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Netzwerk Aktuell

Bundesnetzwerktreffen in Halle: Wie geht die Flüchtlingsarbeit unserer Netzwerke nach samo.fa weiter?

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„Mischt euch ein! Immer!“ So begrüßte Karamba Diaby, Bundestagsabgeordneter aus Halle, die TeilnehmerInnen des Netzwerktreffens am 26. und 27. Oktober in Halle. Er selbst hat „nie darauf gewartet, dass mich einlädt“, erzählte der SPD-Politiker, der gerade seine zweite Legislatur-Periode im Bundestag begonnen hat und sich selbst jahrelang in Migrantenorganisationen engagiert hat. Die Nachfrage nach der Expertise von Migrantinnen habe in der Politik stark zugenommen. „Bringt sie ein, lokal, regional, überregional: Dann werdet ihr auch gehört und habt die Möglichkeit, dieses Land mitzugestalten.“

Dass das Wissen, die Kontakte und Kooperationen auch nach Projektende von samo.fa an den Projektstandorten erhalten bleiben – und damit auch die politische und gesellschaftliche Stimme von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit  präsent bleibt – bestimmte ansonsten die Diskussionen und Workshops beim Bundesnetzwerktreffen. „Es sollen auch in den kommenden Jahren Geflüchtete von den bei samo.fa geschaffenen Angeboten und Strukturen profitieren können“, betonte Ismail Köylüoglu von der samo.fa-Projektleitung. Dafür müssten in den kommenden Monaten neue Kooperationen mit anderen lokalen Akteuren eingegangen werden und die schon bestehenden weiter gepflegt – auch mit Blick darauf, dass es die finanzielle Förderung für samo.fa nicht langfristig geben wird.

Daran arbeiteten die lokalen Koordinatoren in Workshops zu den drei Themenbereichen „Wohnen und Leben im Quartier“, „Gesundheit“ und „Bildung/Ausbildung und Arbeitsmarkt“ – in der ganzen Projektzeit bestimmende Themen in der Flüchtlingsarbeit vor Ort. Welche Themen und Herausforderungen gibt es? Welche Kooperationen haben wir bereits? Und wie können wir sie verfestigen? An diesen Fragen arbeiteten die Teilnehmerinnen intensiv und stellten ihre Ergebnisse anschließend im Plenum vor: Fragezeichen gab es dabei noch immer, aber auch Best Practice Beispiele: Partner vor Ort kooperieren zum Beispiel bereits mit dem Senior Expert Service – einem von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft gefördertem Netzwerk ehrenamtlicher Fachkräfte, die Bildungsarbeit wie Nachhilfe, auch für Berufsschüler in speziellen Berufen anbieten. Auch mit Rahmenvereinbarungen mit Berufsinnungen haben Partner schon Erfahrungen gesammelt.

Es gibt noch viele Herausforderungen in den Handlungsfeldern: Fehlende Therapieplätze für Geflüchtete, die an den Folgen ihrer Erlebnisse im Herkunftsland und auf der Flucht leiden, wenig Verständnis bei Ämter für die daraus entstehende Verhaltensweisen – zum Beispiel. Die vielen Bedarfe, Lösungsmöglichkeiten und Kooperationen aus den Workshops werden auch in die Thementische auf der nahenden Dialogkonferenz, am 17.11. in Berlin, eingebracht. Themen und Zuständige wurden beim Treffen festgelegt. Dr. Wilfried Kruse von der samo.fa-Projektleitung stellte anschließend Konzept, Ablauf und Formate auf der Dialogkonferenz vor, sowie die Vorgaben für die wissenschaftliche Auswertung von samo.fa auf Bundesebene.

Beim Bundesnetzwerktreffen haben die lokalen Koordinator*innen von samo.fa zwei Tage lang Erfahrungen und Wissen ausgetauscht.

Bundestagsabgeordneter Dr. Karamba Diaby erläutert den Koordinator*innen das Leben in Halle (Saale).

Tülay Zengingül, Netzwerkbegleiterin West, leitete den Workshop zum Thema „Arbeitsmarkt und Bildung“.

Maimouna Ouattara von MoveGLOBAl und Elisabeth Beloe, Netzwerkbegleiterin Ost, disktutieren mit den Teilnehmer*innen des Workshops zum Thema „Gesundheit“.

Beim dritten Workshop ging es um „Wohnen und Leben im Quartier“.

Bundesnetzwerktreffen in Nürnberg: Wo steht samo.fa und wohin soll es gehen?

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In ein paar Jahren hat jeder zweite Nürnberger eine Migrationsgeschichte. „Bei einem so großen Anteil von Menschen mit Migrantionsgeschichte ist es wichtig, die Migrantenorganisationen für die Flüchtlingsarbeit vor Ort zu öffnen“, erklärte Jürgen Markwirth, Leiter des Amts für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, beim samo.fa Bundesnetzwerktreffen Ende April. „Lokale Verbünde von Migrantenorganisationen sollen einen wirksamen Beitrag zur gesamtstädtischen Flüchtlingsarbeit leisten“, forderte auch Dr. Ümit Koşan. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes NEMO wies beim Treffen auf die kommenden Herausforderungen in der Arbeit mit Geflüchteten hin. „Nur wenn man die Arbeit der Migrantenorganisationen vor Ort sichtbarer macht, können Verbünde ehrenamtlich Aktive gewinnen, insbesondere für die Arbeit mit Geflüchteten vor Ort “, erklärte Koşan weiter.

Um das Ankommen von Geflüchteten drehte sich auch der Vortrag von Dr. Martin Manzel. Er ist einer von wenigen Anwälten in Deutschland, die sich auf Migrationsrecht spezialisiert haben. Beim Treffen kritisierte er, dass auch gut integrierte Menschen aus Deutschland abgeschoben werden oder Eltern von ihren Kindern getrennt werden sollen. Die wenigsten können sich in diesen Fällen einen Anwalt leisten. „Oft haben Geflüchteten zu wenig Geld oder müssen ihr Geld abgeben, wenn sie in Deutschland ankommen“.

Mit praktischen Beispielen ging es am Nachmittag um die Selbstorganisation von Geflüchteten, erfolgreiches Quartiersmanagement oder die Jobbörse für Geflüchtete, die in Freiburg bereits zum zweiten Mal geplant wurde. „Uns geht es darum eine Brücke zu bauen, um Unternehmen mit Geflüchteten zusammenzubringen und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt so zu erleichtern“, sagt Patricia Aparicio, lokale Koordinatorin des Partners FAIRburg e.V..

Beendet wurde das Treffen mit einer Diskussion von Dr. Wilfried Kruse. Dabei wurden grundsätzliche Fragen aufgeworfen, inwiefern sich das Projekt und die Verbünde nach außen darstellen wollen und wie die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich aussehen muss. Es wurde an diesem Tag gleichzeitig Bilanz gezogen und ein Ausblick in den Raum gestellt: Wo steht das Projekt samo.fa jetzt und wohin soll es in Zukunft gehen?

Die lokale samo.fa Koordinatorin Gülay Aybar-Emonds begrüßt die Partner in der Villa Leon.

Elizabeth Beloe, samo.fa Netzwerkbegleiterin für die Region Nord-Ost.

Die samo.fa Netzwerkbegleiterinnen

Workshop  beim Bundesnetzwerktreffen, moderiert von Beatrix Butto, samo.fa Netzwerkbegleiterin der Region Süd.

Jürgen Markwirth, Leiter des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg und Geschäftsführung Koordinierungsgruppe Integration der Stadt Nürnberg, berichtet über die Rolle der Stadt Nürnberg in der Flüchtlingsarbeit.

Ein weiterer Workshop, moderiert von Eileen Schuldt.

samo.fa Aktionstag in fast 20 Städten: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Am 13. Mai war es soweit: In fast 20 Städten veranstalteten die Partner des Projekts samo.fa zeitgleich einen Aktionstag mit ganz unterschiedlichen Programmen: Von einem interkulturellen Familienfest in Hoyerswerda über einen langen Tisch der Begegnung am Hansaring in Köln bis hin zu einem Open Air Festival im Magdalenengarten in Hildesheim waren die Veranstaltungen sehr unterschiedlich. Sie alle verband jedoch das Motto „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“. Es verweist auf die Schwerpunkte des samo.fa Projekts im Jahr 2017, Geflüchteten die Teilhabe zu Bereichen wie Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Durch die vielen Aktionen am selben Tag wurden diese Vorhaben und das Projekt an die Öffentlichkeit getragen. Außerdem fand ein interkultureller Austausch statt, bei dem die Besucher*innen in den Dialog mit Ehrenämtlern, Migrantenorganisationen und Geflüchteten treten konnten und so neue Kulturen kennen lernten.

Weitere Details und Eindrücke zum Aktionstag gibt es auf der Facebook-Seite von samo.fa. Zudem folgen noch einzelne Berichte der verschiedenen Veranstaltungen in ganz Deutschland.

samo.fa Aktionstag am 13. Mai: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Was verbindet eine eritreische Kaffezeremonie in München, eine Luftballonwolke auf dem Hansaring in Köln und eine interkulturelle Märchenstunde in Halle? Das alles sind Programmpunkte beim samo.fa  Aktionstag am 13. Mai, der in fast 20 Städten stattfindet. Unter dem Motto „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“ werden die teilnehmenden Partner die  Schwerpunkte des samo.fa Projekts in die Öffentlichkeit bringen: Die Teilhabe von Geflüchteten zu Arbeit und Bildung etwa und die Stärkung des Zusammenlebens im Quartier.

Die Programme sind so vielfältig wie die Standorte: Ein Open Air Festival im Magdalenengarten in Hildesheim, eine lange Tafel in Kiel und eine interkulturelle Jamsession in München sind nur Beispiele für die zahlreichen Events an diesem Tag.  Der Aktionstag macht einerseits die gemeinsame Arbeit mit Geflüchteten sichtbar, weist andererseits auch auf die Herausforderungen in der Teilhabe von Geflüchteten hin. Durch die Aktionen fördert dieser Tag in zahlreichen Städten das Gespräch von Geflüchteten, Migrant*innen und ehrenamtlich Aktiven mit Interessierten, kommunalen Vertreter*innen und Anwohnern.

Regionalsitzung WEST

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Am 23.02. fand im VMDO Haus Der Vielfalt in Dortmund die erste Regionalsitzung WEST in 2017 statt. Der Schwerpunkt der Sitzung lag in der Planung und Organisation der Aktivitäten im Rahmen von samo.fa für das Jahr 2017.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in den Handlungsfeldern Unterbringung, Arbeitsmarkt, Bildung und Gesundheit – das sind wichtige gesellschaftliche Bereiche, in denen die Teilhabemöglichkeiten von Geflüchteten gestärkt werden müssen.

Teilgenommen haben die lokalen Koordinatoren/-innen aus den Städten Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Bochum, Neuss, Waltrop und Witten, die sich über ihre regionalen Erfahrungen ausgetauscht haben.

Nach der inhaltlichen Besprechung stand Marcell Steinhoff (BUNDESVERBAND NEMO e.V.) für Fragen rund um die Finanzen in Rahmen von samo.fa zur Verfügung. Nach dem Vortrag über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Dr. Kristin Wenzel (Bundesverband NEMO e.V.) wurde die Sitzung beendet. Die nächste Regionalsitzung WEST wird im Mai stattfinden.

Regionaltreffen SÜD

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Am 9.2.17 fand in der schwäbischen Landeshauptstadt Stuttgart die regionale Netzwerksitzung SÜD statt. Lokale Partner aus Saarbrücken (Haus Afrika e.V.), Freiburg (FAIRburg e. V.), Reutlingen (BiM e. V.), Heilbronn (Amt für Familie, Jugend und Senioren), Nürnberg (Interkultur Büro), Stuttgart Forum der Kulturen Stuttgart e. V. und München (Netzwerk Morgen e.V.) haben gemeinsam Ideen für die nächsten Aktionen in samo.fa entwickelt.

Ganz stark stand dabei die Planung des nächsten bundesweiten samo.fa-Aktionstages am 13.5.17 im Fokus. Weitere Themen waren: „Wie gelingt uns eine gelungene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit?“ (Referentin Frau Dr. Kristin Wenzel vom BUNDESVERBAND NEMO e.V.) und „Was gilt es zu beachten, wenn wir Migrantenvereine finanziell unterstützen?“ (Referent Herr Marcell Steinhoff vom BUNDESVERBAND NEMO e.V.)

Regionaltreffen NORDOST

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Am 7.2.17 fand in Berlin das samo.fa Regionaltreffen Nordost statt. Das Treffen findet viermal im Jahr statt. Zentral für der erste Treffen waren unter anderem Fragen der Öffentlichkeitsarbeit.

Mit dabei waren unsere Partner aus Berlin moveGLOBAL -Migranten orientieren, vernetzen und empowern GLOBAL, aus Kiel Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein Tgs-h, aus Braunschweig Haus der Kulturen Braunschweig e.V., aus Dresden Afropa e.V., aus Halle (Saale) VeMo Halle, aus Hannover MiSO-Netzwerk Hannover e.V., aus Hildesheim Brücke der Kulturen Hildesheim e.V., aus Hoyerswerda RAA, aus Leipzig und Potsdam Projekt samo.fa Leipzig / Potsdam MEPa Verband und aus Lübeck Haus der Kulturen.

Wir sagen: Danke für die konstruktive und ergebnisorientierte Diskussion an Euch alle.

Erstes Bundesnetzwerktreffen 2017 in Dresden

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Erstes Bundesnetzwerktreffen 2017

„In der Straßenbahn setzt man sich nicht neben einen Menschen mit dunkler Hautfarbe, lieber steht man – dann aber drei Meter weit weg.“ Prof. Dr. Hussein Jinah, Vorstand von Afropa e.V. aus Dresden und Vorsitzender des Integrations- und Ausländerbeirats Dresden, berichtet über seine Erfahrungen in Dresden. Er lebt seit über 30 Jahre in der Stadt. Jinah eröffnet das erste samo.fa Bundesnetzwerktreffen in diesem Jahr. Die Wahl des Ortes ist dabei bewusst auf Dresden gefallen, um – in den Worten Jinahs – zu zeigen: „Dresden ist nicht Pegida“.

samo.fa hat in der sächsischen Landeshauptstadt viel bewirkt, berichtet Andreas Hempel, lokaler samo.fa Koordinator. Den Kontakt zu den Geflüchteten weiter auszubauen, ist im zweiten Projektjahr eines seiner Ziele.  Was Hempel dabei immer wieder als unerlässlich in seiner Arbeit hervorhebt, sind die interkulturellen Teams der Migrantenorganisationen.

In Dresden, aber auch in den weiteren 30 Standorten, war 2016 ein gutes Jahr für samo.fa. Das Projekt ist ohne Vorbereitung gestartet und hat in der achtmonatigen Laufzeit viele  Ziele erreicht. Die Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hat das Projekt jetzt um ein weiteres Jahr verlängert. Das bedeutet zugleich, die neuen Ziele zu erreichen.

Die mit diesen Zielen verknüpften Arbeitsschwerpunkte standen im Zentrum des ersten Bundesnetzwerktreffens, zu dem die lokalen Partner aus 31 Städten kamen. Insgesamt gibt es überall vor Ort eine Fülle von Plänen zu Aktivitäten, die in 2017 auf die veränderte Situation bezogen fortgesetzt werden. Im Detail betrifft das die Handlungsfelder: Unterbringung von Geflüchteten, Gesundheitssystem, Bildung und Arbeitsmarkt.

Das Bundesnetzwerktreffen fand in Dresden in der Motorenhalle von riesa efau statt. Ein inspirierender Ort, um das Jahr 2017 zu planen.

Tahera Ameer von der Antonio Amadeu Stiftung spricht über die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland

Eine gut strukturierte Tagesordnung war die Grundlage für einen produktiven Tag in Dresden

Prof. Dr. Hussein Jinah hält die Eröffnungsrede

Patricia Okello von Der Zeitgeist Shareity e.V. aus Ludwigshafen

Mona Al-Masri ist lokale Koordinatorin aus Braunschweig

Ismail Köylüoglu Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO) e.V. stellt das Programm vor und leitet durch den Tag

Neue Netzwerkbegleiterin in der Region West: Tülay Zengingül

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Zentral für samo.fa ist es, nah an den Lebenszusammenhängen der Geflüchteten zu arbeiten. Daher sind wir in 30 Städten und Kreisen in ganz Deutschland mit lokalen Partnern tätig.

Als Netzwerkbegleiterin hat Tülay Zengingül die Region West übernommen. Ihre Aufgabe ist es, die Migrantenorganisationen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Dazu gehört auch die Qualifizierung und Professionalisierung von Ehrenamtlichen.

„Migrantenorganisationen spielen eine sehr wichtige Rolle im Teilhabeprozess von Menschen mit Migrationsgeschichte, einschließlich Geflüchteter. Durch den Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen und das Bundesprojekt samo.fa ist es gelungen, ein bundesweites Netzwerk von aktiven und integrativen Migrantenorganisationen aufzubauen, das sich nach kurzer Zeit bundesweit als auch kommunal – in der Arbeit mit Geflüchteten etabliert hat. Ich bin sehr glücklich darüber, Teil dieses Netzwerks zu sein und die Migrantenorganisationen in der Region WEST begleiten zu dürfen!“

Dokumentation der Veranstaltungen von September bis Dezemer 2016

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Eine schöne Zusammenfassung aller Aktivitäten zwischen September und Dezember bietet die Dokumentation mit vielen Bildern und Texten. Besonders schön zu sehen, ist die Vielfalt des ersten bundesweiten Aktionstages unter dem Motto „Gemeinsam hier“. In 30 Städten haben wir an einem Tag ca. 10000 Menschen erreicht. Das Ziel: Einen Einblick in die vielfältige Arbeit von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit zu ermöglichen.

Von Kiel bis Friedrichshafen fand in jeder Stadt unserer lokalen Partner ein individuelles Programm statt: In Fulda beispielsweise stand der Aktionstag ganz im Zeichen des neuen Bündnisses Mittendrin!, in Nürnberg wurden in einer mobilen Küche auf Rädern und ohne Strom länderspezifische Süßspeisen hergestellt und verteilt, in Bielefeld ließen die Bürgermeisterin, Ehrenamtliche, Migrantinnen, Geflüchtete und Bürgerinnen vor dem Alten Rathaus Luftballons steigen – symbolisch für jeden Bürger der Stadt; an vielen der 30 Orte, wie zum Beispiel in Neuss, Hannover oder Berlin, spielten Orchester, Chöre bestehend aus Geflüchteten und Bürgern  sangen. Wie mannigfaltig die Aktionen aller Städte waren, zeigen unzählige Fotos.

Die Dokumentation bietet nicht nur einen Rückblick auf den Aktionstag, sondern auch auf die Dialogkonferenz und die Auftaktveranstaltung des bundesweiten Aktionstages.

Download Veranstaltungen September bis November

Auftaktveranstaltung: Gemeinsam hier.

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Der Startschuss ist gefallen: Am 25. November fand in Berlin der Auftakt für den bundesweit ersten Aktionstag von samo.fa „Gemeinsam hier“ statt. samo.fa steht für: Stärkung von Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit. Während des Aktionstages gaben Migrantenorganisationen in 30 Städten Einblicke in ihr ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit.

Zum Auftakt kamen neben Honey Deihimi (Referatsleiterin im Arbeitsstab der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung), Dr. Andreas Germershausen (Beauftragter des Senats von Berlin für Integration und Migration) und Susanna Kahlefeld (Mitglied Bündnis 90/Die Grünen in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung) zahlreiche Geflüchtete, Aktive und natürlich sehr viele VertreterInnen aus Migrantenorganisationen.

samo.fa – Förderung auch im Jahr 2017

Die gute Nachricht schickte Honey Deihimi gleich voraus: „Ja, es geht weiter im Jahr 2017.“ Bis zur Auftaktveranstaltung war unklar, ob samo.fa auch im nächsten Jahr durch die Bundesbeauftrage gefördert wird. Mit der Zusage geht es jetzt darum, das Projekt und die Aufgaben zu verstetigen, schließlich – so Deihimi, „heißt Gutes zu meinen noch lange nicht, es auch gut zu machen.“ Das Engagement der Migrantinnen und Migranten in der Flüchtlingsarbeit muss, so führt es auch Dr. Andreas Germershausen aus, muss professionell gestärkt werden. „Professionalisierung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die bisherigen Strukturen zu verstetigen.“

Auf dem Weg zur Verbundwerdung – ein großer Erfolg nach 20 Jahren

Joana Gerdt, lokale samo.fa Koordinatorin aus Düsseldorf, zeigt wie diese Forderung durch samo.fa gelungen ist. Seit kurzer Zeit beginnen sich Migrantenorganisationen in Düsseldorf immer stärker zu vernetzten. Diese Verbundwerdung ist notwendig, um auf kommunaler Ebene sichtbarer zu werden. Das Beispiel Düsseldorf zeigt darüber hinaus, wie wichtig die von Andreas Germershausen geforderte Professionalisierung ist. „Durch samo.fa haben wir Kompetenzen erworben, die einen bisher langen Prozess jetzt enorm beschleunigt haben“, betont Gerdt.

Win-Win-Kooperation zwischen samo.fa und der TU Braunschweig

Ein weiteres Projekt, das neben vielen anderen an diesem Tag vorgestellt wird, stammt von Mona Al-Masri und Adama Logosu-Teko vom Haus der Kulturen aus Braunschweig. Sie sorgen mit ihrem Projekt „Studierende als Mentoren für Geflüchtete“ dafür, dass Kinder von Geflüchteten nachhaltig unterstützt werden. Das Projekt ist eine Win-Win-Kooperation zwischen samo.fa und der TU Braunschweig. Studierende erarbeiten unter professioneller Anleitung Lernkonzepte, um Flüchtlingskinder unter anderem bei den Hausaufgaben zu unterstützen. „Davon profitieren beide, die Kinder und Studierende“, betont Adama Logosu-Teko.

Sichtbarkeit in der Lokalpolitik

Helin Haug vom Forum der Kulturen aus Stuttgart berichtet, dass immer mehr Aktive aus Migrantenorganisationen an wichtigen Veranstaltungen im Stuttgarter Rathaus teilnehmen – der Ort, an dem mittel- und langfristig über die Flüchtlingsarbeit entschieden wird. Damit wurde eine wirksame Plattform geschaffen, sich inhaltlich auszutauschen und untereinander zu vernetzen. Wie sehr über Stuttgart hinaus migrantisches Engagement bereits auf kommunaler Ebene eingebunden ist, zeigen die bundesweiten Programme des Aktionstages: Gemeinsam hier. An vielen Orten sind die Bürgermeister der Stadt, Integrationsbeauftragte oder Bundestagsabgeordnete zu Besuch, um in einen Dialog mit den Migrantenorganisationen zu treten.

Bewegende Kurzfilme als Ausdruck des Ankommens

Hanif Anwari, ein Junge aus Afghanistan, kam, wie viele andere auch, unbegleitet nach Deutschland. Während der Auftaktveranstaltung stellt er ein Filmprojekt vor, in dem sich unbegleitete Jugendlichen dem Thema Entwurzelung widmen. In den Kurzfilmen haben die Jugendlichen ihre Fluchterfahrungen, die Ankunft in einem neuen Land aber auch den Abschied aus der alten Heimat verarbeitet. Die bewegenden Kurzfilme feierten im Rahmen des bundesweiten Aktionstages  ihre Premiere.

Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig das Engagement ist. Ein Fazit, das Elizabeth Beloe von moveGlobal e.V., dem Berliner Partner, daher ganz sicher auch für den bundesweiten Aktionstag (vor-) formuliert hat: „Gut gemeint, ist auch gut gemacht.“

Joana Gerdt, samo.fa Koordinatorin, und Beatrix Butto, samo.fa Netzwerkbegleiterin (v.l.n.r.) berichten aus ihrem Alltag vor Ort. (Foto: Emmanuel K. Agbelessessy)

Hanif Anwari erzählt in Kurzfilmen nicht ganz ohne Ironie von seinem neu-en Leben in Berlin. (Foto: Emmanuel K. Agbelessessy)

Honey Deihimi im Gespräch mit Dr. Ümit Kosan. Sie würdigt den bisherigen Erfolg von samo.fa – fordert aber zugleich eine Verstetigung der Strukturen. Foto: Emmanuel K. Agbelessessy

Hamdi Berdid aus Neuss beschreibt die Highlights des bundesweiten Aktionstages in seiner Stadt. Im Hintergrund Ismail Köylüoglu ­– NeMO-Geschäftsleitung – dem Verbund von Migrantenorganisationen und Träger von samo.fa. (Foto: Emmanuel K. Agbelessessy)

Bundesweiter Aktionstag, 26. November 16

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Der Aktionstag als Werkstatt! Ob Diskussion, Film oder Erkundung, ob Essen, Tanzen oder Schwimmen – gezeigt wird, warum es geht: Für viele Geflüchtete hat  der Alltag begonnen und damit die Sorge um Wohnen, KiTa und Schule,  Arbeit, Gesundheitsversorgung aber auch Sicherheit vor Übergriffen.

Unter dem Motto „Gemeinsam hier“ verfolgt der Aktionstag das Ziel, dem zivilgesellschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in der Flüchtlingsarbeit deutlich mehr Gewicht zu verleihen. Migrantinnen und Migranten, die sich ehrenamtlich engagieren, bringen ihre eigenen Erfahrungen ein. Auch sie oder ihre Verwandten und Freunde waren einmal Neuankommende und mussten sich zurechtfinden. Es geht um Wissen, Informationen und Orientierungen, aber es geht auch um Solidarität und um das Beispiel für ein gelungenes Ankommen. Also: Gemeinsam hier.

 

Bericht über die Dialogkonferenz

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Mehr als 150 Aktive auf der ersten Dialogkonferenz von samo.fa

Ümit Koşan, Vorsitzender des NeMO-Verbunds, eröffnete die Dialagkonferenz am 16.September 2016 im Berliner Ramada-Hotel mit einer bemerkenswerten Zwischenbilanz: in den nur fünf Monaten der bisherigen Laufzeit wurden an bundesweit 30 Standorten von samo.fa bereits zahlreiche Impulse für die lokale Flüchtlingsarbeit gesetzt, viele unter Beteiligung von Geflüchteten. Das Besondere an samo.fa ist dabei: Es geht um die Stärkung der Beiträge von Aktiven mit Migrationsgeschichte und von Migrantenorganisationen, und: Träger von samo.fa sind lokale migrantische Organisationen und Initiativen aus einem breiten Spektrum von Herkünften. Sie und ihre lokalen Partner waren auf dieser Dialogkonferenz in großer Zahl vertreten und machten sie bunt und vielfältig.

Honey Deihimi vom Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die das Vorhaben fördert, unterstrich in ihrem Grußwort, wie wichtig es sei, dass Migrantinnen und Migranten, die schon seit Langem zu Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes geworden sein, ihre Erfahrungen und Kompetenzen für das gute Ankommen und die Integration den neu Angekommenen zur Verfügung stellen.

Im ersten Hauptteil der Konferenz wurde unter der Überschrift „Worum es geht“ vor allem dieser Aspekt noch einmal aufgenommen, und zwar sowohl von Prof. Dr. Karin Weiss als auch von Dr. Anwar Hadead. Während Karin Weiss sich auf ein kritisches Nachdenken über die Rolle von Migrantenorganisationen in unserer Gesellschaft konzentrierte, die sie immer noch nicht als ausreichend gefestigt und zugleich als zu wenig „modernisiert“ einschätzt, stellte Anwar Hadead, der selbst aus der niedersächsischen Flüchtlingsarbeit kommt, den selbstbewussten Erfahrungstransfer als besonderen Beitrag von Aktiven mit Migrationsgeschichte in der Arbeit mit Geflüchteten heraus. Migrantenorganisationen seien ein wichtiger Ort, an dem sich die Erfahrungen einzelner bündeln, und – vor diesem Hintergrund – auch die gesellschaftliche Teilhabe „auf gleicher Augenhöhe“ eingefordert werden könne. Es gehe also nicht nur um Erinnerung, sondern auch um das „Hier und Heute“ und um die Zukunft.

Vorher hatten zunächst Gjoni Kastriot vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit Zahlen zur aktuellen Flüchtlingslage und zum Kursangebot des BAMF zum „Faktencheck“ beigetragen und dann Tahera Ameer von der Amadeu-Antonio-Stiftung, die auf die eklatant hohe und steigende Zahl von gewaltsamen Übergriffen auf Flüchtlinge und Unterkünfte hinwies. Im anschließenden Gespräch zwischen Ümit Koşan und Harald Löhlein, dem Fachreferenenten für Flüchtlingshilfe im Paritätischen Gesamtverband, wurde herausgestellt, dass gerade diejenigen Migrantenorganisationen „neuen Typs“, die ihre Hauptaufhabe in der Mitgestaltung der hiesigen Verhältnisse sehen, deren Stimme stärker werden und sie mehr gehört werden muss.

Nachdem diese verschiedenen Beiträge den Rahmen, in dem sich das Engagement der Aktiven mit Migrationsgeschichte in der Flüchtlingsarbeit bewegt, skizziert hatten, ging es in den vier Foren nun um eine Zwischenbilanz der bisherigen Arbeit „vor Ort“, wobei die Überschriften der Foren den Schwerpunkten der Arbeit von samo.fa folgten: Unterstützung für Aktive, Aktive und ihre Arbeit mit Geflüchteten, Zusammenarbeit von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit und Zur Rolle von Migrantenorganisationen in der kommunalen Flüchtlingsarbeit. Jeweils zwei Praxisberichte wurden vorgestellt und gemeinsam erörtert, ergänzt – dies eine Besonderheit der Tagung – um die Kommentare von „Kritischen Freunden/Kritischen Freundinnen“, also von ExpertInnen aus dem Umfeld der samo.fa – Arbeit.
Eine kurze Auswertungsrunde im Plenum im Anschluss an die Foren zeigte: Bei Start von samo.fa im Frühjahr 2016 war die Flüchtlingsarbeit lokal nahezu überall etabliert, allerdings zumeist ohne eine systematische Beteiligung von Aktiven mit Migrationsgeschichte und von Migrantenorganisationen. Der Impuls von samo.fa, diese stärker in die Flüchtlingsarbeit einzubringen und sie hierfür zu stärken, fand durchweg ein positives Echo. Gerade jetzt, beim Übergang zum Alltagsmodus der Flüchtlingsarbeit, steigt der Bedarf an Unterstützung durch Menschen, die eigene Migrations- und Fluchterfahrungen haben. Die Vielzahl der Aktivitäten, die in der kurzen Zeit entwickelt werden konnten und „angenommen“ wurden, zeigt das ebenfalls.

In einer abschließenden Gesprächsrunde wurde diese Bedarfslage ausdrücklich bestätigt: Flüchtlingsarbeit ist Daueraufgabe. Dr. Andrea Hanke, Braunschweigs Sozialdezernentin, und Petra Schneutzer, Integrationsbeauftragte der Stadt Halle (Saale) berichteten von diesem Übergang auf den „Alltagsmodus“, insbesondere, was die Unterbringungsformen betrifft, betonten aber auch, dass nun die Aufgaben von wirksamer Integration und Teilhabe in den Vordergrund treten: Teilhabe an Bildung und Arbeitsmarkt werden zu den aktuellen großen Herausforderungen. Beide hoben die enge Zusammenarbeit mit den vor Ort aktiven Migrantenorganisationen hervor; an beiden Orten engagieren sich Verbünde, die zu NeMO gehören. Dr. Peyman Javahar-Haghighi vom MISO-Verbund Hannover berichtet ebenfalls von einem wachsenden städtischen Interesse am Beitrag von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit, hebt allerdings auch kritisch hervor, dass diese Zusammenarbeit noch keine verlässliche „institutionelle“ Form gefunden habe. Jörg Freese, Beigeordneter des Deutschen Landkreistages, brachte die „Fläche“ ins Spiel, d.h. die großen, eher ländlich oder kleinstädtisch geprägten Regionen, was für die Flüchtlingsarbeit in nahezu jeder Hinsicht besondere Anforderungen stelle. Auch sei die Präsenz von Migrationsorganisationen „in der Fläche“ in der Regel weniger ausgeprägt. Er unterstrich, dass eine wirksame kommunale Integrationsarbeit in hohem Maße auch von rechtlichen und vor allem auch finanziellen Rahmenbedingungen abhänge, die ihnen von Land und Bund eingeräumt werden.

Aus der Sicht der Metropole Berlin, die zugleich Bundesland ist, nahm der Integrationsbeauftragte des Berliner Senats, Andreas Germershausen, Stellung. Er hob hervor, dass es bereits an lange und produktive Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen in der Integrationsarbeit gäbe, insbesondere mit jenen, die eine fachliche Professionalität herausgebildet hätten. Der von samo.fa verfolgte Ansatz, vermittels von Verbünden von Migrantenorganisationen einen differenzierten und kontinuierlichen Beitrag zur Flüchtlingsarbeit zu leisten, sei neuartig und sehr interessant; die wichtige Frage sei, wie dies mit bestehenden und in Entwicklung begriffenen Programmen zur Integration und Teilhabe von Geflüchteten verknüpft werden könne. Die Gesprächsrunde wurde zwischenzeitlich durch Fragen und Statements aus dem Plenum angeregt und erweitert.

Alle an samo.fa direkt beteiligten AkteurInnen nahmen jedenfalls am Ende aus den Ausführungen der Referentinnen und Referenten, den Hinweisen der „Kritischen Freundinnen und Freunde“ und der Gesprächsrunden eine wichtige Botschaft mit: Weitermachen!

Dialogkonferenz „Migrantenorganisationen und Flüchtlingsarbeit“ in Berlin

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am 16. September 10:00 – 16:00 Uhr

Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – dies ist die Aufgabe des Vorhabens samo.fa, das vom Bundesverband NEMO durchgeführt und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge gefördert wird.

Seit dem Frühjahr 2016 arbeiten Partner vor Ort in 30 Städten in Deutschland gemeinsam an der Aufgabe, Erfahrungen, Fähigkeiten und Engagement von Menschen mit eigener Migrationsgeschichte in die lokalen Netzwerke der Arbeit mit Geflüchteten einzubringen. Für das gute Ankommen von Geflüchteten und für ihre Teilhabe sind Migrantenorganisationen wichtige Partner.

In der 1. samo.fa Dialogkonferenz sollen Ansätze, Erfahrungen und erste Ergebnisse aus samo.fa vorgestellt und erörtert werden. Dafür sind vor allem vier Foren entlang der Arbeitsschwerpunkte von samo.fa geplant:

  1. Unterstützung für Aktive,
  2. Aktive und ihre Arbeit mit Geflüchteten,
  3. Zusammenarbeit zwischen Migrantenorganisationen und
  4. zur Rolle von Migrantenorganisationen in der kommunalen Flüchtlingsarbeit.

Eingeleitet wird die Dialogkonferenz mit Inputs „Worum es geht“; in einer Gesprächsrunde am Ende soll es unter der Überschrift „Integration, Teilhabe, Mitbürgerschaft: Flüchtlingsarbeit als Daueraufgabe?“ um Zwischenbilanz und Ausblick gehen.

Eine abschließende Gesprächsrunde, also am Nachmittag des 16.September, soll dann VertreterInnen aus Politik, Verbänden und Migrantenorganisationen unter der Frage zusammen bringen: „Integration, Teilhabe, Mitbürgerschaft: Flüchtlingsarbeit als Daueraufgabe?“

Migrantenorganisationen und Flüchtlingsarbeit

Eine Dialogkonferenz von samo.fa
Am 16. September 2016 in RAMADA Hotel Berlin-Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Straße 32, 10178 Berlin

Programm:

10.00 Uhr – 10.30 Uhr
Teil 1: Willkommen, Grußworte und Einleitung

10.30 Uhr – 11.30 Uhr
Teil 2: Worum es geht – zwei Beiträge

  • Ankommen und Teilhaben: Zur Lebenssituation Geflüchteter heute und morgen
  • Einwanderungsgeschichte als Ressource: Was können Aktive aus Migrantenorganisationen beitragen?

11.45 Uhr – 13.15 Uhr
Teil 3: Aktive aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – eine Zwischensichtung
Vier parallele Foren und eine Zusammenschau der Ergebnisse

  • Forum 1: Unterstützung für Aktive
  • Forum 2: Aktive und ihre Arbeit mit Geflüchteten
  • Forum 3: Zusammenarbeit von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit
  • Forum 4: Zur Rolle von Migrantenorganisationen in der kommunalen Flüchtlingsarbeit

Mittagspause
14.00 Uhr – 14.30 Uhr

Gute Arbeitsergebnisse in Köln

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Köln – Augenhöhe, Arbeitskreise und Anlaufstellen waren zentrale Begriffe auf der samo.fa Bundesnetzwerksitzung am 18. und 19. Juni in Köln. Es war heiß, was jedoch Stimmung oder die Diskussionen nicht beeinträchtigte. Anna Kass und Kemal Sovuksu vom Gastgeberverein Solibund e.V. aus Köln hatten den Tagungsort an der Ohmstrasse in Porz für die gesprächsintensiven Aufgabenstellungen gut vorbereitet.

Akzeptanz
Akzeptanz auf Augenhöhe erwies sich in den vier Arbeitskreisen der Netzwerker als zentraler Bestandteil erfolgreicher Flüchtlingsarbeit. Erfolgreich eben nur, wenn es gelingt, mit den großen Wohlfahrtsverbänden als gleichberechtigter Integrator am Tisch zu sitzen. Lokale Arbeitskreise wurden als Instrument ausgemacht, diese Gleichstellung zu befördern. Der Ehrenamtliche mit Migrationsgeschichte hat noch im Kopf, was die Lebensverlagerung der Familie in ein anderes Land bedeutet. Diese Erfahrungen schaffen empathische Nähe, die überhaupt erst Voraussetzung für das Miteinander ist. So wahrgenommen kann auch der Geflüchtete erhobenen Hauptes die neue Welt erkunden.

samo.fa Club
Für das Kennenlernen der Umgebung verdichtete sich die Erkenntnis, dass feste Anlaufstellen Orientierungspunkte bieten. Die Etablierung solcher samo.fa-Clubs, wie Dr. Wilfried Kruse sie bei seinem Resümee am Nachmittag nannte, vereinen viele erwünschte Effekte. Orientierungshilfe für Flüchtlinge ist ein Aspekt, daneben steht der Club auch als Anlaufstelle für die verschiedenen Organisationen vor Ort, etablierte Wohlfahrtsverbände wie unterschiedliche Migrantenorganisationen. Das Gespräch braucht Platz, örtlich wie zeitlich.

Die detaillierten Ergebnisse aus den Arbeitskreisen werden derzeit in Ergebnisprotokollen zusammengefasst und sind zeitnah verfügbar. Nachfolgende Galerie gewährt einen Blick auf Ambiente und Anwesende bei der samo.fa Bundesnetzwerksitzung.

Partner vor Ort    III