchtlingsunterkünfte sowie Ratsmitglieder der Stadt Kiel.

Aktiv beteiligten sich während der Veranstaltung verschiedene Vertreter_innen von Migrantenselbstorganisationen – wie beispielsweise die syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V., LA Cultura, die Afghanische Gemeinschaft, die Al Djîlâniyy Moschee, die liberale jüdische Gemeinde und natürlich auch die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein – sowie Ehrenamtliche der ZBBS, des Sprachcafés und von samo.fa.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung –mit Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU), Serpil Midyatli (Grüne), Gerwin Stöcken (Stadtrat Kiel), Dr. Cebel Küçükkaraca (Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein) und Bashar Kanou (Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V.) kamen alle Akteur*innen ins Gespräch.

Es ging um Vorteile, Handlungsoptionen und Unterstützungsmöglichkeiten von Migrantenorganisationen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für Geflüchtete. Der Tenor unter den Migrantenorganisationen war, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich besser in die Lage von Geflüchteten hineinversetzen können, oft über kulturelles Wissen und Sprache verfügen, wodurch eine Arbeit auf Augenhöhe eher möglich sei. Auf die Frage, was die Landesregierung unter Unterstützung von Geflüchteten versteht, wies Torsten Geerdts vor allem den Bereich Bildung – insbesondere Sprachkompetenz- und Arbeitsmarktintegration hin.

Bestandsaufnahme zur Flüchtlingsarbeit – Dialogkonferenz in Mönchengladbach

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Die Dialogkonferenz  des lokalen samo.fa Partners in Mönchengladbach fand in den Räumlichkeiten des Bildung-, Kultur- und Integrationsvereins Irfan statt.

Die Referenten der Konferenz waren Herr Hardcastle, der Flüchtlingskoordinator für Mönchengladbach und Herr Meisterling-Riecks, Leiter des Integration Point Mönchengladbach. Beide haben je einen Workshop geleitet. Es waren circa 100  Mitglieder von Migrantenorganisationen, andere gemeinnützige Organisationen (Philippus Akademie, kirchliche Institutionen, etc.), Wohlfahrtsverbände, Vertreter der Kommune, Ehrenamtler und Flüchtlinge anwesend.

Ziel der Veranstaltung waren die Sichtbarkeit, Sensibilisierung, Anerkennung und Akzeptanz der Arbeit von Migrantenorganisationen in Mönchengladbach.

Die Dialogkonferenz hat allen die Möglichkeit gegeben, mit den Kommunalpolitikern, Migrantenorganisationen, anderen gemeinnützigen Organisationen, Wohlfahrtsverbänden, Ehrenamtlern und Flüchtlingen mehr zu kollaborieren.

Der Einsatz der kommunalen Vertreter hat bewiesen, dass die ehrenamtliche Arbeit akzeptiert und anerkannt wird.

Durch den Einsatz seit dem Anfang von samo.fa hat die Stadt einen kontinuierlichen Ansprechpartner für die Migrantenorganisationen gefunden.

Die konkreten Ergebnisse aller Konferenzen wird in Berlin zusammengetragen.

 

Herr Stipanovic, die Linke MG, Herr Hardcastle, Flüchtlingskoordinator MG, Herr Kayaci, Vorstandvorsitzender, Irfan e.V.

Frau Wasserlos-Strunck, Philippus Akademie

Herr Hardcastle, Flüchtlingskoordinator MG und Herr Meisterling-Riecks, Leiter des Integration Points MG, Abteilung des Job Centers.

Integration aus allen Perspektiven – Dialogkonferenz in Fulda

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Wie steht es mit der Integration Geflüchteter in Fulda, und welche Rolle haben die Fuldaer Migrantenorganisationen dabei? Mit dieser Frage haben sich unterschiedliche Akteurinnen und Akteure in der Fuldaer Office Factory beschäftigt, die das Interkulturelle Forum Fulda e.V., der hessische Partner des Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. und lokaler Träger des samo.fa Projekts, zu einem umfassenden Dialog eingeladen hatte.
Gekommen waren neben Geflüchteten aus verschiedenen Ländern und Fuldaer Migrantenorganisationen auch Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände, wie Caritas, Diakonie und AWO, von Institutionen wie der Arbeitsagentur oder den Fachstellen Integration von Stadt und Landkreis Fulda, Bildungsträger wie dem Hessencampus oder der Richard-Müller-Schule, freie Träger wie der Bildungsverein Kreidekreis und der Akademie für Bildung und Integration, aber auch die IHK, das Klinikum Fulda und die Deutsche Familienstiftung waren vertreten.
So konnte nach Begrüßung durch die Vorstände des Interkulturellen Forums und dem Bündnis Mittendrin ein umfassender Blick auf den Stand der Integration der Geflüchteten aus jeweils sehr unterschiedlichen Perspektiven geworfen werden. Die fünf verschiedenen Gruppen beleuchteten ihre jeweiligen Herausforderungen und stellten drei ihrer jeweils wichtigsten Anliegen dem Plenum vor.

Die Geflüchteten benannten hier als größte Schwierigkeit die Suche nach geeigneten Wohnungen, die Anerkennung ihrer Abschlüsse und den Zugang zum Arbeitsmarkt.
Migrantenorganisationen benannten eine zu große Bürokratie in den Ämtern, sowie ihre häufig fehlenden Räume und fehlende personelle Ressourcen, um ihre Angebote für Geflüchtete umzusetzen.
Die VertreterInnen der Fuldaer Institutionen sahen Bedarf nach mehr Alltagshilfen und nach Aufklärung von Missverständnissen aufgrund der beiderseitigen unterschiedlichen Denkweisen, sowie nach besserer Unterstützung im Übergang Schule/Ausbildung/Arbeit.

Die Ergebnisse aller lokalen Konferenzen werden auf einer bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin am 17. November zusammengeführt.

Empowerment in die Gesellschaft – Dialogkonferenz in Stuttgart

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An der lokalen Dialogkonferenz in Stuttgart beim samo.fa Partner Forum der Kulturen Stuttgart e.V. haben sich mehr
als 50 Personen beteiligt. Die Kooperationsveranstaltung zwischen samo.fa Träger und der Abteilung Integrationspolitik der
Landeshauptstadt Stuttgart hatte zum Ziel, städtische Akteur*innen, Vertreter*innen aus Migrantenorganisationen sowie Geflüchtete selbst in einen Dialog zu bringen, um über die Aktivitäten der Migrantenvereine für Geflüchtete und deren Feedback, Bedürfnisse, Erfahrungen und Anregungen zu diskutieren. Mitglieder*innen aus den Migrantenvereinen, die sich mit und für Geflüchtete engagieren, berichteten über viele Fehlinformationen und Erwartungshaltungen, die Flüchtlinge mitbringen oder haben. Hier sehen die Vereine Handlungsbedarf und versuchen über ihre ehrenamtliche Tätigkeit dagegen zu steuern. Somit ist Aufklärung (in den verschiedenen Bereichen) ein wesentlicher Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeit.

Eine weitere Herausforderung, die auf der Dialogkonferenz angesprochen wurde, war der schwierige Zugang zum Arbeitsmarkt. Oftmals bekommen Geflüchtete nach einer Bewerbung bzw. ersten Kontaktaufnahme zu potentiellen Arbeitgebern mehrseitige Fragebögen mit bis zu 150 Fragen zugeschickt und keinerlei weitere Hilfestellungen. Auch Vereinsmitglieder*innen bemängeln dies, denn sie sind keine Hauptamtlichen und können Geflüchtete nur begrenzt unterstützen. Es gibt zu wenig Unterstützungsangebote was das Bewerbungsverfahren in den deutschen Arbeitsmarkt betrifft.

Viele Teilnehmer*innen waren sich darin einig, dass das Empowerment in die hiesige Gesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des ehrenamtlichen Engagements ist bzw.sein muss. Geflüchtete zu motivieren die vorhandenen Angebote selbstbewusst wahrzunehmen und sie ggf. am Anfang hierbei zu begleiten ist eine wichtige und notwendige Hilfestellung. Geflüchtete selbst äußerten, dass sie oftmals nicht wissen,
wo z.B. Sportangebote zu finden sind etc. Die Geflüchteten meinten, dass es Ihnen wichtig sei, nicht nur unter sich zu sein, sondern in einen aktiven Kontakt mit Stuttgarterinnen und Stuttgartern zu treten.

Es gab auch Stimmen, die der Ansicht waren, dass Dankbarkeit, Respekt und Geduld seitens der Geflüchteten eingefordert werden muss. Dies betonten insbesondere Personen, die selbst vor einigen Jahren nach Deutschland geflohen sind. Sie meinten, dass es früher viel weniger Hilfestellungen und Ehrenamtliche gab und sich hier einiges zum Positiven entwickelt hätte. Auch die Eigenmotivation istmaßgeblicher Bestandteil, ob man in einer neuen Umgebung, einem neuen Land, in einer neuen Gesellschaft ankommt oder nicht. Dies wurde auch von den Geflüchteten selbst bejaht und vertreten.

Miteinander statt übereinander reden – 2. Fachveranstaltung in Dortmund

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Die lokale Dialogkonferenz in Dortmund fand in Form einer Fachveranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam Geflüchtete im Alltag unterstützen“ statt, die die Ergebnisse einer früheren Fachveranstaltung zum Thema wieder aufgriff.

Verschiedene Vertreter*innen aus Migrantenorganisationen trafen auf Akteur*innen aus Dortmund, um sich über die lokale Flüchtlingsarbeit auszutauschen.

So folgten etwa auf  Gesprächsrunden mit der Sozialdezernentin der Stadt Dortmund Birgit Zoerner und weiteren Vertreter*innen  Vorträge von Dr. Kemal Bozay von der FH Dortmund und Tülay Zengingül,  Netzwerkbegleiterin von samo.fa in Nordrhein-Westfalen.

Dazwischen fanden Workshops zu den unterschiedlichen Themenfeldern in der Flüchtlingsarbeit statt, geleitet von Mitgliedern des lokalen samo.fa Partners VMDO e.V., Train Of Hope e.V. und Chancengleich in Europa e.V.

Bei den Diskussionen erklärten die Teilnehmenden ihre Ansätze darüber, was Migrantenorganisationen in der Stadtgesellschaft leisten können und welche Rolle sie in der Flüchtlingsarbeit einnehmen sollen: Als Brückenbauer zwischen den beiden genannten Institutionen können sie zum Beispiel ihre eigene Migrationserfahrung nutzen, um den Alltag von Geflüchteten in Deutschland zu erleichtern.

Expertenrunde zum Themenfeld Integration – Dialogkonferenz in Hoyerswerda

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Am 20. September fand auch in Hoyerswerda die erste samo.fa Dialogkonferenz statt – unter Kooperation mit „Hoyerswerda hilft mit Herz“. Im Jugendclubhaus „OSSI“ trafen sich neben Ehrenamtlich Aktiven, Geflüchteten und lokalen Akteur*innen auch Expert*innen aus den Bereichen Arbeit, Bildung und Wohnen.

Nach einer Vorstellung des Projektes samo.fa und einigen Hintergrundinformationen zur Lage Geflüchteter vor Ort und aktuellen Asylzahlen in Hoyerswerda durch den Bürgermeister, gab es eine kurze Interviewrunde mit vier samo.fa-Ehrenamtlichen, um die praktische Arbeit des Projekts vor Ort vorzustellen. Hierbei sprachen sie über Aktivitäten wie die monatlichen samo.fa-Arbeitstreffen, die Backgruppe oder Wandertage und Ferienaktionen.

Anschließend gab es drei parallel stattfindende Workshops (gruppiert nach den Geflüchteten-Gruppen „Alleinreisende“, „Familien“ und „Jugendliche“). Neben Geflüchteten nahmen an jedem Workshop Lokalakteur*innen und Expert*innen aus den jeweiligen Handlungsfeldern teil. In den ca. 60 Minuten haben die Teilnehmer*innen ihr jeweils dringendstes Problem gemeinsam diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Nichtgelöste Probleme und Forderungen an die Politik werden zur bundesweiten Dialogkonferenz am 17. November nach Berlin getragen.

Wir danken recht herzlich der Stadt Hoyerswerda sowie den Expert*innen des Landratsamtes Bautzen, der LebensRäume Hoyerswerda eG, der Wohnungsgesellschaft GmbH Hoyerswerda, des Jobcenters Landkreis Bautzen, der Agentur für Arbeit Bautzen, der ODS Ostsächsische Dienstleistungs- und Service GmbH, der Sächsischen Bildungsagentur, der 4. Grundschule Hoyerswerda  „Lindenschule “ und der Oberschule „Am Planetarium“. Wir freuen uns sehr, dass ebenso viele weitere lokale Akteur*innen, Ehrenamtliche und Geflüchtete zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Fotos: Martina Wolf

Gut vernetzt! – Dialogkonferenz in Neuss

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Die lokale Dialogkonferenz beim Partner in Neuss, dem Raum der Kulturen Neuss e.V.​, hat wichtige Akteur*innen der Stadt zusammengebracht, um unter anderem über die Stadtteilarbeit, Bildung, Gesundheit und Arbeit zu diskutieren. Am 8. September konnten alle Teilnehmenden ihre Meinung zur Situation in Neuss kundtun und gemeinsam Lösungsansätze für Herausforderungen sammeln.

Die Dialogkonferenz ist somit ihrem Titel „Gut vernetzt?“ mehr als gerecht geworden und hat einen entscheidenden Beitrag zum offenen Dialog in der Stadtgesellschaft geleistet. Die Ergebnisse dieser übergreifenden Kooperation werden bei der bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin vorgestellt.

Fotos: Melanie Stegemann

Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt: Dialogkonferenz in Waltrop

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Bei der Dialogkonferenz in Waltrop diskutierten Vertreter*innen der Stadt die Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in Waltrop. Zu den Referenten gehörten Akteur*innen aus Politik und Verwaltung, Migrantenorganisationen und ehrenamtlich Aktive. Eine besondere Herausforderung ist immer noch die Arbeitsmarktintegration, eines der zentralen Handlungsfelder des samo.fa Projekts 2017. Aber auch die Bildung, im Speziellen die Sprache, ist ein wichtiger Faktor der Integration und den Zugang zu Arbeit. Gesamtschulleiterin Ulrike Waterkamp etwa betonte in der Diskussion den Zugang von Geflüchteten zu Bildungseinrichtungen.

Die Dialogkonferenzen der 30 lokalen Partner sollen die Erfolge, aber auch Herausforderungen vor Ort sichtbar machen. Die gesammelten Ergebnisse werden zudem am 17. November in Berlin zusammengetragen.

Situation in Saarbrücken: Dialogkonferenz im Haus Afrika e.V.

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Bei der Dialogkonferenz im Rahmen der Afrika-Woche des Partners Haus Afrika e.V. in Saarbrücken stand  unter anderem das Handlungsfeld Wohnen im Vordergrund. So diskutierten die Teilnehmenden zum Beispiel intensiv mit Guido Freidinger, Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten, über die aktuelle Wohnsituation für Geflüchtete. Eine der Herausforderungen, die sich hieraus ergeben: bezahlbare Wohnungen für Großfamilien.

Bundestagskandidaten in der Diskussion übers Ankommen: Dialogkonferenz in Halle (Saale)

By | Allgemein, Dialogkonferenz, Halle (Saale) | No Comments

Beim Partner in Halle (Salle), dem Verband der Migrantenorganisationen Halle e.V. (VeMo), diskutierten die Teilnehmenden der lokalen Dialogkonferenz politische Themen:

Bei der Podiumsdiskussion nahmen die Bundestagskandidat*innen Dr. Petra Sitte von die Linke, Gritt Michelmann von Bündnis 90/Die Grünen, Christoph Bernstiel von der CDU und Dr. Karamba Diaby von der SPD teil.

Das Publikum, darunter auch Geflüchtete und Migrant*innen, hatte die Möglichkeit, direkt mit den Bundestagskandidaten in Kontakt zu treten und die wichtigen Fragen zur Flüchtlings- und Migrationspolitik anzusprechen.

Themen waren dabei der Mangel an Sprachkursen, Bleibeperspektive, Arbeitserlaubnis, Wohnsituation und die damit einhergehende Perspektivlosigkeit. Mögliche Lösungen wurden in Abbau von bürokratische Hindernissen und einer schnellen Klärung des Flüchtlingsstatus/Aufenthaltsgenehmigung gesehen.

De Ergebnisse der einzelnen Dialogkonferenzen werden außerdem im November in Berlin zusammenzutragen.

Mehr Informationen gibt es auch im Artikel von Halle Spektrum.

Bei den Dialogkonferenzen können die Teilnehmenden ihre Forderungen und Beobachtungen (auch über die Sprechblasen) teilen.

Forderungen an die Politik: Erste lokale Dialogkonferenz in Hildesheim

By | Dialogkonferenz, Hildesheim | No Comments

Der samo.fa Partner in Hildesheim, die Brücke der Kulturen Hildesheim e.V., hat am 2. September die erste lokale samo.fa Dialogkonferenz im Hildesheimer Rathaus abgehalten. Dabei diskutierten Vertreter*innen aus Politik und verschiedenen Vereinen über die Rolle von Migrantenorganisationen in der Stadtgesellschaft.

In der Diskussion haben Plenum und Publikum viele Forderungen an die kommunale und bundesweite Politik formuliert. Bei dem daraus entstandenen Forderungskatalog setzen die Teilnehmenden sich etwa für Zugang zu Sprachkursen für alle Geflüchteten ein oder für einen leichteren Zugang zu Bildung und Arbeit.  Der Forderungskatalog wird außerdem bei der bundesweiten samo.fa Dialogkonferenz am 17.11.2017 in Berlin präsentiert.

Im ganzen September und Oktober finden an allen 30 Standorten des Projekts Dialogkonferenzen statt. Das Ziel hierbei ist es, wie in Hildesheim, mit den Akteur*innen vor Ort in den Dialog zu treten, um Potenziale, Erfolge und Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit sichtbar zu machen und die Ergebnisse im November in Berlin zusammenzutragen.

Gesund bleiben in der neuen Heimat: SMART Fit gewinnt Ehrenamtspreis der FreiwilligenAgentur Dortmund

By | Dortmund, Geflüchtete: Neuer Alltag | No Comments

Der Verein kamerunischer Ingenieure und Informatiker gewinnt den Ehrenamtspreis der Freiwilligen Agentur Dortmund mit interkulturellem Fitness-Projekt: Ehrenamtliche Trainer aus verschiedenen Herkunftsländern beraten zu Risiken und Nebenwirkungen von Lebensmitteln in Deutschland und bringen neue und langjährige Dortmunder mit Zirkeltraining ins Schwitzen.

Am 12. September verlieh der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Rathaus den Preis „Engagement anerkennen 2017“ der FreiwilligenAgentur Dortmund für ihr Projekt SMART Fit an die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins kamerunischer Ingenieure und Informatiker (VKII), einem Mitglied beim Projektpartner VMDO e.V. in Dortmund.

SMART Fit will durch individuelle Sportprogramme Geflüchtete beim Ankommen in der neuen Heimatstadt unterstützen und so vor Gesundheitsschäden schützen. Daher beraten die Trainer die Teilnehmenden auch zu gesunder Ernährung. „In manchen Ländern wie zum Beispiel in Kamerun gilt Übergewicht als Zeichen von Wohlstand. Kombiniert mit dem für sie neuartigen Lebensmittelangebot in Deutschland kann das Neuzugewanderte schnell krank machen“, sagt Armel Djine, Vorsitzender des VKII und lokaler Koordinator bei samo.fa in Dortmund. 

SMART Fit richtet sich insbesondere – aber nicht ausschließlich – an Geflüchtete: Auch bereits in Deutschland Angekommene und hier Geborene sind eingeladen. „Es schließt niemanden aus“, betont Djine. Denn: Es geht bei SMART Fit auch um Integration und Zusammenwachsen in der Dortmunder Stadtgesellschaft – durch und mit Sport: Mehrmals wöchentlich treffen sich Menschen aus Syrien, Kamerun, Deutschland, Spanien oder Russland in und trainieren unter Anleitung ehrenamtlicher Trainer.

Mehr Informationen zu SMART Fit und der Preisverleihung finden Sie unter: http://www.vkii-ruhrbezirk.de/smart-fit/ und in der Pressemitteilung.

Die Preisträger mit VKII mit OB Ullrich Sierau (Mitte), links daneben Chanda Pathak, rechts daneben Thierry Monthé, die Initiiatoren des Projekts und Trainer im Projekt Foto: Alexander Völkel

Internationales Frauenfrühstück in Bielefeld

By | Bielefeld, Wohnen | No Comments

Das internationale Frauenfrühstück  für Geflüchtete  und Ehrenamtliche aus Migrantenorganisationen beim lokalen samo.fa Partner in Bielefeld, dem IKE e.V., war sehr gut besucht.  Circa 40 Frauen  frühstückten und  informierten sich dabei über das Bildungssystem in Deutschland.  Die Teilnehmerinnen konnten auf kurdisch und arabisch ihre Fragen mit Hilfe eine Übersetzerin stellen und so gemeinsam in den Dialog treten.

Bundesverband ruft zusammen mit sieben weiteren Migrant*innenverbänden zur Wahl auf!

By | Überregionales | No Comments

Wählen zu dürfen ist ein Privileg!

Zur Bundestagwahl 2017 ruft der samo.fa Projektträger Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. (NEMO) deshalb mit sieben weiteren Migrant*innenverbänden dazu auf, wählen zu gehen. Dazu haben wir von NEMO gemeinsam mit der Künstlerin Idil Nuna Baydar die Kampagne „Wählen oder nicht wählen“ ins Leben gerufen.

Mit dabei sind: Bundesverband russischsprachiger Eltern BVRE e.V.Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in DeutschlandFöderation Der Türkischen Elternvereine in Deutschland -Föted e.V.Kroatischer Weltkongress in DeutschlandTürkische Gemeinde in Deutschland / Almanya Türk Toplumu, DaMigraBund der Spanischen Elternvereine in der BRD e.VConfederación

Hintergründe & Infos zur Bundestagswahl am 24.9.2017

Was wird gewählt?
Am 24. September werden die Abgeordneten des deutschen Bundestags für die nächsten vier Jahre gewählt. Anschließend stimmen die gewählten Mitglieder des Parlaments für die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler.

Wer darf wählen? 
In Deutschland dürfen nur Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit wählen sowie EU-Staatsbürgerinnen. Letztere aber nur auf kommunaler Ebene. Bürgerinnen und Bürger ohne deutsche oder europäische Staatsbürgerschaft hingegen dürfen überhaupt nicht in Deutschland wählen.

Wie wird gewählt? 
Die Erststimme – links auf dem Wahlzettel – entscheidet darüber, welcher/welche Kandidaten aus dem eigenen Wahlkreis in den Bundestag entsendet werden. Es gewinnen jeweils die Personen mit den meisten Stimmen. Mit der Zweitstimme – rechts auf dem Wahlzettel – stimmen wir für eine Partei, sie entscheidet über das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag. Die Parteien haben vorher über Listen festgelegt, wen sie über die Zweitstimme ins Parlament schicken.

Was wollen die Parteien? 
Auf folgenden Seiten lassen sich die eigenen Positionen mit denen der Parteien vergleichen:

Wo kann gewählt werden? 
Jede*r Wahlberechtigte bekommt eine Wahlbenachrichtigungskarte. Dort findet man auch den Hinweis zu seinem Wahllokal. Alternativ ist es möglich, per Briefwahl zu wählen. So funktioniert es: https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/b/briefwahl.html

Workshop „Wie reagieren auf rassistische Sprüche“ in Halle (Saale)

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Der im März ausgefallene Workshop ‚Wie reagieren auf rassistische Sprüche‘ des lokalen samo.fa Partners VeMo e.V. zusammen mit der Freiwilligen-Agentur Halle im Rahmen der Bildungswochen gegen Rassismus wurde am 22. August nachgeholt.

Die ReferentInnen bildeten das Spektrum rechtsextremistischer Parolen und Anfeindungen zusammen mit den Teilnehmenden ab und bearbeiteten Fragen nach einem angemessen Umgang und Argumentationsstrukturen. Die Möglichkeiten und Grenzen des Engreifens bei (Alltags-)Rassismus waren genauso Thema wie die eigene Haltung dazu bewusst zu machen.

Vorher erarbeitete Gegenstrategien testeten die Teilnehmenden zum Beispiel in Rollenspielen.

Weitere Infos zu der Veranstaltung gibt es hier.

Vielfalt leben in der Kulturwerkstatt Grüne Villa

By | Geflüchtete: Neuer Alltag, Halle (Saale), Wohnen | No Comments

In der Grünen Villa in Halle-Neustadt zeigte sich am 12. August die kulturelle Vielfalt des Stadtteils. Das Projekt samo.fa hatte gemeinsam mit dem Aktionstheater Halle e.V. und dem Projekt House of Resources beim lokalen Partner VeMo e.V. zum interkulturellen Nachbarschaftsfest geladen.

Neben Kuchen und anderen Snacks aus Syrien, Ägypten, Armenien und Nigeria bildete auch das Programm des Fests die Vielfältigkeit der Nachbarschaft ab. So konnten die jüngeren Besucher selbst Lollis herstellen, töpfern und Beutel bedrucken. Außerdem konnten sie beim Mitmachzirkus jonglieren, balancierem und Jojo spielen oder beim Break-Dance-Workshop zu Hip-Hop-Beats tanzen.

Mehr Infos zur Kulturwerkstatt Grüne Villa gibt es hier.

Gründung eines Dachverbands in Nürnberg

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Auch bei lokalen samo.fa Partner in Nürnberg entstehen bei aktiven samo.fa-Vereinen erste Überlegungen zur Gründung eines Verbundes von Migrantenorganisationen.

Dr. Ümit Koşan, der erste Vorsitzende des Bundesverbands Netzwerke von Migrantenorganisationen, erklärte bei einem Treffen am 26. Juli in Nürnberg, worauf es ankommt und welche bedeutende Rolle solch einem Verbund zukommt. Als Mitgründer des Bundesverbands kann er seine eigenen Erfahrungen zur Verbundwerdung beim Projektpartner einbringen.

 

Schwangeren- und Familienberatung für Migrantinnen

By | Gesundheit, Halle (Saale) | No Comments

Schwangerentreff von DaMigra und samo.fa

„Verhütung ist für mich Neuland“ sagt eine Teilnehmerin im heutigen vom Mut-Projekt bei DaMigra e.V. und dem Projekt samo.fa bei VeMo e.V. initiierten Schwangerentreffs. Was und wie man als Frau (kostenlos) verhüten kann, darüber informiert heute Frau Franziska Rehwald vom Projekt BIKO bei Pro Familia. Neben einem geschützten Raum für (werdende) Mütter mit und ohne Migrationshintergrund, referieren und informieren regelmäßig verschiedene Akteur*innen der Schwangeren- und Familienberatung.

Der Schwangerentreff findet seit April wöchentlich montags von 11-13:00 in Kooperation mit dem Mut-Projekt von DaMigra e.V. statt.

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe gibt es hier.

Hintergründe

Hintergründe

Ärztinnen vor Ort

Schwangerenberatung vor Ort

Netzwerke von Migrantinnen

Erfolge in der Flüchtlingsarbeit sichtbar machen

By | samo.fa Gesichter | No Comments

Moritz Makulla studiert Angewandte Kultur- und Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Journalistik und Soziologie in Dortmund.Innerhalb des Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen ist er für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts samo.fa tätig.
Für ihn ist es wichtig, dass das Projekt auch in den sozialen Medien auf mehr Resonanz stößt, um die wichtige Arbeit der Partner vor Ort herauszustellen.

Potenziale sichtbar machen und fördern

By | samo.fa Gesichter | No Comments

Julia Wellmann und Yvonne Niggemann sind die samo.fa​ Koordinatoren beim lokalen samo.fa Partner Köln​, dem Solibund e.V. Als neue Projektkoordinatorinnen begeistert es die beiden sehr,  die unterschiedlichsten Menschen und Projekte kennen zulernen und Einblicke in die vielfältigen Arbeitsweisen der Migrantenorganisationen und Aktiven zu erhalten. Mit samo.fa wollen sie dieses große Potenzial noch sichtbarer machen und fördern.

„Uns ist es vor allem wichtig Menschen miteinander in Verbindung und in Austausch zu bringen. Durch unsere bisherige Arbeit im Projekt ist deutlich geworden, dass es Begegnungsräume für Menschen ohne und mit Fluchterfahrung braucht. Denn Begegnung ist eine wichtige Grundlage für ein gelungenes Zusammenleben im Stadtraum.“, erklären die beiden Koordinatorinnen die Arbeit beim Solibund.

Im Fokus ihrer Arbeit stehen dabei die Fragen, wie Migration eine Gesellschaft verändert und wie sich der Alltag von Menschen mit Fluchterfahrung, die schon längere Zeit in Deutschland sind, mittlerweile gestaltet.

Julia Wellmann und Yvonne Niggemann (v.l.) sind als samo.fa​ Koordinatorinnen bei Solibund e.V. tätig. Foto: Ralf Tietz 

Selbstbewusst zusammen auftreten

By | samo.fa Gesichter | No Comments

Maimouna Ouattara ist die lokale Koordinatorin beim Projekt samo.fa Berlin. Sie ist seit 2014 beim lokalen samo.fa Partner moveGLOBAL  tätig und interessiert sich vor allem für das Ankommen und die Partizipation von Geflüchteten in allen Lebensbereichen. Sie ist zudem ehrenamtlich im Bereich Ausländerstudium und Vertretung ausländischer Studierender tätig, das Thema Studium für Geflüchtete spielt für sie eine wichtige Rolle.

„Ich möchte dabei mitwirken, den Beitrag und die Rolle der Migrantenorganisationen in der Arbeit mit Geflüchteten beziehungsweise mit neuen Berlinern sichtbarer zu machen, so dass man selbtbewusst und zusammen auftritt“, fasst sie ihre Arbeit zusammen. So will sie das Ankommen und die Partizipation von Geflüchteten in allen Lebensbereichen fördern.

Erfahrungen weitergeben

By | Arbeit, Bildung, Hannover, samo.fa Story | No Comments

14 Ausbildungsverträge in Hannover und erfolgreiche Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg: Erfolge im Handlungsfeld Arbeit beim Projekt samo.fa. 

Sharif und Lesia sind zum bundesweiten Aktionstag des lokalen samo.fa-Partners, dem MiSO-Netzwerk Hannover e.V., gekommen und spielen heute die Hauptrolle. Lesia gibt als Ehrenamtliche beim Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. Deutschkurse, Sharif ist einer ihrer Schüler. Gleichzeitig begleitet sie ihn zu Behörden oder schreibt mit ihm Bewerbungen. Seit vier Jahren lebt Lesia nun in Deutschland, studiert Politikwissenschaften und hilft Geflüchteten bei der Orientierung in dem fremden Land.

„Ich bin selbst die Schritte gegangen, die Geflüchtete jetzt gehen müssen. Es ist gerade am Anfang verdammt schwer“, sagt Lesia. Die 25-Jährige kommt gebürtig aus der Ukraine. Heute sitzt sie im Kulturzentrum Faust in Hannover in der ersten Reihe – direkt neben Sharif, mit dem sie durch die enge Begleitung mittlerweile eine gute Freundschaft verbindet. Sharif kam 2015 über das Mittelmeer nach Deutschland. Zwei Tage war er in einem Schlauchboot unterwegs, bis er seinen langen Weg nach Deutschland fortsetzte.

 

Lesia Brezitzka begleitet als Ehrenamtliche  Sharif Ahmad, der 2015

aus dem Sudan kam. Foto: Kristin Wenzel

Erfahrung des Ankommens und Fremdseins

Aufgrund ihrer eigenen Migrationserfahrung, ihrer Mehrsprachigkeit, ihres interkulturellen Wissens, aber besonders durch ihre Erfahrung des Ankommens und Fremdseins, kann Lesia Geflüchtete ganz anders begleiten als jemand, der diese Erfahrung nicht gemacht hat. „Lesia ist ein Vorbild für mich“, sagt Sharif. „Ich kann mit ihr reden, und merke, dass sie genau versteht, was ich meine. Manchmal bin ich ganz enttäuscht, dass ich nicht schneller Deutsch lerne. Dann berichtet Lesia von ihrer Erfahrung und ich denke, ich schaffe das auch. Und wenn ich so gut Deutsch spreche wie Lesia, werde ich mich auch für Geflüchtete einsetzen und weitergeben, was ich erfahren durfte.“

In 30 Städten und Kreisen in ganz Deutschland sind lokale Partner koordinierend für samo.fa in der Flüchtlingsarbeit tätig. In Hannover wird samo.fa vom MiSO Netzwerk getragen. MiSO ist ein Netzwerk von und für Migrant*innen, das sich für das gleichberechtigte Zusammenleben in der Stadt einsetzt. Der lokal-kommunale Handlungsansatz ist grundlegend für samo.fa – in Hannover und 29 weiteren Städten. Unter den bundesweiten Partnern finden sich neben lokalen Verbünden vor allem migrantische Träger von Kultur- und Bildungsaktivitäten, die sich durch breite Kooperationsbeziehungen auszeichnen. In die Aktivitäten vor Ort sind dabei schon über 300 Migrantenorganisationen einbezogen. Lokale Migrantenorganisationen sind wichtige Partner für gutes Ankommen und die Teilhabe von Geflüchteten. Stärker als Einzelpersonen können sie der erfolgreichen Integration und gleichberechtigten Teilhabe ein notwendiges Gewicht verleihen. Ihre Mitglieder, deren Familien, Verwandte oder die Nachkommen kennen die Erfahrung des Ankommens.

Diese Strukturen und damit verbunden die enge Begleitung durch Lesia haben auch Sharif den Übergang in den Alltag erleichtert. Seit 2015 lebt er in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Sharif floh vor dem Bürgerkrieg im Sudan. In Dafour hat er als Verkäufer und Brückenbauer gearbeitet. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten in Deutschland seit dem Sommer 2015 stark gestiegen. Damit erhöht sich für die Städte und Kreise der Anspruch auf angemessene Unterbringung und die elementare Versorgung und Sicherung des Zugangs zu schulischer Bildung. Hinzu kommen Themen wie Gesundheit und die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Allein das Thema Arbeitsmarktintegration stellt eine besondere Herausforderung für die nächsten Jahre dar.

Rahmenvereinbarungen mit dem Handwerk

Einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden, ist ein großes Thema gerade für Geflüchte. Der Aktionstag, der mindestens einmal im Jahr in Hannover und bei den anderen 29 samo.fa-Partnern stattfindet, beschäftigt sich daher im Mai in Hannover mit diesem Themenfeld. „Wir wollen an diesem Tag einer breiten Öffentlichkeit zeigen, welchen wichtigen Beitrag Menschen mit Migrationsgeschichte spielen“, berichtet Wolfgang Hellwig. Er ist einer der Verantwortlichen für samo.fa in Hannover und hat zum Aktionstag einen großen Erfolg zu verkünden: Mit der Bäcker-Innung Hannover hat er eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, so dass 14 Flüchtlinge pro Jahr einen Ausbildungsvertrag erhalten können – und das bis zum Jahr 2020. Auch mit der Friseurinnung, mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband oder mit den Altenpflegeverbänden wurden solche Rahmenvereinbarungen geschlossen. „Jetzt haben wir auf einmal viele Ausbildungsplätze und müssen dafür sorgen, dass die Flüchtlinge so gut Deutsch können, dass sie am Ende ihre Prüfung bestehen“, betont er vor großem Publikum.

Dann ist der Moment gekommen, auf den Lesia und Sharif an diesem Tag schon so lange warten: Sharif erhält auf der Bühne durch samo.fa den ersten Ausbildungsvertrag innerhalb des bundesweiten Projekts. Die Übergabe ist einer der Höhepunkte des Aktionstags in Hannover und ein Erfolg für das gesamte Projekt.

 

Sharif Ahmad ist einer der ersten, der am 1. August seine Ausbildung

    als Bäcker beginnt. Foto: Kristin Wenzel

Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg

Auch in Freiburg beginnt für viele Geflüchtete der Alltag mit der Frage nach Möglichkeiten zu studieren, eine Ausbildung zu beginnen oder zu arbeiten. Um Geflüchtete und Unternehmen zusammenzubringen, hat FAIRburg e.V. – der lokale samo.fa Partner in Freiburg – eine Ausbildungs- und Jobbörse ins Leben gerufen. Kleine und große regionale Unternehmen wie der Europapark, Hochschulen und Verbände konnten sich erstmalig Geflüchteten präsentieren und ihnen freie Stellen und Ausbildungsplätze anbieten. Das war Anfang September 2016. 700 Menschen nahmen allein im letzten Jahr an der Jobbörse teil. Es war bisher die größte Veranstaltung im Rahmen des Projekts in Freiburg.

 

Bei der Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg konnten Geflüchtete

   Kontakte mit Vertreter*innen von Unternehmen knüpfen.

Foto: Bülent Gençdemir

 

„Die Idee kam beim wöchentlichen Stadtteilcafé“, erklärt Patricia Aparicio, die lokale samo.fa Koordinatorin von FAIRburg e.V. „Die Ehrenamtlichen und Geflüchteten haben den Bedarf einer Jobbörse geäußert und dann einfach losgelegt. Dass so viele Leute kommen, hatten wir nicht erwartet.“

Im Januar 2018 geht die Ausbildungs- und Jobbörse daher in die zweite Runde, diesmal noch größer. So wie die Jobbörse in Freiburg ein Erfolg für das Projekt ist, ist es in Hannover die Übergabe das ersten Ausbildungsvertrages an Sharif:„Ich freue mich sehr auf meinen ersten Tag als Azubi“, erklärt Sharif, „und die ersten selbst gebacken Brötchen esse ich zusammen mit Lesia.“

Herausforderungen, Chancen und Potentiale lokaler Flüchtlingsarbeit

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Dialogkonferenz: lokale Flüchtlingsarbeit
Migrantenorganisationen aktiv in der Flüchtlingsarbeit

In der Flüchtlingsarbeit sind Migrantenorganisationen unverzichtbar. Das ist der thematische Rahmen der lokalen Dialogkonferenzen. Im gesamten Monat September finden an allen 30 Standorten Konferenzen statt, die kommunale Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Chancen des Engagements Aktiver mit Migrationshintergrund – heute und in nächster Zukunft – ins  Zentrum stellen. Das Ziel: der gemeinsame Dialog. Nur so lassen sich der Stand und die Perspektiven der lokalen Flüchtlingsarbeit erörtern, Fragen aufwerfen und im Gespräch mit Expertinnen und Experten aus Kommunalpolitik, Arbeitsmarkt oder Bildung Antworten finden, um langfristige Forderungen zu formulieren.

Nähere Informationen zum Programm finden Sie in den nächsten Wochen auf diesen Seiten. Natürlich finden Sie alle Informationen zum Programm in der lokalen Tagespresse der 30 beteiligten Städte.

Beteiligte Partner und Städte:

Berlin, moveGLOBAL e. V.; Bielefeld, Interkultureller Elternverein e. V.; Bochum, IFAK e. V.; Braunschweig, Haus der Kulturen e. V.; Dortmund, VMDO e. V.; Dresden, Afropa e. V.; Düsseldorf Kin-Top e. V.; Freiburg FAIRburg e. V.; Friedrichshafen, CJD Bodensee-Oberschwaben; Fulda, Interkulturelles Forum Fulda e. V.; Halle (Saale), VeMO e.V.; Hannover, MiSO Netzwerk Hannover e. V.; Heilbronn, Stadt Heilbronn – Amt für Famile, Jugend und Senioren; Hildesheim, Brücke der Kulturen e.V.; Hoyerswerda RAA Hoyerswerda/Ostsachsen e. V.; Kiel, Türkische Gemeinde Schleswig Holstein e. V., Köln, Solidaritätsbund der Migranten e. V.; Leipzig, MEPa e. V.; Lübeck, Haus der Kulturen e.V., Mannheim, Der Zeitgeist ShareITY e. V., Mönchengladbach, RMH e. V., München, MORGEN e.V., Neuss, Raum der Kulturen e. V., Nürnberg Inter-Kultur-Büro, Stadt Nürnberg, Potsdam, MEPa e.V., Reutlingen, BIM e.V., Saarbrücken Haus Afrika e. V., Stuttagrt, Forum der Kulturen e. V., Witten, Wittener Institut für Interkulturelle Kompetenz e. V.

Ein neuer Ort der Begegnung in Düsseldorf

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Der lokale samo.fa Partner Düsseldorf, Kin-Top e.V. feierte am 6. Juli Richtfest: Der Verein zieht in den neu sanierten Salon der Kulturen, eine Begegnungsstätte an der Fritz-Erler-Straße 14. Der neue Standort soll ein Ort der Begegnung werden, wo alle Menschen, insbesondere Familien mit Migrationshintergrund und Geflüchtete, am interkulturellen Leben im Stadtteil teilnehmen und sich einbringen können. Der Salon der Kulturen wurde durch die LEG Wohnen NRW mehrere Jahre an Kin-Top e.V. überlassen, deren eigenes Team zusammen mit Ehrenamtlichen die Räume von Grund auf saniert hat.

Menschen dazu bewegen, über den eigenen Tellerrand zu schauen

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Nora Stein, neben Dilek Boyu die lokale samo.fa Koordinatorin bei der Brücke der Kulturen Hildesheim e.V., hat vor allem im Bereich Internationale Zusammenarbeit gearbeitet. Sie studierte Politikwissenschaft in Marburg, Globalization and Development Studies in Maastricht und Peace and Security Studies in Hamburg. Beim Studieren dieser interessanten Fächer ist sie viel herum gekommen – gelebt hat sie unter anderem in Kanada, Australien, Südafrika und Litauen. Zu ihrer Erfahrung gehören  Praktika bei Amnesty International und dem Institut für Frieden und Entwicklung an der Uni Duisburg-Essen und gearbeitet hat sie zum Beispiel bei der GIZ im Bereich Globale Partnerschaften oder am EU Institut für Gleichstellungsfragen in Vilnius, Litauen. Nebenbei hat sie sich immer viel ehrenamtlich engagiert, beispielsweise für Viva con Aqua oder Amnesty International. Zuletzt engagierte sie sich in der Kinderbetreuung von geflüchteten Kindern, deren Mütter an einem Sprachkurs teilnahmen und arbeitete ehrenamtlich für die Online-Community Go Volunteer.

Im Zentrum ihres Engagements – sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich – steht immer das Streben nach einer gleichberechtigten, gerechten und inklusiven Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Sexualität, Hautfarbe etc. gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten haben. So lange das nicht der Fall ist, heißt es für sie, dort, wo Menschen keine oder eingeschränkte Möglichkeiten haben bzw. diskriminiert  oder ausgeschlossen werden, hin- statt wegzuschauen, Menschen aufmerksam zu machen, aktiv zu werden und andere dazu zu motivieren, auch aktiv zu werden.

„Das samo.fa Projekt verbindet alle diese Punkte und unterstützt auf diese Weise Menschen mit eigener Flucht- und Migrationsgeschichte und Migrant*innenorganisationen auf dem Weg zu einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe“, fasst Nora ihre Tätigkeitsfelder im Projekt zusammen.

Mit der Arbeit im Rahmen des samo.fa Projekts in Hildesheim und bundesweit versuchen sie und die anderen Koordinatoren die Teilhabe- und Handlungsmöglichkeiten von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte zu stärken, indem sie sie dabei unterstützen, Zugang zu Arbeit, Bildung und angemessenen Unterbringungen zu bekommen.

„Wir schaffen Räume  für Begegnungen und das ‚Voneinander Miteinander Lernen‘, um auch dadurch zu einer aktiven Partizipation und Engagement im Alltag zu motivieren“. erklärt Nora, „und wir versuchen das Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft für Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft zu fördern und Menschen dazu zubewegen, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und ohne Vorurteile aufeinander zu zugehen.“

„Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam nach außen stärker auftreten.“

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Nicole Grote unterstützt jetzt samo.fa als Grafikerin in Dortmund. Sie arbeitet zudem beim Jugendring Hagen, der sich für Demokratie und Vielfalt einsetzt. Außerdem ist Nicole selbstständig mit ihrem Unternehmen Mudda Natur Design. Dort erstellt sie nachhaltiges und ökologisches Kommunikationsdesign. Kulturelle Vielfalt ist ihr neben Nachhaltigkeit sehr wichtig: „Vielfalt bedeutet für mich ein Zugewinn aus allen Kulturen, das macht das Leben bunt und interessant und ein friedliches Zusammenleben ist schöner, je bunter es ist.“  Mit ihrer Mitarbeit im samo.fa-Projekt kann sie sich so in diesem Themenfeld fachlich einbringen. Für die Arbeit bei samo.fa wünscht sie sich, dass das Projekt und der Bundesverband dahinter gemeinsam öffentlich stärker auftreten und nach außen visuell einheitlicher wirken, um so alle Partner besser zu vernetzen.

samo.fa Aktionstag in Bielefeld: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Der samo.fa Aktionstag fand am 13. Mai statt. In Bielefeld veranstaltete der Interkulturelle Elternverein e.V. in Kooperation mit der Fachstelle für Flüchtlinge der Stadt Bielefeld einen Aktionstag für BürgerInnen und Geflüchtete unter dem Motto „Gemeinsam hier: Zusammenleben in Vielfalt“.

Um 14:00 Uhr wurden die Gäste von Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, und Cemalettin Özer, Vorstandsmitglied des Interkulturellen Elternvereins e.V., begrüßt. Unter dem Motto „Gemeinsam hier: Zusammenleben in Vielfalt“ fokussierte der Aktionstag ein solidarisches Miteinander und Zusammenleben in kultureller Vielfalt in Bielefeld. Als Ansprechpersonen waren u.a.

Geribo Feremez (samo.fa Ehrenamtlicher, Kaniya Sipî e.V.), Fadumo Hassan Hiliye (Somalische Integration e.V.), Hama Latif (samo.fa Ehrenamtlicher, Kurdische Kultur), Meral Şahin (samo.fa Ehrenamtliche, Alevitische Kulturgemeinde Bielefeld und Umgebung e.V.), Ali Sedo Rasho (samo.fa Ehrenamtlicher, Deustch-Ezidische Freundschaft e.V.) vor Ort. Nur mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger konnte das Begegnungsfest erfolgreich durchgeführt werden. Wir danken insbesondere: Angela Carpio, Angela Carpio, Mina Dizaj, Bita Djabbarzadeh Dizadj, Mohammad Reza Jabbarzadeh Dizaj, Kani Karim, Hana Latif, Marieme Nidir, Valentina Ohara, Pedro Velásquez. Der Aktionstag war mit etwa 150 Personen bestehend aus Geflüchteten, Ehrenamtlichen aus verschiedenen Migrantenorganisationen, kommunalen VertreterInnen, Akteuren der Geflüchtetenhilfe, sowie NachbarInnen und interessierten BürgerInnen sehr gut besucht. Die BesucherInnen wurden durch das samo.fa Team (Cynthia Krell, Carla Oberschelp) und die anwesenden samo.fa Ehrenamtlichen mehrsprachig begrüßt.

Nach der Eröffnung fand von 14:30 bis 18:30 Uhr ein buntes und umfangreiches Mitmach-Programm für Jung und Alt mit Unterstützung Bielefeld United (Frau Leifert und Herr Kleinbaum), Spielen mit Kindern e.V., Kanal 21 (Frau Gerschkovisch und Team), Jobcenter Arbeitplus Bielefeld Zuwanderungsteam (Herr Neumann), REGE mbH (Herr Großpietsch und Herr Sever), AWO-Sprachcafé (Frau David und Frau Vlachou) sowie Akteure der Geflüchtetenhilfe (Leif Pollex , Stadtteilkoordinator) statt. Ein besonderes Highlight waren die musikalischen Darbietungen aufgeführt von Geflüchteten und MigrantInnen. Die erste Gruppe begeisterte mit traditionellen und modernen Liedern vorgetragen von der kurdischen Sängerin Ronahi Seid, die von den virtuosen Saz-Spielern Hasan Serbaz und Nazdar Garibo begleitet wurde. Animiert durch die Musik führten zahlreiche Gäste Hand-in-Hand einen Halay auf. Genauso viel Applaus erhielten Hama Latif und seine Musikgruppe, die mit ihren afrikanischen Trommeln-Rhythmen und Gesängen begeisterten. Nicht zuletzt konnten bei internationalen Speisen aus dem Senegal und Irak zahlreiche Gespräche geführt werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Speisen und Getränke wurden der Flüchtlingsunterkunft gespendet. Der Bielefelder Aktionstag wirkte auch integrationspolitisch und offenbarte im Kleinen, dass ein interkultureller Dialog für ein gelungenes Zusammenleben in kultureller Vielfalt in Bielefeld unabdingbar ist.

Fotos: Felix Hüffelmann

samo.fa Aktionstag in Kiel: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Am Samstag, den 13. Mai, fand der samo.fa Aktionstag auch in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Das Motto der Veranstaltung war „Wissen und Erfahrungen teilen: Aktive mit Migrationshintergrund in der Kieler Flüchtlingsarbeit“. Ziel war es, das Engagement von Migrantinnen und Migranten in Flüchtlingsarbeit zu zeigen. Ferner sollte ein gegenseitiges Kennenlernen und ein wechselseitiger Austausch ermöglicht werden. Mit über 80 Teilnehmer*innen stieß die Veranstaltung auf sehr große Resonanz und war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Vor diesem Publikum stellten zunächst verschiedene Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund bzw. aus Migrantenorganisationen ihre Aktivitäten vor. So gab es eine Ausstellungsfläche, wo beispielsweise verschiedene Mal- und Bastelarbeiten von Geflüchteten ausgestellt wurden. Ferner präsentierten insgesamt 11 Engagierte ihre Projekte auf lebendige Art und Weise. Sie erzählten von ihren vielfältigen Angeboten, die sie mit Bildern und kleineren Videos anschaulich untermalten. Überdies gab es eine musikalische Einlage von einem ehrenamtlichen Gitarrenprojekt.

Im Anschluss fand ein Gesprächskreis statt, wo die Freiwilligen von ihren persönlichen Erfahrungen, ihrem Wissen, aber auch den Herausforderungen in der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit erzählten. Schließlich wurde das Buffet eröffnet, das im Vorfeld von Freiwilligen zubereitet wurde. Während des gemeinsamen Essens gab es ein musikalisches Rahmenprogramm von verschiedenen Künstlern. Von bulgarischer Musik über Beat-Box bis hinzu klassischer Gitarre reichte das Repertoire. An dieser Stelle gilt der Dank allen ehrenamtlichen Aktiven, allen Helferinnen und Helfern sowie insbesondere den Kooperationspartnern (Jüdische Gemeinde in Kiel; kulturgrenzenlos e.V., Sprachcafé, Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V., Vinetazentrum), ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Bundesnetzwerktreffen in Nürnberg: Wo steht samo.fa und wohin soll es gehen?

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In ein paar Jahren hat jeder zweite Nürnberger eine Migrationsgeschichte. „Bei einem so großen Anteil von Menschen mit Migrantionsgeschichte ist es wichtig, die Migrantenorganisationen für die Flüchtlingsarbeit vor Ort zu öffnen“, erklärte Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, beim samo.fa Bundesnetzwerktreffen Ende April. „Lokale Verbünde von Migrantenorganisationen sollen einen wirksamen Beitrag zur gesamtstädtischen Flüchtlingsarbeit leisten“, forderte auch Dr. Ümit Koşan. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes NEMO wies beim Treffen auf die kommenden Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten hin. „Nur wenn man die Arbeit der Migrantenorganisationen vor Ort sichtbarer macht, können Verbünde ehrenamtlich Aktive gewinnen, insbesondere für die Arbeit mit Geflüchteten vor Ort “, erklärte Koşan weiter.

Um das Ankommen von Geflüchteten drehte sich auch der Vortrag von Dr. Martin Manzel. Er ist einer von wenigen Anwälten in Deutschland, die sich auf Migrationsrecht spezialisiert haben. Beim Treffen kritisierte er, dass auch gut integrierte Menschen aus Deutschland abgeschoben werden oder Eltern von ihren Kindern getrennt werden sollen. Die wenigsten können sich in diesen Fällen einen Anwalt leisten. „Oft haben Geflüchteten zu wenig Geld oder müssen ihr Geld abgeben, wenn sie in Deutschland ankommen“.

Mit praktischen Beispielen ging es am Nachmittag um die Selbstorganisation von Geflüchteten, erfolgreiches Quartiersmanagement oder die Jobbörse für Geflüchtete, die in Freiburg bereits zum zweiten Mal geplant wurde. „Uns geht es darum eine Brücke zu bauen, um Unternehmen mit Geflüchteten zusammenzubringen und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt so zu erleichtern“, sagt Patricia Aparicio, lokale Koordinatorin des Partners FAIRburg e.V..

Beendet wurde das Treffen mit einer Diskussion von Dr. Wilfried Kruse. Dabei wurden grundsätzliche Fragen aufgeworfen, inwiefern sich das Projekt und die Verbünde nach außen darstellen wollen und wie die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich aussehen muss. Es wurde an diesem Tag gleichzeitig Bilanz gezogen und ein Ausblick in den Raum gestellt: Wo steht das Projekt samo.fa jetzt und wohin soll es in Zukunft gehen?

Die lokale samo.fa Koordinatorin Gülay Aybar-Emonds begrüßt die Partner in der Villa Leon.

Elizabeth Beloe, samo.fa Netzwerkbegleiterin für die Region Nord-Ost.

Die samo.fa Netzwerkbegleiterinnen

Workshop  beim Bundesnetzwerktreffen, moderiert von Beatrix Butto, samo.fa Netzwerkbegleiterin der Region Süd.

Jürgen Markwirth, Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg und Geschäftsführung Koordinierungsgruppe Integration der Stadt Nürnberg, berichtet über die Rolle der Stadt Nürnberg in der Flüchtlingsarbeit.

Ein weiterer Workshop, moderiert von Eileen Schuldt.

Buntes Grillen im Bochumer Westpark

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Wenn die wärmeren Jahreszeiten vor der Tür stehen, geht auch das gemeinsame Grillen im Park wieder los: Jeder bringt sein Lieblingsessen mit, der Grill wird angeheizt und die Picknickdecke ausgebreitet. Warum sollte man dieses familiäre Miteinander nicht dafür nutzen, um über seinen kulturellen Tellerrand hinaus zu schauen? Genau das dachte sich Agir Mustafa Birhîmeoglu vom Verein Interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit (IFAK e.V.). Als lokaler Koordinator des samo.fa Projekts in Bochum hat er ein interkulturelles Picknick im Bochumer Westpark organisiert. Sein Ziel: die Ehrenämtler in Bochum noch stärker vernetzen.

Früher haben Stahlarbeiter am Westpark mit Kohle Stahl verarbeitet. Jetzt wird dort Kohle zum Grillen benutzt. Über 100 Menschen aus den verschiedensten Kulturen trafen sich zum ersten Grillfest in diesem Jahr. Ob aus Syrien, dem Irak, dem Balkan oder Afrika – viele Kulturen fanden sich an diesem Nachmittag für das gemeinsame Picknick zusammen. Neben den Ehrenamtlichen schlossen sich viele Geflüchtete und Interessierte der bunten Gruppe an.  Viel Austausch gab es im Gespräch und kulinarisch. So wurde zum Beispiel das Grillgut nach den traditionellen Rezepten der Herkunftsländer ausgewählt und mit entsprechenden Gewürzen zubereitet. Die Gäste haben so nicht nur im Dialog mit Geflüchteten neue Kulturen kennengelernt, sondern auch durch das gemeinsame Essen.

Agir Mustafa Birhîmeoglu ist mit dem Tag sehr zufrieden: „Es war für alle etwas dabei. Auch einige Besucher des Parks wurden neugierig und haben sich uns angeschlossen.“ Das Picknick war übrigens erst der Auftakt der geplanten Veranstaltungen in Bochum. Zusammen mit samo.fa will er noch häufiger zum Picknick der Kulturen einladen. Aber nicht nur das, er plant überdies eine interkulturelle Woche mit ortsansässigen Künstlern.

Fotos: Sven Luttmann

samo.fa Aktionstag in fast 20 Städten: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Am 13. Mai war es soweit: In fast 20 Städten veranstalteten die Partner des Projekts samo.fa zeitgleich einen Aktionstag mit ganz unterschiedlichen Programmen: Von einem interkulturellen Familienfest in Hoyerswerda über einen langen Tisch der Begegnung am Hansaring in Köln bis hin zu einem Open Air Festival im Magdalenengarten in Hildesheim waren die Veranstaltungen sehr unterschiedlich. Sie alle verband jedoch das Motto „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“. Es verweist auf die Schwerpunkte des samo.fa Projekts im Jahr 2017, Geflüchteten die Teilhabe zu Bereichen wie Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Durch die vielen Aktionen am selben Tag wurden diese Vorhaben und das Projekt an die Öffentlichkeit getragen. Außerdem fand ein interkultureller Austausch statt, bei dem die Besucher*innen in den Dialog mit Ehrenämtlern, Migrantenorganisationen und Geflüchteten treten konnten und so neue Kulturen kennen lernten.

Weitere Details und Eindrücke zum Aktionstag gibt es auf der Facebook-Seite von samo.fa. Zudem folgen noch einzelne Berichte der verschiedenen Veranstaltungen in ganz Deutschland.

samo.fa Aktionstag am 13. Mai: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Was verbindet eine eritreische Kaffezeremonie in München, eine Luftballonwolke auf dem Hansaring in Köln und eine interkulturelle Märchenstunde in Halle? Das alles sind Programmpunkte beim samo.fa  Aktionstag am 13. Mai, der in fast 20 Städten stattfindet. Unter dem Motto „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“ werden die teilnehmenden Partner die  Schwerpunkte des samo.fa Projekts in die Öffentlichkeit bringen: Die Teilhabe von Geflüchteten zu Arbeit und Bildung etwa und die Stärkung des Zusammenlebens im Quartier.

Die Programme sind so vielfältig wie die Standorte: Ein Open Air Festival im Magdalenengarten in Hildesheim, eine lange Tafel in Kiel und eine interkulturelle Jamsession in München sind nur Beispiele für die zahlreichen Events an diesem Tag.  Der Aktionstag macht einerseits die gemeinsame Arbeit mit Geflüchteten sichtbar, weist andererseits auch auf die Herausforderungen in der Teilhabe von Geflüchteten hin. Durch die Aktionen fördert dieser Tag in zahlreichen Städten das Gespräch von Geflüchteten, Migrant*innen und ehrenamtlich Aktiven mit Interessierten, kommunalen Vertreter*innen und Anwohnern.

Dilek Boyu trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin

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Als Dilek Boyu vor einigen Monaten Post bekam, konnte sie es zuerst gar nicht fassen: Sie war eine von 200 ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Kanzleramt einlud. Erst als ein paar Wochen später noch ein Anruf vom Kanzleramt folgte, wurde ihr die Größenordnung bewusst: Sie war eine von fünf Vertreter*innen, die live mit der Kanzlerin über die Flüchtlingsarbeit diskutierte.

Die nötige Erfahrung dafür bringt Dilek Boyu auf jeden Fall mit: Sie ist seit 2014 Vorsitzende des soziokulturellen Verbundes Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. – ein Verbund, der sich schon lange für die Teilhabe der verschiedenen Ethnien einsetzt. Zudem ist Dilek Boyu Vorstandsmitglied des Bundesverbands Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. Dass sie sich bestens in der Arbeit mit Geflüchteten auskennt, änderte aber nichts an der Nervosität, die sich vor dem Termin einschlich.

Kurz vor dem großen Tag dann aber die Absage. Das Treffen wolle  die Kanzlerin aber auf jeden Fall im April nachholen. Der Termin im Kanzleramt mit Angela Merkel fand dann schließlich am 7. April statt, das ZDF berichtete im heute-Magazin.

In ihrer Eingangsrede bedankte sich die Bundeskanzlerin bei den vielen Flüchtlingshelfern. „Das Glas ist für mich eher halb voll“, fasste sie die aktuelle Situation zusammen, „trotzdem gibt es im Einzelnen noch so viel zu tun.“ Die Diskussion machte die konkreten Probleme in der ehrenamtlichen Arbeit deutlich. Mit Nachdruck sprachen die Vertreter*innen den notwendigen Bedarf an Schulungen für Ehrenämter an. Dilek Boyu betonte gezielt das Projekt samo.fa, das von der Bundesregierung bereits gefördert wird und sprach sich für eine Weiterführung der Förderung aus. Die Schwierigkeiten vieler Migrantenorganisationen, sich fest in kommunalen Strukturen zu verankern, war ebenso eines der zentralen Themen.

Auch wenn Angela Merkel auf viele der angesprochenen Punkte reagierte, blieb längst nicht genug Zeit, alle Themen anzusprechen. „Ich hätte gern noch die kommunale Andockung der bundesweiten Projekte wie das samo.fa Projekt erwähnt“, erklärt Dilek Boyu im Nachhinein, „und auch, dass Kommunen die Migrantenorganisationen intensiver unterstützen sollten.“ Dennoch hat sie ihre Punkte beim Treffen deutlich herausgestellt. Von Nervosität war dabei überhaupt nichts mehr zu spüren.

„Angela Merkel ist eine angenehme Person und sehr freundlich mit allen Menschen umgegangen“, beschreibt Dilek Boyu das Treffen, „sie ist außerdem daran interessiert, Lösungen zu finden, um ihrem Motto ‚wir schaffen das‘ gerecht zu werden.“ Auch wenn die Nervosität im Vorfeld groß war und sie nicht gern im Rampenlicht steht, ist Dilek Boyu zufrieden und hofft, dass die Veranstaltung etwas bewirkt. Nicht nur für die Wahlkampagne, sondern auch für die vielen ehrenamtlich Aktiven in der Flüchtlingsarbeit in Deutschland.

Fotos: dpa

Vielfalt sichtbar machen: Ausstellung „Neue Wurzeln“ in Hannover

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Die Ausstellung „Neue Wurzeln“ beschäftigt sich mit Flucht und Ankommen

Denkt man hierzulande an Geflüchtete, fallen den meisten wahrscheinlich zuerst die vielen tausend Menschen ein, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind. Hinter jedem von ihnen stehen eine eigene Geschichte und persönliche Gründe, die alte Heimat aufzugeben und sich eine neue zu suchen.

Die Ausstellung „Neue Wurzeln“ in Hannover will genau diese Vielfalt sichtbar machen. 29 Menschen hat das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V. (MiSO) gemeinsam mit dem Fotografen Micha Neugebauer und der Journalistin Katharina Sieckmann für ein Interview getroffen. Daraus entstanden sind Fotos und Texte der unterschiedlichsten Menschen. Was sie alle vereint, ist ihre neue Heimat Hannover.

Viele von ihnen litten in ihrem Herkunftsland unter Krieg, Gewalt und Unterdrückung. Andere wurden unterdrückt oder diskriminiert. Sei es Syrien, Vietnam, der Irak oder die Ukraine: Von dort aus haben sie viele tausend Kilometer überwunden. Die Ausstellung gibt den Hintergründen der Flucht ein Gesicht verbunden mit einer immer sehr persönlichen und berührenden Geschichte.

„Es sind 29 Lebensläufe, die uns in Zeiten von politischem Rechtsruck, von Ignoranz und Aggressivität im Alltag gegenüber den sogenannten Fremden aufhorchen lassen“, erklären Katharina Sieckmann und Micha Neugebauer den aktuellen Bezug der Ausstellung, „sie sollen eine Einladung an alle sein, ihre Komfortzone zu verlassen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und für sich zu relativieren, auf welch hohem Niveau in unserer Gesellschaft oft geklagt wird.“

Im Kulturzentrum Pavillon ist die Ausstellung bis zum 25.4.2017 während der Öffnungszeiten im Foyer zu sehen. Weitere Stationen sind das Freizeitheim Vahrenwald, die Kunsthalle FAUST und das Neue Rathaus, immer beginnend am Vierten des Monats von Mai bis Juli.

Die Wanderausstellung ist ein Projekt des lokalen samo.fa Partners MiSO, dem MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V.

Eröffnungsfeier und Jubiläum: 24 Jahre Solibund e.V. (Köln)

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Der lokale samo.fa Partner Solibund e.V. hat am 1. April die Türen geöffnet, um seine neuen Räumlichkeiten feierlich einzuweihen. Die Mitglieder nutzten den Tag aber auch, um das Jubiläum des Vereins zu feiern: 24 Jahre existiert das Interkulturelle Zentrum nun und hilft ausländischen Mitbürgern bei der Bewältigung von täglichen Problemen aller Art.

Über 200 Besucher kamen in den Hof des Vereins und feierten bei einem großen Programm aus Vorträgen, Live-Musik und Tanz. Die Begrüßung übernahm Elfi Scho-Antwerpes , die Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin Kölns. Weitere Redner waren Gesche Gehrmann, die Geschäftsführende im Vorstand der RheinEnergie Stiftung Familie und der Vorsitzende des Solibunds, Kemal Sovuksu.

Neben dem Rahmenprogramm konnten die Besucher die neuen und größeren Räume des Vereins besichtigen und Kulinarisches aus aller Welt probieren. Mit Unterstützung des samo.fa Projekts fand außerdem ein Malprojekt für geflüchtete Kinder statt. „Die Jubiläumsfeier war für uns rundum ein sehr großer Erfolg“, fasst Anna Kass die Veranstaltung zusammen. Sie und Yvonne Niggemann teilen sich seit März die Stelle als lokale samo.fa Koordinatoren.

Arbeitsmarktintegration: Leicht gesagt, schwer gemacht (Dortmund)

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„Verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zu hören, ist sehr hilfreich“, fasst Johanna Jost, lokale Koordinatorin, das samo.fa Club Treffen zusammen, „dadurch wird aber auch die Komplexität des Themas besonders deutlich.“ Die Diskussion vom 27. März zeigt, wie wichtig und gleichzeitig schwierig die Arbeitsmarktintegration ist.

Unter den 25 Teilnehmern waren VertreterInnen verschiedener Migrantenorganisationen wie zum Beispiel Williams Atweri vom Verein „Begegnung mit Afrika“ und Beate Vogel vom „Train of Hope“. Sie alle trafen sich im Haus der Vielfalt, um über die Arbeit mit Geflüchteten zu sprechen. Außerdem brachte Alex Völkel, der als Journalist bei den Nordstadtbloggern arbeitet, ebenfalls seine Sicht ein.

Viele der Geflüchteten haben in ihren Heimatländern bereits Praxiserfahrung gesammelt, müssen in Deutschland aber wieder bei null anfangen. Die Chance, eine Ausbildung zu bekommen, ist in vielen Bereichen nicht besonders hoch, ein Studium finanziell kaum machbar. Das Interesse für eine Ausbildung zu wecken und gleichzeitig den Zugang zu allen Bereichen des Arbeitsmarkts zu ermöglichen, ist daher entscheidend.

Newroz-Flashmob an der Reinoldikirche (Dortmund)

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Neugierig bleiben die Fußgänger in der Dortmunder Innenstadt stehen und nehmen die bunten Tulpen entgegen. Kinder verteilen eifrig diesen Frühlingsgruß und Informationen über das Fest, das sie heute feiern. Die Erwachsenen stellen sich im Kreis auf und beginnen, zu traditioneller Musik ihrer Kultur zu tanzen. Für sie ist heute ein Feiertag so wichtig wie für andere Weihnachten oder Ostern.

„Newroz“ setzt sich aus den Wörtern „nu“ (neu) und „roj“ (Tag) zusammen und gilt im kurdischen und persischen Kulturraum als Neujahrs- und Frühlingsfest. Es gibt kulturspezifische Unterschiede wie etwa das genaue Datum, aber das Fest wird im Allgemeinen gefeiert, um den Winter zu verabschieden und den Frühling zu empfangen. Obwohl unpolitisch, bleibt es dennoch ein Symbol des Widerstands und geht zurück auf den Tag, als sich das Volk von einem tyrannischen Herrscher befreite.

Die Gruppe aus Geflüchteten und Aktiven des kurdischen Vereins Hêvî wollten mit Unterstützung des lokalen samo.fa Partners  Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine Dortmund e.V. (VMDO) den Dortmundern diese Tradition mit ihrem Flashmob am 21. März näher bringen. Zudem soll das Event in der Innenstadt der Start sein für einen lebendigen, interkulturellen Kalender mit weiteren Aktionen, die den Dialog zwischen den Kulturen fördern.

Planungstreffen des Verbunds Netzwerk Düsseldorfer Migrantenorganisationen e.V. (NDMO) (Düsseldorf)

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In Düsseldorf hat sich mithilfe von samo.fa und dem dem lokalen Partner Kin-Top e.V. ein neuer Verbund aus verschiedenen Organisationen gegründet. Schon im Dezember ist das Netzwerk Düsseldorfer Migrantenorganisationen e.V. (NDMO) entstanden. Am 3. März gab es ein erstes, größeres Planungstreffen, bei dem Vertreter der Gründungsorganisationen sowie Aktive aus der Migrationsarbeit anwesend waren.

Der Verbund soll dazu dienen, sich besser zu vernetzen und zukünftige Projekte unter den Mitgliedern aufzuteilen. Je nach Verein sind die Arbeitsschwerpunkte zum Beispiel die Wohnungsvermittlung oder Informationen zu Gesundheit und Bildung. Größere Veranstaltungen können zudem von allen zusammen diskutiert und organisiert werden. Der Verbund plant, sich jeden Monat zu treffen.

Ausstellungseröffnung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ (Neuss)

By | Allgemein, Geflüchtete: Neuer Alltag, Neuss | No Comments

„Onkel Hasan“, ist der Name und das Gesicht der Ausstellung, die jetzt nach Dortmund und Hagen Station in Neuss macht. Dort ist die Aus­stellung vom 6. März bis zum 4. Mai 2017 im Rat­hausfoyer zu sehen.

Neuss ist eine Ein­wan­de­rungsstadt – wie Dortmund und Hagen auch. Deshalb passt die „Onkel-Hasan-Ausstellung“- ursprünglich in und für Dortmund gemacht und nun von NeMO, dem Bun­des­verband lokaler Verbünde von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tionen“ auf Wan­der­schaft“ geschickt, – auch zu Neuss.

Der Raum der Kulturen Neuss e.V. – Dach­verband von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tionen und Mitglied bei NeMO – ist Gastgeber und gibt der Aus­stellung lokale Farbe: durch Neusser Exponate und Geschichten und durch ein Begleitprogramm.

Mit jedem neuen Ort wächst die Ausstellung und wird thematisch um Exponate vom jeweiligen Standort erweitert. Entsprechend wird auch in Neuss eine extra Säule aufgestellt werden, die lokale Dokumente zum Thema bereithält. Dennoch war Neuss von Anfang an in der Aus­stellung präsent: Der Streik der Arbeits­mi­gran­tinnen bei Pierburg im Jahr 1973 steht als Beispiel dafür, dass die Arbeitsmi­gration der 1960er und 70er Jahr auch weiblich war, und dafür, dass Teilhabe nicht geschenkt wurde, sondern erstritten werden musste – und muss.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Hasan. Er wurde in Dortmund von Hoesch angeworben und hat viele Jahre bis zu seinem Tod in Dortmund gewohnt. Die Ausstellung zeigt, dass die „Migrationsketten“ Wirklichkeit sind, auch wenn die Migration aus unterschiedlichen Gründen erfolgt. „Onkel Hasan“ steht daher exemplarisch für die Arbeitsmigration. Die Ausstellung verbindet dabei die Vergangenheit mit der Gegenwart: Ein Teil zeigt die Arbeits­mi­granten der 1. Gene­ration während sich der zweite Teil auf die Enkel­ge­ne­ration, die in Deutschland auf­ge­wachsen ist, bezieht.

Wie es danach mit „Onkel Hasan“ weitergeht, steht noch nicht fest. Der lokale samo.fa Koordinator aus Neuss Hamdi Berdid berichtet, dass bereits Anfragen aus weiteren Städten bestehen, die Wanderausstellung fortzuführen. Auch mit der Eröffnung im Rathausfoyer ist er sehr zufrieden: „Für die Netzwerkreichweite war die Veranstaltung ein voller Erfolg.“ Es kamen zahlreiche Vertreter verschiedener Parteien und Migrantenorganisationen zusammen, um die Eröffnung zu feiern.

Bis zum 4. Mai 2017 ist die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ im Rathausfoyer zu sehen (Markt 2, 41460 Neuss).

Öffnungszeiten: Mo-Mi 8 – 16 Uhr, Do 8 – 18 Uhr, Fr 8 – 12 Uhr.

Weitere Informationen gibt es hier.

„Begegnungen können ein Schlüssel sein, der die Tür zu einem friedvollen Miteinander öffnet“ – Interview mit Ghaylan Aldreiss

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Der in Deutschland lebende Syrer Ghaylan Aldreiss engagiert sich mit zahlreichen Projekten für Toleranz gegenüber Geflüchteten. Im Interview mit der lokalen samo.fa Koordinatorin aus Hildesheim, Nora Stein, und Praktikantin Cigdem Kaplan erzählt der Journalist über seine Flucht vor dem Islamischen Staat, den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland und wo man noch aktiv werden könnte, um die Situation der Geflüchteten zu verbessern.

Was hat dich dazu bewegt, hier in Hildesheim aktiv zu werden?

Ich habe gemerkt, dass viele Deutsche Angst vor Flüchtlingen haben und keine genaue Vorstellung davon, wer „die Flüchtlinge“ sind. Ich denke, es ist sehr wichtig, aktiv zu sein. So kann ich ein gutes Beispiel für Flüchtlinge und Deutsche sein. Außerdem ist es auch mein Beruf, denn ich bin Journalist. Als Journalist habe ich die Aufgabe, Botschaften zu senden über Syrien und das Leben hier in Deutschland. Und ich muss auch über die Leiden meiner Landsleute sprechen. Was passiert in Syrien? Wie leben die Menschen dort? Und wie können die Menschen dort mit der Bedrohung durch den Terrorismus leben? Ich muss den Menschen dort auch durch meine Tätigkeit hier helfen.

Möchtest du uns ein wenig über deine Arbeit in Syrien erzählen?

Ich war Fernsehmoderator und hatte eine Sendung über arabische Kulturen. In meinem letzten Jahr plante ich eine Sendung über die Mentalität des Islamischen Staates (IS). Davon hat der IS mitbekommen und mich dann bedroht und angegriffen. Sie haben mein Haus in Al-Hasakah in Brand gesetzt und auf meinen Bruder geschossen. Als sie drohten, meine Familie umzubringen, habe ich die Sendung aufgegeben. Dann habe ich mich entschieden, Syrien zu verlassen. Seitdem bin ich hier.

Seit wann genau bist du in Deutschland?

Seit September 2015. Dann habe ich bis Januar 2016 in einer Notunterkunft in Sarstedt gelebt und anschließend in einer Gemeinschaftsunterkunft. Jetzt bin ich seit Juni in Hildesheim und habe im September 2016 meinen ersten Integrationskurs gestartet.

Wie sind deine Erfahrungen seit du in Deutschland bist?

Ich habe sehr viel Glück gehabt und viele gute Menschen getroffen. Zum Beispiel habe ich eine Journalistin in der Notunterkunft kennengelernt, die mich sehr unterstützt hat, Silke Heun. Sie hat mir auch geholfen, einen Praktikumsplatz bei Radio Tonkuhle in Hildesheim zu bekommen. Hier bei Radio Tonkuhle habe ich vor allem durch Thomas Muntschik viel Unterstützung bekommen. Ich habe ein Programm gemacht, das „Tote Reise“ hieß, über Flüchtlinge und ihre Fluchtgeschichten. Was passiert auf der Flucht und wie fühlen sich die Flüchtlinge hier in Deutschland? Zum Beispiel nach den Vorfällen in Köln, welche Auswirkungen hat das auf sie? Wie leben sie in den Not- und Gemeinschaftsunterkünften? Ich hatte das Glück durch dieses Praktikum sehr viele Menschen kennenzulernen. Ich glaube, das hat mir dabei geholfen, schnell Deutsch zu lernen. Ich habe auch in der Zeitung, Facebook oder im Fernsehen davon gehört, dass es schlechte Deutsche gibt, aber selber getroffen habe ich noch keinen. Ich habe von anderen Flüchtlingen gehört, dass sie schlechte Erfahrungen gemacht haben und diskriminiert oder beleidigt wurden. Zum Beispiel wurde einer Frau mit Kopftuch, die mit ihren Kindern in der Stadt unterwegs war, aus einem Auto heraus von zwei Männern „Go home, Terrorist“ zugerufen. Aber ich denke, in jedem Land gibt es gute und schlechte Menschen. Auch in Syrien.

Was denkst du treibt Menschen mit solchen Gedanken an?

Ich glaube, ein großes Problem ist die fehlende Bildung und Aufklärung, wodurch Vorurteile entstehen. Es ist wichtig, nicht nur in schwarz und weiß zu denken. Außerdem glauben viele Leute, dass Flüchtlinge hierher kommen, um auf Kosten der deutschen Steuerzahler*innen zu leben. Sie sehen nicht all das, was die Menschen mitbringen und zu der Gesellschaft beitragen. Und je schneller wir hier arbeiten können, desto schneller können wir hier auch Steuern zahlen. Langfristig werden wir dadurch Deutschland helfen. Auch dadurch, dass wir mehr Kinder bekommen, helfen wir Deutschlands Wirtschaft. Viele Menschen verallgemeinern außerdem und schließen darauf, dass wenn ein paar Syrer*innen oder Flüchtlinge schlimme Dinge tun, wir alle so sind. Wie zum Beispiel nach dem Vorfall in Berlin, als syrische Jugendliche einen Obdachlosen angezündet haben. Das war beschämend. Doch warum werden nur wir Muslim*innen „Terroristen“ genannt und wenn Deutsche etwas Schlimmes tun, sind sie nur verrückte Einzelgänger?

Niemand hat sein Land verlassen ohne Grund. Ich zum Beispiel war schon vor dem Krieg viel im Ausland, habe in den USA und England gelebt. Aber ich bin immer zurückgegangen, denn Syrien ist meine Heimat. Aber gerade kann ich nicht zurück, weil dort Krieg herrscht. Und wenn ich geblieben wäre, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich tot. Alle Flüchtlinge haben ihre Gründe hier zu sein. Und daran sollten wir immer denken.

Welche Rolle spielen die Medien?

Die Medien spielen eine sehr wichtige Rolle. Sie stellen Muslim*innen oft als Terrorist*innen dar und berichten selten über die Leiden, die Muslim*innen weltweit erleben. Aber der Islam ist eine sehr friedvolle Religion. Der Terror ist nicht der Islam. Aber viele schlechte Menschen nutzen den Islam und andere Religionen für ihre eigenen Zwecke. Medien sind auch Unternehmen mit eigenen finanziellen und politischen Interessen.

Und nutzt du deine journalistische Arbeit, um darüber aufzuklären?

Bisher habe ich schon fünf Vorträge gehalten, im Landkreis Hildesheim, aber auch z.B. bei Verdi und der Telekom in Hannover. Außerdem wurde ich von Ministerpräsident Stephan Weil zur 4. Integrationskonferenz am 6. März in Hannover eingeladen. Dort werde ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema  „Herausforderungen, Erlebnisse und Erfolge – Bürgerschaftliches Engagement in Niedersachsen“ teilnehmen. Vielleicht kann ich dadurch Menschen aufklären.

Außerdem plane ich eine Ausstellung. Ich habe viele Bilder gesammelt über die Flucht von Menschen. Was ist passiert auf ihrer Flucht? Wie sind sie nach Deutschland gekommen? Das will ich in der Ausstellung hier in Hildesheim und hoffentlich auch in anderen Städten zeigen.

Ich plane ein neues Radioprogramm, das „Die weiße Hand“ heißt. Dabei wird es um Deutsche gehen, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Ich habe einfach gemerkt, dass viel zu wenig Programme in den Medien gibt, die über die engagierten Menschen berichten. Und ich hoffe, diese Menschen können so von ihrer Arbeit erzählen und zeigen, dass Flüchtlinge ganz normale Menschen sind.

Es ist ja auch eine Art der Anerkennung für deine Arbeit, wenn du bspw. von Ministerpräsidenten Weil eingeladen wirst. Hast du noch andere Anerkennung oder Ehrungen bekommen?

Nicht wirklich, aber das ist für mich auch nicht wichtig. Mir geht es darum, eine Botschaft zu senden und Menschen dadurch zu motivieren. Letztes Jahr hat auch eine Gruppe von Künstler*innen meine Geschichten gesammelt und sie hier in Hildesheim in einem Theater vorgelesen. Ich habe zudem einen Blog, der das „Das rettender Ufer“ heißt, auf dem ich weitere Geschichten von Flüchtlingen sammle. Momentan bin ich jedoch auf der Suche nach einem neuen Partner, der meinen Blog unterstützt.

Kannst du etwas zu deiner Erfahrung mit dem samo.fa Projekt sagen?

Mit samo.fa bin ich sehr glücklich. Ich habe durch dieses Projekt viele neue Menschen kennen gelernt – Deutsche und mehr! In diesem Projekt gibt es viele Menschen mit eigener Migrations- und Fluchtgeschichte und wir teilen diese Erfahrungen miteinander. Dadurch entsteht eine Verbundenheit. Ich versuche aber auch anderen Menschen und Flüchtlingen zu helfen, zum Beispiel beim Jobcenter, bei der Wohnungssuche oder bei Übersetzungen.

Wie könnten wir euch Ehrenamtliche und Geflüchtete noch besser unterstützen?

Die Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. ist so ein tolles Projekt. Schon der Name allein. Eine Brücke hat zwei Seiten und wir begegnen uns in der Mitte. Das bedeutet, wir müssen aufeinander zugehen und ein Interesse aneinander zeigen. Zum Beispiel kochen syrische Frauen sehr gerne und sehr gut. Wenn wir Veranstaltungen planen, können sie dazu beitragen, indem sie das Essen vorbereiten. So lernen sie darüber Deutsche kennen. Diese Begegnungen können ein Schlüssel sein, der die Tür zu einem friedvollen Miteinander öffnet.

Es wäre außerdem wichtig, durch Dialog und Aufklärung Brücken zwischen Menschen zu schaffen. Dafür benötigen wir einen leichteren Zugang zu Sprachkursen. Zum Beispiel könnten mehr Ehrenamtliche Sprachkurse anbieten. Außerdem sollte es mehr Angebote wie Integrationskurse und Workshops geben. Zum Beispiel sollten Frauen darüber aufgeklärt werden, welche Rechte sie hier in Deutschland haben. Vielen Frauen fehlen diese Informationen. Genauso Informationen zum Thema Kinderrechte. Und vielleicht sollte es auch gemischte Kursen geben, in denen Flüchtlinge und Deutsche gemeinsam miteinander und voneinander lernen.

Vielen Dank für das spannende Gespräch!

Danke euch auch. Danke vor allem an die vielen engagierten Menschen, die sich für uns einsetzen. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin Gutes für Deutschland tun kann.

Lokal Vernetzen: Treffen des samo.fa Clubs Dortmund

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In Dortmund fand am 22. Februar das monatliche Treffen des samo.fa Clubs im Haus der Vielfalt statt. „Es ist wichtig, dass wir in einer Stadt wissen, was die anderen machen. Es geht uns nicht darum, die eigenen Projekte in den Himmel zu loben, sondern aus unserer Erfahrung zu berichten“, beschreibt die lokale Koordinatorin Johanna Jost die Veranstaltung.

So stellte Simone Steif vom Integrationsdienst der Malteser ihre Arbeit vor. Die Malteser bieten Ehrenamtlichen verschiedene Qualifizierungsangebote und setzen sich für eine ausführliche Betreuung von Geflüchteten ein. Die Chance, den eigenen Verein vorzustellen, nutzte auch Sami Kbaierv von der „Bunten Schule“, einem interkulturellen Familienhaus in der Dortmunder Nordstadt. Er beantwortete den anderen Ehrenamtlern an diesem Abend viele Fragen. Gleichzeitig nutzte er das Netzwerk für ein wichtiges Anliegen: Die „Bunte Schule“ sucht dringend jemanden, der die Kinder in der Nordstadt regelmäßig beim Fußballspielen trainiert.

„Gemeinsam Erfahrungen aus dem Alltag austauschen und gemeinsam Lösungen und Schnittstellen zu finden, an denen man sich gegenseitig ergänzen und unterstützen kann, das ist ein Ziel des samo.fa Clubs in Dortmund“, so Jost. Bei Sami ist das geglückt: Sofort wussten die anderen, wen man fragen kann, um die Kids künftig zu trainieren.

samo.fa Clubs gibt es in allen 31 teilnehmenden Städten. Sie finden an festen Orten statt oder, wie in Bielefeld, als samo.fa Club on Tour an wechselnden Orten in verschiedenen Stadtteilen. Eines haben aber alle Clubs gemeinsam: Ehrenamtliche können sich vor Ort vernetzen, um den Dialog mit Geflüchteten zu stärken. Je nach Club planen die Mitglieder während der regelmäßigen Treffen gemeinsame Aktivitäten und Projekte. Geleitet werden die Clubs von den lokalen samo.fa Koordinatoren.

Smart Fit Dortmund: UNITED we stand, DEVIDED we fall!

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Durch die laute Musik dringt immer wieder die Frage: „Geht es euch gut?“. Ein Chor antwortet mit einem lauten euphorischen „Jaaaa“. Thierry Monthé motiviert gerade eine Gruppe von 40 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zum schweißtreibenden Zirkeltraining. Sie strecken alle ihre Arme in die Luft, so als würden sie Gewichte heben und wieder senken. Dabei zählen alle zusammen: einmal auf Deutsch, ein anderes Mal auf Französisch oder auf Englisch. In einer stetig wachsenden Gruppe trainieren Frauen, Kinder und Männer bei Smart Fit absolut selbstverständlich miteinander.

Einen wichtigen Ausgangspunkt hat das Projekt in den erheblichen Differenzen zwischen den Lebensweisen in Deutschland und in den Herkunftsländern Geflüchteter. In Kamerun beispielsweise gilt Übergewicht als Zeichen des Wohlstands. Das Projekt richtet sich damit zwar an Geflüchtete, schließt aber keinen aus. Das Konzept geht auf: Wöchentlich versammeln sich Menschen aus Syrien, Kamerun, Deutschland, Spanien, Russland oder Indien – woher man kommt, spielt keine Rolle. Smart Fit gelingt es so zugleich, die Berührungsängste zwischen Deutschen und Geflüchteten abzubauen „Ich habe noch nie so viel gelacht beim Sport und dabei mit so vielen Menschen aus anderen Ländern trainiert“, sagt eine deutsche Teilnehmerin am Ende der anstrengenden 90 Minuten.

 Bewegung – Ernährung – Vernetzung

Geleitet wird der Kurs von Chanda Pathak und Thierry Monthé. Chanda Pathak kommt aus Indien und lebt seit 2014 in Deutschland. Thierry Monthé ist in Kamerun geboren. Er ist schon seit 2003 in Dortmund. Beide sind Beispiele gelungener Integration: Hauptberuflich arbeiten sie bei GEA Farm Technologies GmbH. Pathak ist Projektmanagerin und Monthé arbeitet im Bereich der Big Data Analyse. Nach Feierabend und am Wochenende geben sie ehrenamtlich Sportkurse und bieten wichtige Hilfestellungen, beispielsweise zu gesunder Ernährung. Ihr gemeinsam konzipiertes Sportprogramm verbindet dabei auch ihre eigenen Kulturen: Nach dem Training mit Thierry folgt Yoga mit Chanda zur Entspannung.

 samo.fa – Stärkung der Aktiven

Smart Fit ist über samo.fa in ein enges Netzwerk von Aktiven eingebunden. Der regelmäßige Austausch heißt, dass man sich gegenseitig unterstützt und berät. Über samo.fa konnten für das Projekt Räume beim Stadtsportbund und im Haus der Vielfalt organisiert werden.„samo.fa war ein wichtiger Türöffner“, betont Armel Djine. Er ist Vorsitzender beim Verein Kamerunischer Ingenieure und Informatiker Ruhrbezirk e.V. (VKII Ruhrbezirk e.V.) und lokaler Koordinator bei samo.fa Dortmund. „Das Gute an samo.fa ist, dass wir mit unserem Verein nicht allein waren, sondern in einen größeren Kontext eingebunden waren“, erzählt Djine weiter.

 Professionalisierung und Qualifizierung

Ein wichtiges Ziel von samo.fa ist es, die Ehrenamtler zu professionalisieren. Chanda Pathak und Thierry Monthé nahmen daher an Schulungen zum Thema „Sozialrecht für Geflüchtete“ und an einem Training zu „interkultureller Kompetenz“ teil. „Die Schulungen sind wichtig, um die Aktiven zu sensibilisieren und mit Hintergrundwissen über Geflüchtete zu versorgen. So wollen wir Missverständnisse vermeiden und ein Verständnis für die Lebensrealität Geflüchteter in Deutschland schaffen“, sagt Armel Djine.

 

ZAHLEN UND FAKTEN

  •  Smart Fit für alle: freitags, 19.00-20.30 Uhr, Haus der Vielfalt, Raum C6 (ohne Anmeldung)
  • Smart Fit – Personal Training: donnerstags von 18.00-21.00 Uhr: Die Programmverantwortlichen entwickeln für jeden einzelnen Teilnehmer ein abgestimmtes Programm von ca. 30 Minuten. (Nur mit Anmeldung)
  • Smart Fit für alle: sonntags, 15.30-17.00 Uhr, Petri-Grundschule, Beurhausstraße 15-17, 44137 Dortmund (ohne Anmeldung)

Weitere Infos gibt es hier.

4. Projekttagen der Stuttgarter Migrantenvereine (24. und 25.2.)

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Aktive Stuttgarter Vereine, die sich für Geflüchtete engagieren (in unserem samo.fa Projekt), trafen bei den „4. Projekttagen der Stuttgarter Migrantenvereine (24. und 25.2.)“ des Forum der Kulturen Stuttgart e. V. auf Institutionen, mit denen Kooperationen möglich sind. Gari Pavkovic, der Integrationsbeauftragte Stuttgart, sagte in seiner Begrüßungsrede „Ich wünschte mir, dass wir in Zukunft von einer postmigrantischen Gesellschaft sprechen. Dass man nicht mehr ständig gefragt wird, wo kommst du eigentlich her?

Regionalsitzung WEST

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Am 23.02. fand im VMDO Haus Der Vielfalt in Dortmund die erste Regionalsitzung WEST in 2017 statt. Der Schwerpunkt der Sitzung lag in der Planung und Organisation der Aktivitäten im Rahmen von samo.fa für das Jahr 2017.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in den Handlungsfeldern Unterbringung, Arbeitsmarkt, Bildung und Gesundheit – das sind wichtige gesellschaftliche Bereiche, in denen die Teilhabemöglichkeiten von Geflüchteten gestärkt werden müssen.

Teilgenommen haben die lokalen Koordinatoren/-innen aus den Städten Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Bochum, Neuss, Waltrop und Witten, die sich über ihre regionalen Erfahrungen ausgetauscht haben.

Nach der inhaltlichen Besprechung stand Marcell Steinhoff (BUNDESVERBAND NEMO e.V.) für Fragen rund um die Finanzen in Rahmen von samo.fa zur Verfügung. Nach dem Vortrag über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Dr. Kristin Wenzel (Bundesverband NEMO e.V.) wurde die Sitzung beendet. Die nächste Regionalsitzung WEST wird im Mai stattfinden.

Erstes Treffen des samo.fa Clubs im Heliodrom

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Am 21.2. fand das erste Treffen des samo.fa Clubs in Freiburg statt. Verschiedene Aktive und Ehrenamtliche von Migantenorganisationen und Flüchtlingsinitiativen trafen sich im Heliodrom, einer kulturellen Begegnungsstätte für Freiburger und Geflüchtete. In dem großen Zelt diskutierte der offene Arbeitskreis geplante Projekte und Ideen für  Veranstaltungen im  Jahr 2017. Im Fokus stand etwa die bevorstehende Jobbörse für Geflüchtete in Freiburg. Diese findet zum zweiten Mal statt und war im letzten Jahr ein Riesenerfolg.

Wie oft der sich der Arbeitskreis in Zukunft in Freiburg treffen wird und ob er sich auf bestimmte Arbeitsfelder spezialisiert, zeigt sich im Verlauf des Jahres. „Ziel dieser ersten Veranstaltung war die Vernetzung“, berichtet die lokale samo.fa Koordinatorin Patricia Aparicio, „und die diese ist gelungen.“ Ebenfalls anwesend war die samo.fa Netzwerkbegleiterin Beatrix Butto aus Stuttgart.

Die samo.fa Clubs unterstützen Ehrenamtliche, sich auf regionaler Ebene zu vernetzen und fördern den Dialog mit Geflüchteten. Je nach Club können die Mitglieder sich an verschiedenen Projekten und Aktivitäten beteiligen. Für das Jahr 2017 stehen vier übergeordnete Handlungsfelder im Zentrum der Aktivitäten: Zum Beispiel Geflüchteten Informationen über das Gesundheitssystem vermitteln oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.

Hochschule Merseburg heißt studieninteressierte Geflüchtete sehr willkommen

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Am 12.01.2017 fand der Hochschulinformationstag in Merseburg statt. Studieninteressierten konnten sich über alle Studiengänge der Hochschule  informieren. Auch Geflüchtete waren bei dieser Veranstaltung willkommen. Eine Gruppe Geflüchteter, bestehend aus 20 Afghanen, nahm diese Möglichkeit wahr und verschaffte sich einen ausgiebigen  Überblick über die Studienmöglichkeiten. samo.fa Lokalkoordinatorin Winnie Mampe aus Halle (Saale) begleitete diese Gruppe und berichtet: „Sowohl die Geflüchteten  als auch die Hochschule Merseburg haben sich sehr über diese Möglichkeit gefreut. Sie haben die Veranstaltung extra  für Geflüchtete zugeschnitten.“
Informationen über  Studienvoraussetzungen, Finanzierungsmöglichkeiten und Gasthörerangebote wurden auf Deutsch vermittelt und von einem Übersetzer auf Farsi übersetzt.
Besonderes Interesse weckte das Schnupperstudium. samo.fa wird die Geflüchteten bei dem Zugang zu einem Schnupperstudium unterstützen.
Die Möglichkeit am Hochschulinformationstag  wurde von den Geflüchteten sehr begrüßt. Allerdings beklagten sie sich über die Anzahl der Plätze, die auf 20 Personen limitiert waren.
Da das Angebot auf so viel Interesse gestoßen ist, wird am 24.02.2017 in Halle (Saale) eine weitere Informationsveranstaltung stattfinden.

samo.fa ist jetzt auch in der Stadt Waltrop aktiv

By | Allgemein, Geflüchtete: Neuer Alltag, samo.fa Gesichter, Waltrop | No Comments

Seit diesem Jahr hat das Bundesprojekt samo.fa einen neuen lokalen Partner in Waltrop. Ansprechpartnerin vor Ort ist die lokale Koordinatorin Elaine Yousef.

„Wir müssen den Menschen helfen, selbstständig zu werden und aufhören, sie zu bemuttern.“ Das ist das Credo, mit dem die gebürtige Libanesin ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Sprache sei laut Yousef die erste und eine der größten Barrieren, die einer erfolgreichen Integration im Weg stehen. Um diese Barriere zu überwinden, sei es wichtig, Alphabetisierungs- und Deutschkurse anzubieten.

Hierfür arbeitet sie eng mit Ehrenamtler*innen aus Waltrop zusammen. Aktiv möchte sie diese in die Arbeit mit Geflüchteten einbinden und gemeinsam mit der Stadt Waltrop ein stabiles Netzwerk von Aktiven aus Migrantenorganisationen aufbauen. Wichtig sei Yousef, die ca. 500 Geflüchteten vor Ort in direkten Kontakt mit Waltroper*innen zu bringen.

Elaine Yousef hat seit 2014 als stellvertretende Leiterin in der Flüchtlingsunterkunft Adlerstraße in Dortmund gearbeitet. Sie selbst kennt die Erfahrung der Flucht und des Ankommens. 20 Jahre hat sie im Libanon im Krieg gelebt. „Ich bin dort von den Bombeneinschlägen aufgewacht. Ich habe so viele Leichen gesehen. Ich kann daher sehr gut nachvollziehen, was die Menschen gerade durchmachen und wie schwer es ist, in einem fremden Land anzukommen“, erzählt Yousef. Seit 25 Jahren lebt sie in Deutschland und engagiert schon lange Zeit als Ehrenamtlerin in diversen Vereinen. Auf die Koordination in Waltrop freue sie sich sehr. „Mein Ziel ist es, als lokale Koordinatorin, die Menschen zu integrieren und sie an der Gesellschaft teilhaben zu lassen“, so Yousef.

„Wir müssen den Menschen helfen, selbstständig zu werden und aufhören, sie zu bemuttern“, so Yousef.

Erstes Sprachcafé des Jahres von samo.fa Hoyerswerda ein voller Erfolg

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Zum 1. Sprachcafé des Jahres im Jugendclubhaus „OSSI“ in Hoyerswerda kamen am Samstag, den 11.02.2017, rund 100 Flüchtlingsheimbewohner*innen zusammen. Von 15 bis 17 Uhr konnten die Geflüchteten mit Ehrenamtler*innen  Deutsch üben.  Trocken waren die Übungen allerdings nicht, denn an fünf verschiedenen Thementischen konnte man sich spielerisch gemeinsam austauschen. Mit Spielen wie „Memory“ oder „Frage-und-Antwort-Spiel“ halfen die rund 20 ehrenamtlichen samo.fa-Mitglieder, Deutsch in realistischen Alltagssituationen anzuwenden. Auch die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH war mit einem „Geografie-Tisch“ präsent.  Insgesamt kam das Sprachcafé sehr gut bei den rund 60 Geflüchteten und 40 Kindern an.

Das nächste Sprachcafé ist für Mitte März angesetzt. Dazu werden vor allem dezentral untergebrachte Flüchtlinge eingeladen. Neben den üblichen Deutschübungen wird es einen kurzen Vortrag zum Thema „Regeln in Wohnung und Nachbarschaft“ geben.

samo.fa Planungstreffen mit unserem Partner aus Heilbronn

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Heute aus Heilbronn: bei dem samo.fa Planungstreffen mit unserem Partner aus Heilbronn, dem Amt für Familie, Jugend und Senioren haben wir über grundlegende Ziele und Entwicklungen des Engagements von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit gesprochen. Ein Schwerpunkt der Arbeit vor Ort ist die Ausbildung und der Einsatz von Gesundheitsmittler: Das sind Ehrenamtliche, die Geflüchtete in Gesundheitsfragen begleiten.

Partner vor Ort    III