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Studie über die Lebenslagen von Geflüchteten

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Was hilft Geflüchteten dabei, in Deutschland Fuß zu fassen und was steht ihrer Integration im Weg? Was erhoffen sie sich vom Leben in Deutschland? Diesen – und noch mehr – Fragen geht eine Studie des Forschungsbereichs des  Sachverständigenrats Deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) und die Robert Bosch Stiftung nach. Die Sozialwissenschaftler haben 62 Interviews mit Asylsuchenden aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Pakistan, Albanien, dem Kosovo und Mazedonien geführt. In der Studie „Wie gelingt Integration? Asylsuchende über ihre Lebenslagen und Teilhabeperspektiven in Deutschland“ fassen sie die Ergebnisse der Befragung zusammen und geben Handlungsempfehlungen, wie ihre Integration verbessert werden kann.

Zentrales Ergebnis: Alle wünschen sich, in Deutschland anzukommen und hier ein sicheres, erfülltes Leben zu führen. Sie haben aber auf der Flucht und beim Ankommen in Deutschland sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die heute ihre Einstellungen und Erwartungshaltungen prägen.

Logischerweise ist die Frage des Aufenthaltsstatus für die meisten Asylsuchenden entscheidend. Abgelehnte Bewerber*innen und solche mit so genannter schlechter Bleibeperspektive blicken mit Sorge in die Zukunft. Viele kritisieren, dass sie  – anders als Menschen mit guter Bleibeperspektive – nur wenig Hilfe von Behörden bekommen.

Die Kommunikation zwischen Behörden und Geflüchteten sei aber insgesamt problematisch, so die Studie. Bestehende Angebote wie Integrationskurse oder Hilfen bei  der Wohnungssuche seien Geflüchteten oft nicht bekannt. Das Bindeglied zwischen Behörden und Geflüchteten sind oft die ehrenamtlichen Helfer, die meistens auch die ersten Menschen sind, zu denen die Asylsuchenden in Deutschland Kontakt aufbauen, schreiben die Studienautoren.

Oberste Priorität für diejenigen, die in Deutschland bleiben dürfen, haben die Themen Familie und Arbeit. Fast alle Befragten wollen dringend wieder mit ihren Familien vereint sein, die sich noch in einem Transitland oder im Herkunftsland befinden. Die Autoren sehen die Trennung von der Familie für viele Geflüchtete als großes Integrationshindernis, da die Sorge um die Zukunft der Familie sie im Alltag stark belasten.

Wie, wo und wann sie arbeiten können, beschäftigt ebenfalls die meisten Befragten. Vielen ist bewusst, dass sie dafür erst Sprachkenntnisse haben müssen, andererseits stehen aber viele unter Zeitdruck, möglichst schnell die Familien aus dem Herkunftsland mit Geld zu unterstützen.

Eine Zusammenfassung der Studie bietet auch der Mediendienst Integration: https://mediendienst-integration.de/artikel/svr-bosch-stiftung-studie-integration-fluechtlinge-umfrage-lebensperspektiven-teilhabe.html

Interview mit Elizabeth Beloe & Adama Logosu-Teko bei multicult.fm

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samo.fa Netzwerkbegleiterin Elizabeth Beloe und lokaler Koordinator aus Braunschweig Adama Logosu-Teko waren am 16. November zu Gast beim Morgenmagazin von multicult.fm in Berlin. Kurz vor der bundesweiten Dialogkonferenz berichteten sie über die Ergebnisse des Projekts und die Relevanz von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit.

Vielen Dank an den Radiosender multicult.fm für den Mitschnitt der Live-Sendung.

Film: Geflüchtete. Neuer Alltag.

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In dem neuen Film des samo.fa Projekts bekommt der Zuschauer beispielhaft Einblicke aus 4 Städten in Deutschland, in denen sich Aktive aus Migrantenorganisationen für die Flüchtlingsarbeit vernetzt haben. Nach der Erstaufnahme vieler Geflüchteter 2015 findet nun ein Übergang in einen neuen Alltag statt. Anhand der Handlungsfelder des Projekts begleitet der Film die Dialogkonferenzen und verschiedene Einrichtungen: In Dresden steht die Diskriminierung im Fokus, in Saarbrücken die Wohnnungssuche, in Hannover der Zugang zum Arbeitsmarkt und in Dortmund die Gesundheitsversorgung.

 

 

Bestandsaufnahme zur Migrations- und Flüchtlingsarbeit bei der lokalen Dialogkonferenz in München

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Bei der Münchner Dialogkonferenz ging es wie bei allen lokalen Konferenzen darum, zu zeigen, wie wichtig Migrantenorganisationen (MOs) in der Arbeit mit Geflüchteten sind. Bei der einen Gesprächsrunde lag der Fokus auf den Rahmenbedingungen der kommunalen Politik und der sich daraus ergebenden Konsequenzen und Perspektiven für das ehrenamtliche Engagement der Migrantenorganisationen. In der zweiten Gesprächsrunde standen Kooperationen zwischen Einrichtungen der Integrationsarbeit und Migrantenorganisationen im Zentrum. Zu Beginn bedankte sich SPD-Stadtrat Cumali Naz in seinem Grußwort für die Idee eine Dialogkonferenz, unterstrich den einmaligen Charakter und sprach über die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung.

Er und Franziska Szoldatits sprachen über den Gesamtplan Integration für Flüchtlinge (GIF) der LH München, der im Herbst noch dem Münchner Stadtrat vorgelegt wird. Hier zeigte Frau Szoldatits (LH München/Sozialreferat/Leitung des GIF) die Interesse für eine engerere Zusammenarbeit mit samo.fa bei der Zusammenstellung des GIF (M4/M7). Klaus Grothe-Bortlik von Selbsthilfezentrum (SHZ) sprach über das Potential von MO als Partner der kommunalen Integrationsarbeit. Er wies auf eine Studie hin, die das SHZ Anfang 2016 durchgeführt hat. Diese Studie zeigt das Potential und Engagement der MOs. Die Ergebnisse der Studie werden auch bei der Veranstaltung „Teilhabe als Menschenrecht“ im Bayerischen Landtag am 9. Dezember 2017 erneut vorgestellt). Ahmad Abbas, Chorleiter des Syrischen Friedenschors, neuerdings Vorsitzender der Syrischen Sozial- und Kulturverein in München e.V. und Mahbuba Maqsoodi von den afghanischen Frauen in München e.V. sprachen über ihr Engagement als migrantische Vertreter*innen.

In den Gesprächen ging es auch um Abschiebung und die Probleme, mit denen Geflüchtete konfrontiert sind. Yosief Embaye von der Eritreischen Union stellte sein Angebot, ein Computer-Kurs auf Tigrinya für Geflüchtete vor. Er erklärte die besondere Erfahrung, dass durch es durch den Kurs gelungen sei, geflüchtete Jugendliche als Lehrkräfte für muttersprachlichen Unterricht in Tigrinya zu gewinnen. Auf diese Weise sind die Geflüchteten nicht nur „Hilfsempfänger“ sondern auch Lehrende. Von den Kindern lernen die Jugendlichen wiederum Deutsch. Nasima Ebrahimi von der afghanischen Initiative „Aryana Schule“ sprach über Empowerment von afghanischen Frauen, die in Afghanistan lebensgefährlich diskriminiert werden, sich aber hier in Deutschland in ihrer Schule z.B. beim Musikunterrichten, Singen und Tanzen frei entfalten können. Juliette Bethancourt von dem Verein Urucungo e.V. stellte das Capoeira-Angebot ihres Vereins vor. Durch Capoeira werden die Geflüchteten gestärkt, fühlen sich gesünder und entfalten mehr Lebensfreude und erhalten Kontakt zu den anderen Vereinsmitgliedern.

Die Ergebnisse der 30 lokalen Dialogkonferenzen werden am 17. November  bei der bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin zusammengetragen.

 

 

Kulturaustausch in der Backstube (Halle)

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Beim Workshop „Backen und Kochen in Deutschland“ für Migranten- und Flüchtlingsfamilien lernen Migrant*innen und Geflüchtete über das gemeinsame Zubereiten von Essen ganz praktisch die deutsche Sprache und die Gastronomie-Branche kennen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der „Initiative Sprache+Beruf“ beim Förderverein der Deutschen aus Russland Sachsen-Anhalt e.V. und dem samo.fa Partner in Halle. Das Ziel der Veranstaltung ist den Migrant*innen und auch Geflüchteten unterschiedliche Orientierungen für den Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Aus einer Kooperation mit einer Biobäckerei ergibt sich hierbei das Angebot der Vermittlung von Sach- und Sprachkenntnissen auf dem Gebiet Backen und Kochen. Aus dem Kontakt mit Migrantenfamilien ergibt sich aber zugleich auch ein großes kulturelles Interesse, deutsche Rezepte und Arbeitsweisen auf diesem Gebiet kennen zulernen.

Nach dem gelungenen „Pilotworkshop“ vom 16. Oktober soll das Projekt wiederholt werden, etwa in größerer Runde beim gemeinsamen Brotbacken am 11. November.

Reger Austausch bei der Dialogkonferenz in Bochum

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Die lokale Dialogkonferenz des lokalen Partners in Bochum,, IFAK e.V.  stand unter dem Motto „Bochumer Geflüchtetenarbeit im Dialog“.

Die Dialogkonferenz bot Geflüchteten, Migrantenselbstorganisationen, Politik sowie Beteiligten aus der Verwaltung den Raum, gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Gäste waren unter anderem:

Serdar Yüksel (MdL), Frau Khonaf Hajo (Vorsitzende Integrationsrat), Sebastian Hammer (Stellvertrendender Geschäftsführer IFAK e.V.), Tarek Alaows (Refugee Strike), Mustafa Calikoglu (Herr im Rat für die Grüne), Nicole Ulrich (Rosa Strippe e.V.), Sera Massakidi (Bosangani e.V.), Vanessa Du (Vifi e.V.), Wahiba El Khechen (Psychologische Beratungsstelle), Alpha Barry (Guinee-Coop e.V.), Jan Betram (Diakonie), Zoubeyda Khoder (HSME e.V.), Mahommod Alomari (CF-kurdistan e.V.) Dorte Huneke-Hollman (Neu in Deutschland), Ulle Thomas (Ronahi e.V.), Veysi Toku (Eziden Gemeinde e.V.), Mahmud Smo (Magazin Here).

Zur Eröffnung begrüßte Herr Hammer die teilnehmenden Gäste. Im besonders bedankte er sich bei Frau Hajo, Frau Ulrich, Frau Huneke-Hollman, Herrn Yüksel und Herrn Calikoglu und den Vertreter*innen der Migrantenorganisationen und den Geflüchteten.

Im Anschluss an die Begrüßung hat der lokale samo.fa Koordinator Mustafa Birhimeoglu über das Projekt samo.fa berichtet. Besonders hervorgetan hat er die noch unsichtbare und sehr engagierte Arbeit von Migrantenselbstorganisationen und hat ihre Rolle in der Geflüchtetenarbeit gewürdigt. Bei der Beschreibung des samo.fa Projekts hat er die bisherige Zusammenarbeit mit den Migrantenorganisationen dargelegt.

Im zweiten Teil der Tagung konnten sich die Ogranisationen vorstellen. Vor dem Hintergrund „Migrantenselbstorganisationen und ihre Rolle in der Geflüchtetenarbeit“ haben die Vertreter*innen ihre Angebote und Schwerpunkte beschrieben.

Deutlich wurde hierbei, welch großes Spektrum von Migrantenorganisationen in Bochum angeboten wird. Die Angebote beinhalteten Begegnungsorte wie Sprachcafes, Übersetzung, Begleitung und Beratung.

 

Auch die Geflüchteten kamen zu Wort. In Form eines Interviews interessierte die Teilnehmer*innen und Veranstalter wie das Ankommen in Deutschland/Bochum war, wo und durch wen sie Unterstützung erfahren haben.

Eindrucksvoll schilderten sie ihre aktuelle Situation und berichteten, welche große Bedeutung die Migrantenorganisationen bei ihrer Ankunft in Deutschland gespielt haben. In Bochum ging dies weit über eine erste Orientierungshilfe hinaus. Z. B. unterstützten viele der Migrantenorganisationen das Bochumer Protestcamp, mit dem die Geflüchteten auf die desolaten Unterbringungsmöglichkeiten in den Sammelunterkünften aufmerksam machten.

Als dringendste Probleme wurden benannt:

  • Erfolglose Wohnungssuche
  • Fehlende Sprachkurse und Kinderbetreuung
  • Aufenthaltsprobleme
  • Zu wenige und schlechte Dolmetscher beim BAMF

Die zum Abschluss geplante Podiumsdiskussion mit Khonaf Hajo, Serdar Yüksel, Mustafa Calikoglu und Sebastian Hammer wurde kurzerhand in einen Gesprächskreis umgewandelt, um mehr Nähe zu erzeugen. In seinem Eingangsstatement ging Mustafa Calikoglu noch einmal auf die Wohnungssituation ein und betonte, dass es in Bochum kaum noch Sammelunterkünfte gebe und die Stadt viel tue, um ausreichend Wohnraum zu schaffen. Dabei sei es wichtig, dass die Neu Bochumer*innen über das ganze Stadtgebiet verteilt werden. Herr Calikoglu lobte auch die Bemühungen der Stadt Bochum, die geflüchteten Kinder auf alle Schulformen zu verteilen. Herr Hammer gab zu bedenken, dass zwar alle Schulen geflüchtete Kinder aufgenommen haben, jedoch viele diese Kinder mangels richtiger Förderung wieder abgehen mussten.

Nach dem Eingangsstatement von Serdar Yüksel wurde von Tarek Alaows ein Thema angesprochen, dass nun, nachdem die Wohnungssituation sich entspannt hat, viele sehr beschäftigt, nämlich das Thema berufliche Anerkennung bzw. Ausbildung. Hier wurden vor allem Maßnahmen des Jobcenters hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit in Frage gestellt. Betont wurde, dass die Menschen nicht als unbeschriebene Blätter nach Bochum kamen, sondern in ihrem Land bereits einen Beruf ausgeübt haben oder ein Studium begonnen haben und es nicht zu verstehen sei, warum sie hier in Maßnahmen jenseits ihrer Ressourcen und Kompetenzen gesteckt werden. Serdar Yüksel sagte in diesem Kontext ein gemeinsames Treffen mit dem Leiter des Arbeitsamtes zu, um Einzelfälle besprechen zu können.

Arbeitsmarktintegration in Hannover – lokale Dialogkonferenz

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Am 18. September fand die lokale Dialogkonferenz des lokalen Partners MiSO e.V. im Freizeitheim Vahrenwald unter dem Motto „Flüchtlingsarbeit und Hannover 2020“ statt. Gäste wie Gabriele Haferlach vom Jobcenter Hannover diskutierten mit Vertreter*innen verschiedener Migrantenorganisationen und Geflüchteten in großer Runde die Herausforderungen und mögliche Lösungen für die Wohnungssuche und den Zugang zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete in der Stadt.

Mangelberufe und Ausbildungsplätze für Geflüchtete

In Deutschland werden in verschiedenen Arbeitsbereichen Fachkräfte gebraucht, etwa in der Pflege oder als Bäcker. Unattraktive Arbeitszeiten sind nur ein Grund für eine hohe Abbruchquote. Geflüchtete könnten dieses Defizit auf dem Arbeitsmarkt ausgleichen, müssen aber die deutsche Sprache genügend beherrschen, um die Berufsschule zu bestehen, sofern sie überhaupt an einen Ausbildungsvertrag kommen. Eine weitere Herausforderung dabei ist die Unterbringung, die eine zusätzliche Belastung bei der Ausbildung darstellen kann – etwa, wenn der Arbeitsplatz nachts nur schwer zu erreichen ist oder junge Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften wohnen und zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.

Sprache als Schlüssel zur Integration

Trotzdem, so sind sich die Teilnehmenden einig, ist vor allem die Sprache entscheidend für eine gelungene Integration in die Stadtgesellschaft und den Arbeitsmarkt. Helfen dabei können Migrantenorganisationen, die  aufgrund eigener Erfahrung einen besseren Zugang zu Geflüchteten haben. Dr. Peyman Javaher-Haghighi, Vorstand des Dachverbands von MiSO, dem Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. (NEMO), betonte dabei die Rolle des Projekts samo.fa (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit). Das im Jahr 2016 von NEMO ins Leben gerufene Projekt sei eine Ergänzung für die üblichen Akteur*innen in der Flüchtlingsarbeit, um auch Migrantenorganisationen für den Bereich zu öffnen. Erfolge des Projekts in Hannover sind zum Beispiel Rahmenvereinbarungen von MiSO mit der Bäcker-Innung, bis 2020  jährlich 14 Geflüchteten einen Ausbildungsvertrag zu verschaffen.

Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen – Kieler Dialogkonferenz

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Die lokale samo.fa Dialogkonferenz zum Thema „Stimme und Rolle von Migrantenorganisationen“  fand im Rahmen der interkulturellen Wochen der Stadt Kiel in den Räumlichkeiten von „Kiel hilft Flüchtlingen e.V.“ statt. Veranstalter war der lokale Projektpartner Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein. Kooperationspartner waren das Forum für Migrantinnen und Migranten der Landeshauptstadt Kiel, Kiel hilft Flüchtlingen e.V., die Landeshauptstadt Kiel – Amt für Soziale Dienste – Referat für Migration, das nettekieler Ehrenamtsbüro Kiel, die Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V. und die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen (ZBBS).

Mit um die 100 Gäste stieß die Konferenz in der Kieler Bevölkerung auf großen Anklang. Darunter waren viele Aktive mit Migrationshintergrund, geflüchtete Menschen, Politiker*innen, Mitglieder des Flüchtlingsrats Schleswig-Holsteins, Mitglieder verschiedener Migrantenselbstorganisationen, Mitarbeiter*innen des Referats für Migration und Diversität, Vertreter*innen aus dem Sozialministerium in Schleswig-Holstein, Menschen aus der Stadtverwaltung, Mitarbeiter*innen der Wohlfahrtsverbände (AWO, DRK, Caritas) und verschiedener Flüchtlingsunterkünfte sowie Ratsmitglieder der Stadt Kiel.

Aktiv beteiligten sich während der Veranstaltung verschiedene Vertreter_innen von Migrantenselbstorganisationen – wie beispielsweise die syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V., LA Cultura, die Afghanische Gemeinschaft, die Al Djîlâniyy Moschee, die liberale jüdische Gemeinde und natürlich auch die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein – sowie Ehrenamtliche der ZBBS, des Sprachcafés und von samo.fa.

Bei einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung –mit Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU), Serpil Midyatli (Grüne), Gerwin Stöcken (Stadtrat Kiel), Dr. Cebel Küçükkaraca (Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein) und Bashar Kanou (Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V.) kamen alle Akteur*innen ins Gespräch.

Es ging um Vorteile, Handlungsoptionen und Unterstützungsmöglichkeiten von Migrantenorganisationen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement für Geflüchtete. Der Tenor unter den Migrantenorganisationen war, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich besser in die Lage von Geflüchteten hineinversetzen können, oft über kulturelles Wissen und Sprache verfügen, wodurch eine Arbeit auf Augenhöhe eher möglich sei. Auf die Frage, was die Landesregierung unter Unterstützung von Geflüchteten versteht, wies Torsten Geerdts vor allem den Bereich Bildung – insbesondere Sprachkompetenz- und Arbeitsmarktintegration hin.

Bestandsaufnahme zur Flüchtlingsarbeit – Dialogkonferenz in Mönchengladbach

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Die Dialogkonferenz  des lokalen samo.fa Partners in Mönchengladbach fand in den Räumlichkeiten des Bildung-, Kultur- und Integrationsvereins Irfan statt.

Die Referenten der Konferenz waren Herr Hardcastle, der Flüchtlingskoordinator für Mönchengladbach und Herr Meisterling-Riecks, Leiter des Integration Point Mönchengladbach. Beide haben je einen Workshop geleitet. Es waren circa 100  Mitglieder von Migrantenorganisationen, andere gemeinnützige Organisationen (Philippus Akademie, kirchliche Institutionen, etc.), Wohlfahrtsverbände, Vertreter der Kommune, Ehrenamtler und Flüchtlinge anwesend.

Ziel der Veranstaltung waren die Sichtbarkeit, Sensibilisierung, Anerkennung und Akzeptanz der Arbeit von Migrantenorganisationen in Mönchengladbach.

Die Dialogkonferenz hat allen die Möglichkeit gegeben, mit den Kommunalpolitikern, Migrantenorganisationen, anderen gemeinnützigen Organisationen, Wohlfahrtsverbänden, Ehrenamtlern und Flüchtlingen mehr zu kollaborieren.

Der Einsatz der kommunalen Vertreter hat bewiesen, dass die ehrenamtliche Arbeit akzeptiert und anerkannt wird.

Durch den Einsatz seit dem Anfang von samo.fa hat die Stadt einen kontinuierlichen Ansprechpartner für die Migrantenorganisationen gefunden.

Die konkreten Ergebnisse aller Konferenzen wird in Berlin zusammengetragen.

 

Herr Stipanovic, die Linke MG, Herr Hardcastle, Flüchtlingskoordinator MG, Herr Kayaci, Vorstandvorsitzender, Irfan e.V.

Frau Wasserlos-Strunck, Philippus Akademie

Herr Hardcastle, Flüchtlingskoordinator MG und Herr Meisterling-Riecks, Leiter des Integration Points MG, Abteilung des Job Centers.

Miteinander statt übereinander reden – 2. Fachveranstaltung in Dortmund

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Die lokale Dialogkonferenz in Dortmund fand in Form einer Fachveranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam Geflüchtete im Alltag unterstützen“ statt, die die Ergebnisse einer früheren Fachveranstaltung zum Thema wieder aufgriff.

Verschiedene Vertreter*innen aus Migrantenorganisationen trafen auf Akteur*innen aus Dortmund, um sich über die lokale Flüchtlingsarbeit auszutauschen.

So folgten etwa auf  Gesprächsrunden mit der Sozialdezernentin der Stadt Dortmund Birgit Zoerner und weiteren Vertreter*innen  Vorträge von Dr. Kemal Bozay von der FH Dortmund und Tülay Zengingül,  Netzwerkbegleiterin von samo.fa in Nordrhein-Westfalen.

Dazwischen fanden Workshops zu den unterschiedlichen Themenfeldern in der Flüchtlingsarbeit statt, geleitet von Mitgliedern des lokalen samo.fa Partners VMDO e.V., Train Of Hope e.V. und Chancengleich in Europa e.V.

Bei den Diskussionen erklärten die Teilnehmenden ihre Ansätze darüber, was Migrantenorganisationen in der Stadtgesellschaft leisten können und welche Rolle sie in der Flüchtlingsarbeit einnehmen sollen: Als Brückenbauer zwischen den beiden genannten Institutionen können sie zum Beispiel ihre eigene Migrationserfahrung nutzen, um den Alltag von Geflüchteten in Deutschland zu erleichtern.

Expertenrunde zum Themenfeld Integration – Dialogkonferenz in Hoyerswerda

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Am 20. September fand auch in Hoyerswerda die erste samo.fa Dialogkonferenz statt – unter Kooperation mit „Hoyerswerda hilft mit Herz“. Im Jugendclubhaus „OSSI“ trafen sich neben Ehrenamtlich Aktiven, Geflüchteten und lokalen Akteur*innen auch Expert*innen aus den Bereichen Arbeit, Bildung und Wohnen.

Nach einer Vorstellung des Projektes samo.fa und einigen Hintergrundinformationen zur Lage Geflüchteter vor Ort und aktuellen Asylzahlen in Hoyerswerda durch den Bürgermeister, gab es eine kurze Interviewrunde mit vier samo.fa-Ehrenamtlichen, um die praktische Arbeit des Projekts vor Ort vorzustellen. Hierbei sprachen sie über Aktivitäten wie die monatlichen samo.fa-Arbeitstreffen, die Backgruppe oder Wandertage und Ferienaktionen.

Anschließend gab es drei parallel stattfindende Workshops (gruppiert nach den Geflüchteten-Gruppen „Alleinreisende“, „Familien“ und „Jugendliche“). Neben Geflüchteten nahmen an jedem Workshop Lokalakteur*innen und Expert*innen aus den jeweiligen Handlungsfeldern teil. In den ca. 60 Minuten haben die Teilnehmer*innen ihr jeweils dringendstes Problem gemeinsam diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Nichtgelöste Probleme und Forderungen an die Politik werden zur bundesweiten Dialogkonferenz am 17. November nach Berlin getragen.

Wir danken recht herzlich der Stadt Hoyerswerda sowie den Expert*innen des Landratsamtes Bautzen, der LebensRäume Hoyerswerda eG, der Wohnungsgesellschaft GmbH Hoyerswerda, des Jobcenters Landkreis Bautzen, der Agentur für Arbeit Bautzen, der ODS Ostsächsische Dienstleistungs- und Service GmbH, der Sächsischen Bildungsagentur, der 4. Grundschule Hoyerswerda  „Lindenschule “ und der Oberschule „Am Planetarium“. Wir freuen uns sehr, dass ebenso viele weitere lokale Akteur*innen, Ehrenamtliche und Geflüchtete zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

Fotos: Martina Wolf

Gut vernetzt! – Dialogkonferenz in Neuss

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Die lokale Dialogkonferenz beim Partner in Neuss, dem Raum der Kulturen Neuss e.V.​, hat wichtige Akteur*innen der Stadt zusammengebracht, um unter anderem über die Stadtteilarbeit, Bildung, Gesundheit und Arbeit zu diskutieren. Am 8. September konnten alle Teilnehmenden ihre Meinung zur Situation in Neuss kundtun und gemeinsam Lösungsansätze für Herausforderungen sammeln.

Die Dialogkonferenz ist somit ihrem Titel „Gut vernetzt?“ mehr als gerecht geworden und hat einen entscheidenden Beitrag zum offenen Dialog in der Stadtgesellschaft geleistet. Die Ergebnisse dieser übergreifenden Kooperation werden bei der bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin vorgestellt.

Fotos: Melanie Stegemann

Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt: Dialogkonferenz in Waltrop

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Bei der Dialogkonferenz in Waltrop diskutierten Vertreter*innen der Stadt die Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in Waltrop. Zu den Referenten gehörten Akteur*innen aus Politik und Verwaltung, Migrantenorganisationen und ehrenamtlich Aktive. Eine besondere Herausforderung ist immer noch die Arbeitsmarktintegration, eines der zentralen Handlungsfelder des samo.fa Projekts 2017. Aber auch die Bildung, im Speziellen die Sprache, ist ein wichtiger Faktor der Integration und den Zugang zu Arbeit. Gesamtschulleiterin Ulrike Waterkamp etwa betonte in der Diskussion den Zugang von Geflüchteten zu Bildungseinrichtungen.

Die Dialogkonferenzen der 30 lokalen Partner sollen die Erfolge, aber auch Herausforderungen vor Ort sichtbar machen. Die gesammelten Ergebnisse werden zudem am 17. November in Berlin zusammengetragen.

Erfahrungen weitergeben

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14 Ausbildungsverträge in Hannover und erfolgreiche Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg: Erfolge im Handlungsfeld Arbeit beim Projekt samo.fa. 

Sharif und Lesia sind zum bundesweiten Aktionstag des lokalen samo.fa-Partners, dem MiSO-Netzwerk Hannover e.V., gekommen und spielen heute die Hauptrolle. Lesia gibt als Ehrenamtliche beim Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. Deutschkurse, Sharif ist einer ihrer Schüler. Gleichzeitig begleitet sie ihn zu Behörden oder schreibt mit ihm Bewerbungen. Seit vier Jahren lebt Lesia nun in Deutschland, studiert Politikwissenschaften und hilft Geflüchteten bei der Orientierung in dem fremden Land.

„Ich bin selbst die Schritte gegangen, die Geflüchtete jetzt gehen müssen. Es ist gerade am Anfang verdammt schwer“, sagt Lesia. Die 25-Jährige kommt gebürtig aus der Ukraine. Heute sitzt sie im Kulturzentrum Faust in Hannover in der ersten Reihe – direkt neben Sharif, mit dem sie durch die enge Begleitung mittlerweile eine gute Freundschaft verbindet. Sharif kam 2015 über das Mittelmeer nach Deutschland. Zwei Tage war er in einem Schlauchboot unterwegs, bis er seinen langen Weg nach Deutschland fortsetzte.

 

Lesia Brezitzka begleitet als Ehrenamtliche  Sharif Ahmad, der 2015

aus dem Sudan kam. Foto: Kristin Wenzel

Erfahrung des Ankommens und Fremdseins

Aufgrund ihrer eigenen Migrationserfahrung, ihrer Mehrsprachigkeit, ihres interkulturellen Wissens, aber besonders durch ihre Erfahrung des Ankommens und Fremdseins, kann Lesia Geflüchtete ganz anders begleiten als jemand, der diese Erfahrung nicht gemacht hat. „Lesia ist ein Vorbild für mich“, sagt Sharif. „Ich kann mit ihr reden, und merke, dass sie genau versteht, was ich meine. Manchmal bin ich ganz enttäuscht, dass ich nicht schneller Deutsch lerne. Dann berichtet Lesia von ihrer Erfahrung und ich denke, ich schaffe das auch. Und wenn ich so gut Deutsch spreche wie Lesia, werde ich mich auch für Geflüchtete einsetzen und weitergeben, was ich erfahren durfte.“

In 30 Städten und Kreisen in ganz Deutschland sind lokale Partner koordinierend für samo.fa in der Flüchtlingsarbeit tätig. In Hannover wird samo.fa vom MiSO Netzwerk getragen. MiSO ist ein Netzwerk von und für Migrant*innen, das sich für das gleichberechtigte Zusammenleben in der Stadt einsetzt. Der lokal-kommunale Handlungsansatz ist grundlegend für samo.fa – in Hannover und 29 weiteren Städten. Unter den bundesweiten Partnern finden sich neben lokalen Verbünden vor allem migrantische Träger von Kultur- und Bildungsaktivitäten, die sich durch breite Kooperationsbeziehungen auszeichnen. In die Aktivitäten vor Ort sind dabei schon über 300 Migrantenorganisationen einbezogen. Lokale Migrantenorganisationen sind wichtige Partner für gutes Ankommen und die Teilhabe von Geflüchteten. Stärker als Einzelpersonen können sie der erfolgreichen Integration und gleichberechtigten Teilhabe ein notwendiges Gewicht verleihen. Ihre Mitglieder, deren Familien, Verwandte oder die Nachkommen kennen die Erfahrung des Ankommens.

Diese Strukturen und damit verbunden die enge Begleitung durch Lesia haben auch Sharif den Übergang in den Alltag erleichtert. Seit 2015 lebt er in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Sharif floh vor dem Bürgerkrieg im Sudan. In Dafour hat er als Verkäufer und Brückenbauer gearbeitet. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten in Deutschland seit dem Sommer 2015 stark gestiegen. Damit erhöht sich für die Städte und Kreise der Anspruch auf angemessene Unterbringung und die elementare Versorgung und Sicherung des Zugangs zu schulischer Bildung. Hinzu kommen Themen wie Gesundheit und die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Allein das Thema Arbeitsmarktintegration stellt eine besondere Herausforderung für die nächsten Jahre dar.

Rahmenvereinbarungen mit dem Handwerk

Einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden, ist ein großes Thema gerade für Geflüchte. Der Aktionstag, der mindestens einmal im Jahr in Hannover und bei den anderen 29 samo.fa-Partnern stattfindet, beschäftigt sich daher im Mai in Hannover mit diesem Themenfeld. „Wir wollen an diesem Tag einer breiten Öffentlichkeit zeigen, welchen wichtigen Beitrag Menschen mit Migrationsgeschichte spielen“, berichtet Wolfgang Hellwig. Er ist einer der Verantwortlichen für samo.fa in Hannover und hat zum Aktionstag einen großen Erfolg zu verkünden: Mit der Bäcker-Innung Hannover hat er eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen, so dass 14 Flüchtlinge pro Jahr einen Ausbildungsvertrag erhalten können – und das bis zum Jahr 2020. Auch mit der Friseurinnung, mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband oder mit den Altenpflegeverbänden wurden solche Rahmenvereinbarungen geschlossen. „Jetzt haben wir auf einmal viele Ausbildungsplätze und müssen dafür sorgen, dass die Flüchtlinge so gut Deutsch können, dass sie am Ende ihre Prüfung bestehen“, betont er vor großem Publikum.

Dann ist der Moment gekommen, auf den Lesia und Sharif an diesem Tag schon so lange warten: Sharif erhält auf der Bühne durch samo.fa den ersten Ausbildungsvertrag innerhalb des bundesweiten Projekts. Die Übergabe ist einer der Höhepunkte des Aktionstags in Hannover und ein Erfolg für das gesamte Projekt.

 

Sharif Ahmad ist einer der ersten, der am 1. August seine Ausbildung

    als Bäcker beginnt. Foto: Kristin Wenzel

Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg

Auch in Freiburg beginnt für viele Geflüchtete der Alltag mit der Frage nach Möglichkeiten zu studieren, eine Ausbildung zu beginnen oder zu arbeiten. Um Geflüchtete und Unternehmen zusammenzubringen, hat FAIRburg e.V. – der lokale samo.fa Partner in Freiburg – eine Ausbildungs- und Jobbörse ins Leben gerufen. Kleine und große regionale Unternehmen wie der Europapark, Hochschulen und Verbände konnten sich erstmalig Geflüchteten präsentieren und ihnen freie Stellen und Ausbildungsplätze anbieten. Das war Anfang September 2016. 700 Menschen nahmen allein im letzten Jahr an der Jobbörse teil. Es war bisher die größte Veranstaltung im Rahmen des Projekts in Freiburg.

 

Bei der Ausbildungs- und Jobbörse in Freiburg konnten Geflüchtete

   Kontakte mit Vertreter*innen von Unternehmen knüpfen.

Foto: Bülent Gençdemir

 

„Die Idee kam beim wöchentlichen Stadtteilcafé“, erklärt Patricia Aparicio, die lokale samo.fa Koordinatorin von FAIRburg e.V. „Die Ehrenamtlichen und Geflüchteten haben den Bedarf einer Jobbörse geäußert und dann einfach losgelegt. Dass so viele Leute kommen, hatten wir nicht erwartet.“

Im Januar 2018 geht die Ausbildungs- und Jobbörse daher in die zweite Runde, diesmal noch größer. So wie die Jobbörse in Freiburg ein Erfolg für das Projekt ist, ist es in Hannover die Übergabe das ersten Ausbildungsvertrages an Sharif:„Ich freue mich sehr auf meinen ersten Tag als Azubi“, erklärt Sharif, „und die ersten selbst gebacken Brötchen esse ich zusammen mit Lesia.“

Arbeitsmarktintegration: Leicht gesagt, schwer gemacht (Dortmund)

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„Verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zu hören, ist sehr hilfreich“, fasst Johanna Jost, lokale Koordinatorin, das samo.fa Club Treffen zusammen, „dadurch wird aber auch die Komplexität des Themas besonders deutlich.“ Die Diskussion vom 27. März zeigt, wie wichtig und gleichzeitig schwierig die Arbeitsmarktintegration ist.

Unter den 25 Teilnehmern waren VertreterInnen verschiedener Migrantenorganisationen wie zum Beispiel Williams Atweri vom Verein „Begegnung mit Afrika“ und Beate Vogel vom „Train of Hope“. Sie alle trafen sich im Haus der Vielfalt, um über die Arbeit mit Geflüchteten zu sprechen. Außerdem brachte Alex Völkel, der als Journalist bei den Nordstadtbloggern arbeitet, ebenfalls seine Sicht ein.

Viele der Geflüchteten haben in ihren Heimatländern bereits Praxiserfahrung gesammelt, müssen in Deutschland aber wieder bei null anfangen. Die Chance, eine Ausbildung zu bekommen, ist in vielen Bereichen nicht besonders hoch, ein Studium finanziell kaum machbar. Das Interesse für eine Ausbildung zu wecken und gleichzeitig den Zugang zu allen Bereichen des Arbeitsmarkts zu ermöglichen, ist daher entscheidend.

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