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München

Bestandsaufnahme zur Migrations- und Flüchtlingsarbeit bei der lokalen Dialogkonferenz in München

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Bei der Münchner Dialogkonferenz ging es wie bei allen lokalen Konferenzen darum, zu zeigen, wie wichtig Migrantenorganisationen (MOs) in der Arbeit mit Geflüchteten sind. Bei der einen Gesprächsrunde lag der Fokus auf den Rahmenbedingungen der kommunalen Politik und der sich daraus ergebenden Konsequenzen und Perspektiven für das ehrenamtliche Engagement der Migrantenorganisationen. In der zweiten Gesprächsrunde standen Kooperationen zwischen Einrichtungen der Integrationsarbeit und Migrantenorganisationen im Zentrum. Zu Beginn bedankte sich SPD-Stadtrat Cumali Naz in seinem Grußwort für die Idee eine Dialogkonferenz, unterstrich den einmaligen Charakter und sprach über die Notwendigkeit einer solchen Veranstaltung.

Er und Franziska Szoldatits sprachen über den Gesamtplan Integration für Flüchtlinge (GIF) der LH München, der im Herbst noch dem Münchner Stadtrat vorgelegt wird. Hier zeigte Frau Szoldatits (LH München/Sozialreferat/Leitung des GIF) die Interesse für eine engerere Zusammenarbeit mit samo.fa bei der Zusammenstellung des GIF (M4/M7). Klaus Grothe-Bortlik von Selbsthilfezentrum (SHZ) sprach über das Potential von MO als Partner der kommunalen Integrationsarbeit. Er wies auf eine Studie hin, die das SHZ Anfang 2016 durchgeführt hat. Diese Studie zeigt das Potential und Engagement der MOs. Die Ergebnisse der Studie werden auch bei der Veranstaltung „Teilhabe als Menschenrecht“ im Bayerischen Landtag am 9. Dezember 2017 erneut vorgestellt). Ahmad Abbas, Chorleiter des Syrischen Friedenschors, neuerdings Vorsitzender der Syrischen Sozial- und Kulturverein in München e.V. und Mahbuba Maqsoodi von den afghanischen Frauen in München e.V. sprachen über ihr Engagement als migrantische Vertreter*innen.

In den Gesprächen ging es auch um Abschiebung und die Probleme, mit denen Geflüchtete konfrontiert sind. Yosief Embaye von der Eritreischen Union stellte sein Angebot, ein Computer-Kurs auf Tigrinya für Geflüchtete vor. Er erklärte die besondere Erfahrung, dass durch es durch den Kurs gelungen sei, geflüchtete Jugendliche als Lehrkräfte für muttersprachlichen Unterricht in Tigrinya zu gewinnen. Auf diese Weise sind die Geflüchteten nicht nur „Hilfsempfänger“ sondern auch Lehrende. Von den Kindern lernen die Jugendlichen wiederum Deutsch. Nasima Ebrahimi von der afghanischen Initiative „Aryana Schule“ sprach über Empowerment von afghanischen Frauen, die in Afghanistan lebensgefährlich diskriminiert werden, sich aber hier in Deutschland in ihrer Schule z.B. beim Musikunterrichten, Singen und Tanzen frei entfalten können. Juliette Bethancourt von dem Verein Urucungo e.V. stellte das Capoeira-Angebot ihres Vereins vor. Durch Capoeira werden die Geflüchteten gestärkt, fühlen sich gesünder und entfalten mehr Lebensfreude und erhalten Kontakt zu den anderen Vereinsmitgliedern.

Die Ergebnisse der 30 lokalen Dialogkonferenzen werden am 17. November  bei der bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin zusammengetragen.

 

 

Arbeitstreffen in München bei Morgen e.V.

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Heute hatten wir ein sehr produktives Arbeitstreffen bei unserem lokalen Partner Netzwerk Morgen in München. Es ging um die Grundlagen für das Jahr 2017.

Die Sichtbarkeit der Migrantenorganisationen vor Ort zu erhöhen, ist eines der zentralen Ziele. Ab März wird es in München zudem den samo.fa Club geben. Als regelmäßiges Event dient der Club unter anderem dem Erfahrungsaustausch von Ehrenamtlern.

Wir freuen uns auf den Start und sagen für heute: Danke an Friederike und Paulo!

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – München

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MORGEN für Geflüchtete: Mitmachen, Mitgehen, Mitentscheiden

„Am Aktionstag hat zeigt sich die Vielfalt unserer Vereine und ihres Engagements für Teilhabe und Empowerment besonders gezeigt“, freut sich Projektkoordinator, Paulo Cesar dos Santos Conceição. So hat der Verein Üç Beş Kişi e.V., der in Neuaubing ansässig ist, ein abwechslungsreiches Programm für Austausch und Begegnung im Stadtteil auf die Beine gestellt. Ein anderes MORGEN-Mitglied, der neugegründete Verein Integration und Entwicklung e.V., hat einen Workshop zur politischen Partizipation konzipiert. Ziel war es, Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, sich aktiv(er) politisch zu beteiligen. Im Anschluss an den Workshop besuchten alle Interessierten zusammen den Bayerischen Landtag und die Staatskanzlei.

Eingerahmt war der Aktionstag von zwei weiteren Veranstaltungen mit und für Migrantenorganisationen bzw. Geflüchtete: Am 25.11.2016 luden MORGEN e.V., die Förderstelle Bürgerschaftliches Engagement (FÖBE) und das Selbsthilfezentrum zu einem Informationsabend von 18-21 Uhr zu Fördermöglichkeiten für Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit ein. Am 27.11.2016 organisierte die afghanische Aryana-Schule ein Begegnungsfest von 16-20 Uhr für Geflüchtete im Kulturzentrum GOROD.

(Friederike Junker, lokale samo.fa-Koordinatorin, MORGEN – Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen)

Fotos: Angelika Bär

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