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Geflüchtete: Neuer Alltag

Gesund bleiben in der neuen Heimat: SMART Fit gewinnt Ehrenamtspreis der FreiwilligenAgentur Dortmund

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Der Verein kamerunischer Ingenieure und Informatiker gewinnt den Ehrenamtspreis der Freiwilligen Agentur Dortmund mit interkulturellem Fitness-Projekt: Ehrenamtliche Trainer aus verschiedenen Herkunftsländern beraten zu Risiken und Nebenwirkungen von Lebensmitteln in Deutschland und bringen neue und langjährige Dortmunder mit Zirkeltraining ins Schwitzen.

Am 12. September verlieh der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Rathaus den Preis „Engagement anerkennen 2017“ der FreiwilligenAgentur Dortmund für ihr Projekt SMART Fit an die Vertreterinnen und Vertreter des Vereins kamerunischer Ingenieure und Informatiker (VKII), einem Mitglied beim Projektpartner VMDO e.V. in Dortmund.

SMART Fit will durch individuelle Sportprogramme Geflüchtete beim Ankommen in der neuen Heimatstadt unterstützen und so vor Gesundheitsschäden schützen. Daher beraten die Trainer die Teilnehmenden auch zu gesunder Ernährung. „In manchen Ländern wie zum Beispiel in Kamerun gilt Übergewicht als Zeichen von Wohlstand. Kombiniert mit dem für sie neuartigen Lebensmittelangebot in Deutschland kann das Neuzugewanderte schnell krank machen“, sagt Armel Djine, Vorsitzender des VKII und lokaler Koordinator bei samo.fa in Dortmund. 

SMART Fit richtet sich insbesondere – aber nicht ausschließlich – an Geflüchtete: Auch bereits in Deutschland Angekommene und hier Geborene sind eingeladen. „Es schließt niemanden aus“, betont Djine. Denn: Es geht bei SMART Fit auch um Integration und Zusammenwachsen in der Dortmunder Stadtgesellschaft – durch und mit Sport: Mehrmals wöchentlich treffen sich Menschen aus Syrien, Kamerun, Deutschland, Spanien oder Russland in und trainieren unter Anleitung ehrenamtlicher Trainer.

Mehr Informationen zu SMART Fit und der Preisverleihung finden Sie unter: http://www.vkii-ruhrbezirk.de/smart-fit/ und in der Pressemitteilung.

Die Preisträger mit VKII mit OB Ullrich Sierau (Mitte), links daneben Chanda Pathak, rechts daneben Thierry Monthé, die Initiiatoren des Projekts und Trainer im Projekt Foto: Alexander Völkel

Vielfalt leben in der Kulturwerkstatt Grüne Villa

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In der Grünen Villa in Halle-Neustadt zeigte sich am 12. August die kulturelle Vielfalt des Stadtteils. Das Projekt samo.fa hatte gemeinsam mit dem Aktionstheater Halle e.V. und dem Projekt House of Resources beim lokalen Partner VeMo e.V. zum interkulturellen Nachbarschaftsfest geladen.

Neben Kuchen und anderen Snacks aus Syrien, Ägypten, Armenien und Nigeria bildete auch das Programm des Fests die Vielfältigkeit der Nachbarschaft ab. So konnten die jüngeren Besucher selbst Lollis herstellen, töpfern und Beutel bedrucken. Außerdem konnten sie beim Mitmachzirkus jonglieren, balancierem und Jojo spielen oder beim Break-Dance-Workshop zu Hip-Hop-Beats tanzen.

Mehr Infos zur Kulturwerkstatt Grüne Villa gibt es hier.

Gründung eines Dachverbands in Nürnberg

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Auch bei lokalen samo.fa Partner in Nürnberg entstehen bei aktiven samo.fa-Vereinen erste Überlegungen zur Gründung eines Verbundes von Migrantenorganisationen.

Dr. Ümit Koşan, der erste Vorsitzende des Bundesverbands Netzwerke von Migrantenorganisationen, erklärte bei einem Treffen am 26. Juli in Nürnberg, worauf es ankommt und welche bedeutende Rolle solch einem Verbund zukommt. Als Mitgründer des Bundesverbands kann er seine eigenen Erfahrungen zur Verbundwerdung beim Projektpartner einbringen.

 

Ein neuer Ort der Begegnung in Düsseldorf

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Der lokale samo.fa Partner Düsseldorf, Kin-Top e.V. feierte am 6. Juli Richtfest: Der Verein zieht in den neu sanierten Salon der Kulturen, eine Begegnungsstätte an der Fritz-Erler-Straße 14. Der neue Standort soll ein Ort der Begegnung werden, wo alle Menschen, insbesondere Familien mit Migrationshintergrund und Geflüchtete, am interkulturellen Leben im Stadtteil teilnehmen und sich einbringen können. Der Salon der Kulturen wurde durch die LEG Wohnen NRW mehrere Jahre an Kin-Top e.V. überlassen, deren eigenes Team zusammen mit Ehrenamtlichen die Räume von Grund auf saniert hat.

samo.fa Aktionstag in Bielefeld: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Der samo.fa Aktionstag fand am 13. Mai statt. In Bielefeld veranstaltete der Interkulturelle Elternverein e.V. in Kooperation mit der Fachstelle für Flüchtlinge der Stadt Bielefeld einen Aktionstag für BürgerInnen und Geflüchtete unter dem Motto „Gemeinsam hier: Zusammenleben in Vielfalt“.

Um 14:00 Uhr wurden die Gäste von Ingo Nürnberger, Sozialdezernent der Stadt Bielefeld, und Cemalettin Özer, Vorstandsmitglied des Interkulturellen Elternvereins e.V., begrüßt. Unter dem Motto „Gemeinsam hier: Zusammenleben in Vielfalt“ fokussierte der Aktionstag ein solidarisches Miteinander und Zusammenleben in kultureller Vielfalt in Bielefeld. Als Ansprechpersonen waren u.a.

Geribo Feremez (samo.fa Ehrenamtlicher, Kaniya Sipî e.V.), Fadumo Hassan Hiliye (Somalische Integration e.V.), Hama Latif (samo.fa Ehrenamtlicher, Kurdische Kultur), Meral Şahin (samo.fa Ehrenamtliche, Alevitische Kulturgemeinde Bielefeld und Umgebung e.V.), Ali Sedo Rasho (samo.fa Ehrenamtlicher, Deustch-Ezidische Freundschaft e.V.) vor Ort. Nur mit Hilfe zahlreicher Freiwilliger konnte das Begegnungsfest erfolgreich durchgeführt werden. Wir danken insbesondere: Angela Carpio, Angela Carpio, Mina Dizaj, Bita Djabbarzadeh Dizadj, Mohammad Reza Jabbarzadeh Dizaj, Kani Karim, Hana Latif, Marieme Nidir, Valentina Ohara, Pedro Velásquez. Der Aktionstag war mit etwa 150 Personen bestehend aus Geflüchteten, Ehrenamtlichen aus verschiedenen Migrantenorganisationen, kommunalen VertreterInnen, Akteuren der Geflüchtetenhilfe, sowie NachbarInnen und interessierten BürgerInnen sehr gut besucht. Die BesucherInnen wurden durch das samo.fa Team (Cynthia Krell, Carla Oberschelp) und die anwesenden samo.fa Ehrenamtlichen mehrsprachig begrüßt.

Nach der Eröffnung fand von 14:30 bis 18:30 Uhr ein buntes und umfangreiches Mitmach-Programm für Jung und Alt mit Unterstützung Bielefeld United (Frau Leifert und Herr Kleinbaum), Spielen mit Kindern e.V., Kanal 21 (Frau Gerschkovisch und Team), Jobcenter Arbeitplus Bielefeld Zuwanderungsteam (Herr Neumann), REGE mbH (Herr Großpietsch und Herr Sever), AWO-Sprachcafé (Frau David und Frau Vlachou) sowie Akteure der Geflüchtetenhilfe (Leif Pollex , Stadtteilkoordinator) statt. Ein besonderes Highlight waren die musikalischen Darbietungen aufgeführt von Geflüchteten und MigrantInnen. Die erste Gruppe begeisterte mit traditionellen und modernen Liedern vorgetragen von der kurdischen Sängerin Ronahi Seid, die von den virtuosen Saz-Spielern Hasan Serbaz und Nazdar Garibo begleitet wurde. Animiert durch die Musik führten zahlreiche Gäste Hand-in-Hand einen Halay auf. Genauso viel Applaus erhielten Hama Latif und seine Musikgruppe, die mit ihren afrikanischen Trommeln-Rhythmen und Gesängen begeisterten. Nicht zuletzt konnten bei internationalen Speisen aus dem Senegal und Irak zahlreiche Gespräche geführt werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Speisen und Getränke wurden der Flüchtlingsunterkunft gespendet. Der Bielefelder Aktionstag wirkte auch integrationspolitisch und offenbarte im Kleinen, dass ein interkultureller Dialog für ein gelungenes Zusammenleben in kultureller Vielfalt in Bielefeld unabdingbar ist.

Fotos: Felix Hüffelmann

samo.fa Aktionstag in Kiel: „Gemeinsam hier! Teilhabe jetzt!“

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Am Samstag, den 13. Mai, fand der samo.fa Aktionstag auch in der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein statt. Das Motto der Veranstaltung war „Wissen und Erfahrungen teilen: Aktive mit Migrationshintergrund in der Kieler Flüchtlingsarbeit“. Ziel war es, das Engagement von Migrantinnen und Migranten in Flüchtlingsarbeit zu zeigen. Ferner sollte ein gegenseitiges Kennenlernen und ein wechselseitiger Austausch ermöglicht werden. Mit über 80 Teilnehmer*innen stieß die Veranstaltung auf sehr große Resonanz und war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Vor diesem Publikum stellten zunächst verschiedene Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund bzw. aus Migrantenorganisationen ihre Aktivitäten vor. So gab es eine Ausstellungsfläche, wo beispielsweise verschiedene Mal- und Bastelarbeiten von Geflüchteten ausgestellt wurden. Ferner präsentierten insgesamt 11 Engagierte ihre Projekte auf lebendige Art und Weise. Sie erzählten von ihren vielfältigen Angeboten, die sie mit Bildern und kleineren Videos anschaulich untermalten. Überdies gab es eine musikalische Einlage von einem ehrenamtlichen Gitarrenprojekt.

Im Anschluss fand ein Gesprächskreis statt, wo die Freiwilligen von ihren persönlichen Erfahrungen, ihrem Wissen, aber auch den Herausforderungen in der alltäglichen ehrenamtlichen Arbeit erzählten. Schließlich wurde das Buffet eröffnet, das im Vorfeld von Freiwilligen zubereitet wurde. Während des gemeinsamen Essens gab es ein musikalisches Rahmenprogramm von verschiedenen Künstlern. Von bulgarischer Musik über Beat-Box bis hinzu klassischer Gitarre reichte das Repertoire. An dieser Stelle gilt der Dank allen ehrenamtlichen Aktiven, allen Helferinnen und Helfern sowie insbesondere den Kooperationspartnern (Jüdische Gemeinde in Kiel; kulturgrenzenlos e.V., Sprachcafé, Syrische Gemeinde in Kiel und Umgebung e.V., Vinetazentrum), ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.

Buntes Grillen im Bochumer Westpark

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Wenn die wärmeren Jahreszeiten vor der Tür stehen, geht auch das gemeinsame Grillen im Park wieder los: Jeder bringt sein Lieblingsessen mit, der Grill wird angeheizt und die Picknickdecke ausgebreitet. Warum sollte man dieses familiäre Miteinander nicht dafür nutzen, um über seinen kulturellen Tellerrand hinaus zu schauen? Genau das dachte sich Agir Mustafa Birhîmeoglu vom Verein Interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe – Migrationsarbeit (IFAK e.V.). Als lokaler Koordinator des samo.fa Projekts in Bochum hat er ein interkulturelles Picknick im Bochumer Westpark organisiert. Sein Ziel: die Ehrenämtler in Bochum noch stärker vernetzen.

Früher haben Stahlarbeiter am Westpark mit Kohle Stahl verarbeitet. Jetzt wird dort Kohle zum Grillen benutzt. Über 100 Menschen aus den verschiedensten Kulturen trafen sich zum ersten Grillfest in diesem Jahr. Ob aus Syrien, dem Irak, dem Balkan oder Afrika – viele Kulturen fanden sich an diesem Nachmittag für das gemeinsame Picknick zusammen. Neben den Ehrenamtlichen schlossen sich viele Geflüchtete und Interessierte der bunten Gruppe an.  Viel Austausch gab es im Gespräch und kulinarisch. So wurde zum Beispiel das Grillgut nach den traditionellen Rezepten der Herkunftsländer ausgewählt und mit entsprechenden Gewürzen zubereitet. Die Gäste haben so nicht nur im Dialog mit Geflüchteten neue Kulturen kennengelernt, sondern auch durch das gemeinsame Essen.

Agir Mustafa Birhîmeoglu ist mit dem Tag sehr zufrieden: „Es war für alle etwas dabei. Auch einige Besucher des Parks wurden neugierig und haben sich uns angeschlossen.“ Das Picknick war übrigens erst der Auftakt der geplanten Veranstaltungen in Bochum. Zusammen mit samo.fa will er noch häufiger zum Picknick der Kulturen einladen. Aber nicht nur das, er plant überdies eine interkulturelle Woche mit ortsansässigen Künstlern.

Fotos: Sven Luttmann

Vielfalt sichtbar machen: Ausstellung „Neue Wurzeln“ in Hannover

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Die Ausstellung „Neue Wurzeln“ beschäftigt sich mit Flucht und Ankommen

Denkt man hierzulande an Geflüchtete, fallen den meisten wahrscheinlich zuerst die vielen tausend Menschen ein, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind. Hinter jedem von ihnen stehen eine eigene Geschichte und persönliche Gründe, die alte Heimat aufzugeben und sich eine neue zu suchen.

Die Ausstellung „Neue Wurzeln“ in Hannover will genau diese Vielfalt sichtbar machen. 29 Menschen hat das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V. (MiSO) gemeinsam mit dem Fotografen Micha Neugebauer und der Journalistin Katharina Sieckmann für ein Interview getroffen. Daraus entstanden sind Fotos und Texte der unterschiedlichsten Menschen. Was sie alle vereint, ist ihre neue Heimat Hannover.

Viele von ihnen litten in ihrem Herkunftsland unter Krieg, Gewalt und Unterdrückung. Andere wurden unterdrückt oder diskriminiert. Sei es Syrien, Vietnam, der Irak oder die Ukraine: Von dort aus haben sie viele tausend Kilometer überwunden. Die Ausstellung gibt den Hintergründen der Flucht ein Gesicht verbunden mit einer immer sehr persönlichen und berührenden Geschichte.

„Es sind 29 Lebensläufe, die uns in Zeiten von politischem Rechtsruck, von Ignoranz und Aggressivität im Alltag gegenüber den sogenannten Fremden aufhorchen lassen“, erklären Katharina Sieckmann und Micha Neugebauer den aktuellen Bezug der Ausstellung, „sie sollen eine Einladung an alle sein, ihre Komfortzone zu verlassen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und für sich zu relativieren, auf welch hohem Niveau in unserer Gesellschaft oft geklagt wird.“

Im Kulturzentrum Pavillon ist die Ausstellung bis zum 25.4.2017 während der Öffnungszeiten im Foyer zu sehen. Weitere Stationen sind das Freizeitheim Vahrenwald, die Kunsthalle FAUST und das Neue Rathaus, immer beginnend am Vierten des Monats von Mai bis Juli.

Die Wanderausstellung ist ein Projekt des lokalen samo.fa Partners MiSO, dem MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V.

Eröffnungsfeier und Jubiläum: 24 Jahre Solibund e.V. (Köln)

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Der lokale samo.fa Partner Solibund e.V. hat am 1. April die Türen geöffnet, um seine neuen Räumlichkeiten feierlich einzuweihen. Die Mitglieder nutzten den Tag aber auch, um das Jubiläum des Vereins zu feiern: 24 Jahre existiert das Interkulturelle Zentrum nun und hilft ausländischen Mitbürgern bei der Bewältigung von täglichen Problemen aller Art.

Über 200 Besucher kamen in den Hof des Vereins und feierten bei einem großen Programm aus Vorträgen, Live-Musik und Tanz. Die Begrüßung übernahm Elfi Scho-Antwerpes , die Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin Kölns. Weitere Redner waren Gesche Gehrmann, die Geschäftsführende im Vorstand der RheinEnergie Stiftung Familie und der Vorsitzende des Solibunds, Kemal Sovuksu.

Neben dem Rahmenprogramm konnten die Besucher die neuen und größeren Räume des Vereins besichtigen und Kulinarisches aus aller Welt probieren. Mit Unterstützung des samo.fa Projekts fand außerdem ein Malprojekt für geflüchtete Kinder statt. „Die Jubiläumsfeier war für uns rundum ein sehr großer Erfolg“, fasst Anna Kass die Veranstaltung zusammen. Sie und Yvonne Niggemann teilen sich seit März die Stelle als lokale samo.fa Koordinatoren.

Newroz-Flashmob an der Reinoldikirche (Dortmund)

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Neugierig bleiben die Fußgänger in der Dortmunder Innenstadt stehen und nehmen die bunten Tulpen entgegen. Kinder verteilen eifrig diesen Frühlingsgruß und Informationen über das Fest, das sie heute feiern. Die Erwachsenen stellen sich im Kreis auf und beginnen, zu traditioneller Musik ihrer Kultur zu tanzen. Für sie ist heute ein Feiertag so wichtig wie für andere Weihnachten oder Ostern.

„Newroz“ setzt sich aus den Wörtern „nu“ (neu) und „roj“ (Tag) zusammen und gilt im kurdischen und persischen Kulturraum als Neujahrs- und Frühlingsfest. Es gibt kulturspezifische Unterschiede wie etwa das genaue Datum, aber das Fest wird im Allgemeinen gefeiert, um den Winter zu verabschieden und den Frühling zu empfangen. Obwohl unpolitisch, bleibt es dennoch ein Symbol des Widerstands und geht zurück auf den Tag, als sich das Volk von einem tyrannischen Herrscher befreite.

Die Gruppe aus Geflüchteten und Aktiven des kurdischen Vereins Hêvî wollten mit Unterstützung des lokalen samo.fa Partners  Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine Dortmund e.V. (VMDO) den Dortmundern diese Tradition mit ihrem Flashmob am 21. März näher bringen. Zudem soll das Event in der Innenstadt der Start sein für einen lebendigen, interkulturellen Kalender mit weiteren Aktionen, die den Dialog zwischen den Kulturen fördern.

Planungstreffen des Verbunds Netzwerk Düsseldorfer Migrantenorganisationen e.V. (NDMO) (Düsseldorf)

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In Düsseldorf hat sich mithilfe von samo.fa und dem dem lokalen Partner Kin-Top e.V. ein neuer Verbund aus verschiedenen Organisationen gegründet. Schon im Dezember ist das Netzwerk Düsseldorfer Migrantenorganisationen e.V. (NDMO) entstanden. Am 3. März gab es ein erstes, größeres Planungstreffen, bei dem Vertreter der Gründungsorganisationen sowie Aktive aus der Migrationsarbeit anwesend waren.

Der Verbund soll dazu dienen, sich besser zu vernetzen und zukünftige Projekte unter den Mitgliedern aufzuteilen. Je nach Verein sind die Arbeitsschwerpunkte zum Beispiel die Wohnungsvermittlung oder Informationen zu Gesundheit und Bildung. Größere Veranstaltungen können zudem von allen zusammen diskutiert und organisiert werden. Der Verbund plant, sich jeden Monat zu treffen.

Ausstellungseröffnung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ (Neuss)

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„Onkel Hasan“, ist der Name und das Gesicht der Ausstellung, die jetzt nach Dortmund und Hagen Station in Neuss macht. Dort ist die Aus­stellung vom 6. März bis zum 4. Mai 2017 im Rat­hausfoyer zu sehen.

Neuss ist eine Ein­wan­de­rungsstadt – wie Dortmund und Hagen auch. Deshalb passt die „Onkel-Hasan-Ausstellung“- ursprünglich in und für Dortmund gemacht und nun von NeMO, dem Bun­des­verband lokaler Verbünde von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tionen“ auf Wan­der­schaft“ geschickt, – auch zu Neuss.

Der Raum der Kulturen Neuss e.V. – Dach­verband von Migran­ten­or­ga­ni­sa­tionen und Mitglied bei NeMO – ist Gastgeber und gibt der Aus­stellung lokale Farbe: durch Neusser Exponate und Geschichten und durch ein Begleitprogramm.

Mit jedem neuen Ort wächst die Ausstellung und wird thematisch um Exponate vom jeweiligen Standort erweitert. Entsprechend wird auch in Neuss eine extra Säule aufgestellt werden, die lokale Dokumente zum Thema bereithält. Dennoch war Neuss von Anfang an in der Aus­stellung präsent: Der Streik der Arbeits­mi­gran­tinnen bei Pierburg im Jahr 1973 steht als Beispiel dafür, dass die Arbeitsmi­gration der 1960er und 70er Jahr auch weiblich war, und dafür, dass Teilhabe nicht geschenkt wurde, sondern erstritten werden musste – und muss.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Hasan. Er wurde in Dortmund von Hoesch angeworben und hat viele Jahre bis zu seinem Tod in Dortmund gewohnt. Die Ausstellung zeigt, dass die „Migrationsketten“ Wirklichkeit sind, auch wenn die Migration aus unterschiedlichen Gründen erfolgt. „Onkel Hasan“ steht daher exemplarisch für die Arbeitsmigration. Die Ausstellung verbindet dabei die Vergangenheit mit der Gegenwart: Ein Teil zeigt die Arbeits­mi­granten der 1. Gene­ration während sich der zweite Teil auf die Enkel­ge­ne­ration, die in Deutschland auf­ge­wachsen ist, bezieht.

Wie es danach mit „Onkel Hasan“ weitergeht, steht noch nicht fest. Der lokale samo.fa Koordinator aus Neuss Hamdi Berdid berichtet, dass bereits Anfragen aus weiteren Städten bestehen, die Wanderausstellung fortzuführen. Auch mit der Eröffnung im Rathausfoyer ist er sehr zufrieden: „Für die Netzwerkreichweite war die Veranstaltung ein voller Erfolg.“ Es kamen zahlreiche Vertreter verschiedener Parteien und Migrantenorganisationen zusammen, um die Eröffnung zu feiern.

Bis zum 4. Mai 2017 ist die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ im Rathausfoyer zu sehen (Markt 2, 41460 Neuss).

Öffnungszeiten: Mo-Mi 8 – 16 Uhr, Do 8 – 18 Uhr, Fr 8 – 12 Uhr.

Weitere Informationen gibt es hier.

Lokal Vernetzen: Treffen des samo.fa Clubs Dortmund

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In Dortmund fand am 22. Februar das monatliche Treffen des samo.fa Clubs im Haus der Vielfalt statt. „Es ist wichtig, dass wir in einer Stadt wissen, was die anderen machen. Es geht uns nicht darum, die eigenen Projekte in den Himmel zu loben, sondern aus unserer Erfahrung zu berichten“, beschreibt die lokale Koordinatorin Johanna Jost die Veranstaltung.

So stellte Simone Steif vom Integrationsdienst der Malteser ihre Arbeit vor. Die Malteser bieten Ehrenamtlichen verschiedene Qualifizierungsangebote und setzen sich für eine ausführliche Betreuung von Geflüchteten ein. Die Chance, den eigenen Verein vorzustellen, nutzte auch Sami Kbaierv von der „Bunten Schule“, einem interkulturellen Familienhaus in der Dortmunder Nordstadt. Er beantwortete den anderen Ehrenamtlern an diesem Abend viele Fragen. Gleichzeitig nutzte er das Netzwerk für ein wichtiges Anliegen: Die „Bunte Schule“ sucht dringend jemanden, der die Kinder in der Nordstadt regelmäßig beim Fußballspielen trainiert.

„Gemeinsam Erfahrungen aus dem Alltag austauschen und gemeinsam Lösungen und Schnittstellen zu finden, an denen man sich gegenseitig ergänzen und unterstützen kann, das ist ein Ziel des samo.fa Clubs in Dortmund“, so Jost. Bei Sami ist das geglückt: Sofort wussten die anderen, wen man fragen kann, um die Kids künftig zu trainieren.

samo.fa Clubs gibt es in allen 31 teilnehmenden Städten. Sie finden an festen Orten statt oder, wie in Bielefeld, als samo.fa Club on Tour an wechselnden Orten in verschiedenen Stadtteilen. Eines haben aber alle Clubs gemeinsam: Ehrenamtliche können sich vor Ort vernetzen, um den Dialog mit Geflüchteten zu stärken. Je nach Club planen die Mitglieder während der regelmäßigen Treffen gemeinsame Aktivitäten und Projekte. Geleitet werden die Clubs von den lokalen samo.fa Koordinatoren.

Smart Fit Dortmund: UNITED we stand, DEVIDED we fall!

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Durch die laute Musik dringt immer wieder die Frage: „Geht es euch gut?“. Ein Chor antwortet mit einem lauten euphorischen „Jaaaa“. Thierry Monthé motiviert gerade eine Gruppe von 40 Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern zum schweißtreibenden Zirkeltraining. Sie strecken alle ihre Arme in die Luft, so als würden sie Gewichte heben und wieder senken. Dabei zählen alle zusammen: einmal auf Deutsch, ein anderes Mal auf Französisch oder auf Englisch. In einer stetig wachsenden Gruppe trainieren Frauen, Kinder und Männer bei Smart Fit absolut selbstverständlich miteinander.

Einen wichtigen Ausgangspunkt hat das Projekt in den erheblichen Differenzen zwischen den Lebensweisen in Deutschland und in den Herkunftsländern Geflüchteter. In Kamerun beispielsweise gilt Übergewicht als Zeichen des Wohlstands. Das Projekt richtet sich damit zwar an Geflüchtete, schließt aber keinen aus. Das Konzept geht auf: Wöchentlich versammeln sich Menschen aus Syrien, Kamerun, Deutschland, Spanien, Russland oder Indien – woher man kommt, spielt keine Rolle. Smart Fit gelingt es so zugleich, die Berührungsängste zwischen Deutschen und Geflüchteten abzubauen „Ich habe noch nie so viel gelacht beim Sport und dabei mit so vielen Menschen aus anderen Ländern trainiert“, sagt eine deutsche Teilnehmerin am Ende der anstrengenden 90 Minuten.

 Bewegung – Ernährung – Vernetzung

Geleitet wird der Kurs von Chanda Pathak und Thierry Monthé. Chanda Pathak kommt aus Indien und lebt seit 2014 in Deutschland. Thierry Monthé ist in Kamerun geboren. Er ist schon seit 2003 in Dortmund. Beide sind Beispiele gelungener Integration: Hauptberuflich arbeiten sie bei GEA Farm Technologies GmbH. Pathak ist Projektmanagerin und Monthé arbeitet im Bereich der Big Data Analyse. Nach Feierabend und am Wochenende geben sie ehrenamtlich Sportkurse und bieten wichtige Hilfestellungen, beispielsweise zu gesunder Ernährung. Ihr gemeinsam konzipiertes Sportprogramm verbindet dabei auch ihre eigenen Kulturen: Nach dem Training mit Thierry folgt Yoga mit Chanda zur Entspannung.

 samo.fa – Stärkung der Aktiven

Smart Fit ist über samo.fa in ein enges Netzwerk von Aktiven eingebunden. Der regelmäßige Austausch heißt, dass man sich gegenseitig unterstützt und berät. Über samo.fa konnten für das Projekt Räume beim Stadtsportbund und im Haus der Vielfalt organisiert werden.„samo.fa war ein wichtiger Türöffner“, betont Armel Djine. Er ist Vorsitzender beim Verein Kamerunischer Ingenieure und Informatiker Ruhrbezirk e.V. (VKII Ruhrbezirk e.V.) und lokaler Koordinator bei samo.fa Dortmund. „Das Gute an samo.fa ist, dass wir mit unserem Verein nicht allein waren, sondern in einen größeren Kontext eingebunden waren“, erzählt Djine weiter.

 Professionalisierung und Qualifizierung

Ein wichtiges Ziel von samo.fa ist es, die Ehrenamtler zu professionalisieren. Chanda Pathak und Thierry Monthé nahmen daher an Schulungen zum Thema „Sozialrecht für Geflüchtete“ und an einem Training zu „interkultureller Kompetenz“ teil. „Die Schulungen sind wichtig, um die Aktiven zu sensibilisieren und mit Hintergrundwissen über Geflüchtete zu versorgen. So wollen wir Missverständnisse vermeiden und ein Verständnis für die Lebensrealität Geflüchteter in Deutschland schaffen“, sagt Armel Djine.

 

ZAHLEN UND FAKTEN

  •  Smart Fit für alle: freitags, 19.00-20.30 Uhr, Haus der Vielfalt, Raum C6 (ohne Anmeldung)
  • Smart Fit – Personal Training: donnerstags von 18.00-21.00 Uhr: Die Programmverantwortlichen entwickeln für jeden einzelnen Teilnehmer ein abgestimmtes Programm von ca. 30 Minuten. (Nur mit Anmeldung)
  • Smart Fit für alle: sonntags, 15.30-17.00 Uhr, Petri-Grundschule, Beurhausstraße 15-17, 44137 Dortmund (ohne Anmeldung)

Weitere Infos gibt es hier.

4. Projekttagen der Stuttgarter Migrantenvereine (24. und 25.2.)

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Aktive Stuttgarter Vereine, die sich für Geflüchtete engagieren (in unserem samo.fa Projekt), trafen bei den „4. Projekttagen der Stuttgarter Migrantenvereine (24. und 25.2.)“ des Forum der Kulturen Stuttgart e. V. auf Institutionen, mit denen Kooperationen möglich sind. Gari Pavkovic, der Integrationsbeauftragte Stuttgart, sagte in seiner Begrüßungsrede „Ich wünschte mir, dass wir in Zukunft von einer postmigrantischen Gesellschaft sprechen. Dass man nicht mehr ständig gefragt wird, wo kommst du eigentlich her?

Erstes Treffen des samo.fa Clubs im Heliodrom

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Am 21.2. fand das erste Treffen des samo.fa Clubs in Freiburg statt. Verschiedene Aktive und Ehrenamtliche von Migantenorganisationen und Flüchtlingsinitiativen trafen sich im Heliodrom, einer kulturellen Begegnungsstätte für Freiburger und Geflüchtete. In dem großen Zelt diskutierte der offene Arbeitskreis geplante Projekte und Ideen für  Veranstaltungen im  Jahr 2017. Im Fokus stand etwa die bevorstehende Jobbörse für Geflüchtete in Freiburg. Diese findet zum zweiten Mal statt und war im letzten Jahr ein Riesenerfolg.

Wie oft der sich der Arbeitskreis in Zukunft in Freiburg treffen wird und ob er sich auf bestimmte Arbeitsfelder spezialisiert, zeigt sich im Verlauf des Jahres. „Ziel dieser ersten Veranstaltung war die Vernetzung“, berichtet die lokale samo.fa Koordinatorin Patricia Aparicio, „und die diese ist gelungen.“ Ebenfalls anwesend war die samo.fa Netzwerkbegleiterin Beatrix Butto aus Stuttgart.

Die samo.fa Clubs unterstützen Ehrenamtliche, sich auf regionaler Ebene zu vernetzen und fördern den Dialog mit Geflüchteten. Je nach Club können die Mitglieder sich an verschiedenen Projekten und Aktivitäten beteiligen. Für das Jahr 2017 stehen vier übergeordnete Handlungsfelder im Zentrum der Aktivitäten: Zum Beispiel Geflüchteten Informationen über das Gesundheitssystem vermitteln oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.

samo.fa ist jetzt auch in der Stadt Waltrop aktiv

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Seit diesem Jahr hat das Bundesprojekt samo.fa einen neuen lokalen Partner in Waltrop. Ansprechpartnerin vor Ort ist die lokale Koordinatorin Elaine Yousef.

„Wir müssen den Menschen helfen, selbstständig zu werden und aufhören, sie zu bemuttern.“ Das ist das Credo, mit dem die gebürtige Libanesin ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Sprache sei laut Yousef die erste und eine der größten Barrieren, die einer erfolgreichen Integration im Weg stehen. Um diese Barriere zu überwinden, sei es wichtig, Alphabetisierungs- und Deutschkurse anzubieten.

Hierfür arbeitet sie eng mit Ehrenamtler*innen aus Waltrop zusammen. Aktiv möchte sie diese in die Arbeit mit Geflüchteten einbinden und gemeinsam mit der Stadt Waltrop ein stabiles Netzwerk von Aktiven aus Migrantenorganisationen aufbauen. Wichtig sei Yousef, die ca. 500 Geflüchteten vor Ort in direkten Kontakt mit Waltroper*innen zu bringen.

Elaine Yousef hat seit 2014 als stellvertretende Leiterin in der Flüchtlingsunterkunft Adlerstraße in Dortmund gearbeitet. Sie selbst kennt die Erfahrung der Flucht und des Ankommens. 20 Jahre hat sie im Libanon im Krieg gelebt. „Ich bin dort von den Bombeneinschlägen aufgewacht. Ich habe so viele Leichen gesehen. Ich kann daher sehr gut nachvollziehen, was die Menschen gerade durchmachen und wie schwer es ist, in einem fremden Land anzukommen“, erzählt Yousef. Seit 25 Jahren lebt sie in Deutschland und engagiert schon lange Zeit als Ehrenamtlerin in diversen Vereinen. Auf die Koordination in Waltrop freue sie sich sehr. „Mein Ziel ist es, als lokale Koordinatorin, die Menschen zu integrieren und sie an der Gesellschaft teilhaben zu lassen“, so Yousef.

„Wir müssen den Menschen helfen, selbstständig zu werden und aufhören, sie zu bemuttern“, so Yousef.

Erstes Sprachcafé des Jahres von samo.fa Hoyerswerda ein voller Erfolg

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Zum 1. Sprachcafé des Jahres im Jugendclubhaus „OSSI“ in Hoyerswerda kamen am Samstag, den 11.02.2017, rund 100 Flüchtlingsheimbewohner*innen zusammen. Von 15 bis 17 Uhr konnten die Geflüchteten mit Ehrenamtler*innen  Deutsch üben.  Trocken waren die Übungen allerdings nicht, denn an fünf verschiedenen Thementischen konnte man sich spielerisch gemeinsam austauschen. Mit Spielen wie „Memory“ oder „Frage-und-Antwort-Spiel“ halfen die rund 20 ehrenamtlichen samo.fa-Mitglieder, Deutsch in realistischen Alltagssituationen anzuwenden. Auch die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH war mit einem „Geografie-Tisch“ präsent.  Insgesamt kam das Sprachcafé sehr gut bei den rund 60 Geflüchteten und 40 Kindern an.

Das nächste Sprachcafé ist für Mitte März angesetzt. Dazu werden vor allem dezentral untergebrachte Flüchtlinge eingeladen. Neben den üblichen Deutschübungen wird es einen kurzen Vortrag zum Thema „Regeln in Wohnung und Nachbarschaft“ geben.

samo.fa Planungstreffen mit unserem Partner aus Heilbronn

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Heute aus Heilbronn: bei dem samo.fa Planungstreffen mit unserem Partner aus Heilbronn, dem Amt für Familie, Jugend und Senioren haben wir über grundlegende Ziele und Entwicklungen des Engagements von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit gesprochen. Ein Schwerpunkt der Arbeit vor Ort ist die Ausbildung und der Einsatz von Gesundheitsmittler: Das sind Ehrenamtliche, die Geflüchtete in Gesundheitsfragen begleiten.

Ziele & Umsetzung 2017 – Arbeitstreffen mit der Brücke der Kulturen

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Gestern fand in Hildesheim das samo.fa Arbeitstreffen mit unserem lokalen Partner Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. statt. Mit dabei waren Personen von der Stadt Hildesheim und vom Landkreis Hildesheim. (Bernward Kiel, Stadt Hildesheim; Birgit Lillig und Constanze Sickfeld  aus dem Landkreis Hildesheim). Bei der Sitzung ging es um die samo.fa Grundlagen und Arbeitsfelder für das Jahr 2017. Außerdem wurde über die Themen Nachhaltigkeit, Kooperationen und Zusammenarbeit mit der Stadt Hildesheim gesprochen.

Arbeitstreffen in München bei Morgen e.V.

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Heute hatten wir ein sehr produktives Arbeitstreffen bei unserem lokalen Partner Netzwerk Morgen in München. Es ging um die Grundlagen für das Jahr 2017.

Die Sichtbarkeit der Migrantenorganisationen vor Ort zu erhöhen, ist eines der zentralen Ziele. Ab März wird es in München zudem den samo.fa Club geben. Als regelmäßiges Event dient der Club unter anderem dem Erfahrungsaustausch von Ehrenamtlern.

Wir freuen uns auf den Start und sagen für heute: Danke an Friederike und Paulo!

Mittendrin! Neues Bündnis in Fulda

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Mittendrin! Neues Bündnis in Fulda

Migrantenorganisationen zu vernetzen, war schon immer das Ziel des lokalen Partners Interkulturelles Forum Fulda. Allerdings gestaltete sich das Vorhaben lange Zeit als recht schwierig, berichtet Martina Möller-Öncü – die lokale Koordinatorin aus Fulda. „Dank samo.fa konnten wir verschiedene Migrantenorganisationen und interkulturelle Initiativen an einen Tisch bringen, die nur kurze Zeit später zu dem Bündnis Mittendrin! wurden.

Gestern wurde in Fulda der Vorstand von Mittendrin! gewählt. Alle sieben zu besetzenden Positionen wurden einstimmig bestätigt.

Zum ersten Vorsitz gratulieren wir Martina Möller-Öncü vom IKF e.V., Vera Link von Welcome In zum zweiten Vorsitz und Hashem Savoji von Uno, eine Welt in Fulda zum dritten Vorsitz.

Beisitzer sind Noor Taskin (Harmonie), Tanja Fast (Rodnik e.V. Fulda), Hasan Karslioglu (Ringen Fulda), Saba Hussein (Somalia White Star).

Wir freuen uns und sagen herzlichen Glückwunsch.

Den ersten Vorsitz des Bündnisses übernimmt Martina Möller-Öncü (Mitte) vom IKF e.V., Vera Link (links) von Welcome In wurde zu zweiten Vorsitzen gewählt und Hashem Savoji von Uno, eine Welt in Fulda zum dritten Vorsitzenden (rechts).

Integrationspreis der Stadt Mönchengladbach

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H.W.Reiners und Alpha_FB

Wunderbare Neuigkeiten aus Mönchengladbach: Unser lokaler Partner Radio MH e.V. hat den Integrationspreis 2016 der Stadt Mönchengladbach verliehen bekommen. „Ohne die Unterstützung durch den BUNDESVERBAND NEMO e.V.und die Umsetzung von samo.fa in Mönchengladbach wäre das nicht möglich gewesen“, betont Alpha Ibrahima Balde der samo.fa Koordinator. Wir freuen uns und sagen: Herzlichen Glückwunsch!

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Bochum

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Vom Sprint in den Marathon

Am 26.11.2016 fand im Herbert-Siebolt Haus der bundesweit erste samo.fa Aktionstag „GEMEINSAM HIER.“ mit insgesamt drei Kooperationspartnern (IFAK e.V., Vifi e.V. und Kommunales Integrationszentrum Bochum) statt. Die Veranstaltung fand eine hohe Resonanz und die angebotenen Workshops waren sehr gut besucht. In den Workshops zu den Themen Kultur, Patenschaften, Sprache und Rechtsextremismus konnten die Teilnehmer ihre eigenen Erfahrungen einbringen und sich gegenseitig austauschen. Anschließend wurden die Arbeitsergebnisse im Plenum vorgestellt. Dabei gab es viel Raum für Gespräche. Ein Ergebnis der Workshops: Geflüchteten fehlt es nicht an Betreuung. Vielmehr fehlt es am Informationsfluss und an der Kommunikation mit Einheimischen.

Nach viel Austausch wurde es Zeit, sich der internationalen Küche zu widmen, bevor es zum kulturellen Teil überging. Es traten eine vietnamesische Tanzgruppe „Lotus“, der Chor International und die afrikanische Trommelgruppe Bosangani, die Ost-West Musikgruppe auf. Die gesamte Veranstaltung war geprägt von einer inspirierenden Atmosphäre. Am späten Abend konnten die ca. 200 Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken den Heimweg antreten.

(Mustafa Birhimeoglu, lokaler samo.fa-Koordinator, IFAK e.V.)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Stuttgart

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Internationaler Treff

Der Verein Asociación Peruana Los Inkas e. V. veranstaltete im Rahmen des bundesweiten Aktionstags einen internationalen Treff. Neben dem gemeinsamen Zubereiten kulinarischer Köstlichkeiten aus aller Welt gab es ein buntes Rahmenprogramm, bei dem südamerikanische Künstlerinnen und Künstler mit verschiedenen Darbietungen auftraten. In Anlehnung an das Motto Gemeinsam hier. trug der internationale Treff dazu bei, Brücken zwischen Nicht-Geflüchteten und geflüchteten Menschen zu bauen und zum gegenseitigen Kennenlernen sowie Austausch anzuregen.

Eine peruanische Tanzgruppe sorgt für ausgelassene Stimmung beim bundesweiten Aktionstag in Stuttgart

Rolando Hurtado, Vorstandsvorsitzender des Vereins Asociación Peruana Los Inkas e. V. bereitet mit zwei weiteren Vereinsmitgliedern das Essen zu

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – München

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MORGEN für Geflüchtete: Mitmachen, Mitgehen, Mitentscheiden

„Am Aktionstag hat zeigt sich die Vielfalt unserer Vereine und ihres Engagements für Teilhabe und Empowerment besonders gezeigt“, freut sich Projektkoordinator, Paulo Cesar dos Santos Conceição. So hat der Verein Üç Beş Kişi e.V., der in Neuaubing ansässig ist, ein abwechslungsreiches Programm für Austausch und Begegnung im Stadtteil auf die Beine gestellt. Ein anderes MORGEN-Mitglied, der neugegründete Verein Integration und Entwicklung e.V., hat einen Workshop zur politischen Partizipation konzipiert. Ziel war es, Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, sich aktiv(er) politisch zu beteiligen. Im Anschluss an den Workshop besuchten alle Interessierten zusammen den Bayerischen Landtag und die Staatskanzlei.

Eingerahmt war der Aktionstag von zwei weiteren Veranstaltungen mit und für Migrantenorganisationen bzw. Geflüchtete: Am 25.11.2016 luden MORGEN e.V., die Förderstelle Bürgerschaftliches Engagement (FÖBE) und das Selbsthilfezentrum zu einem Informationsabend von 18-21 Uhr zu Fördermöglichkeiten für Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit ein. Am 27.11.2016 organisierte die afghanische Aryana-Schule ein Begegnungsfest von 16-20 Uhr für Geflüchtete im Kulturzentrum GOROD.

(Friederike Junker, lokale samo.fa-Koordinatorin, MORGEN – Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen)

Fotos: Angelika Bär

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Hildesheim

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Kulturwanderung der Menschen

Eröffnet wurde der bundesweite Aktionstag im Magdalenengarten unter anderem von Jörg Bredschneider, dem Bürgermeister der Stadt Hildesheim und den samo.fa-Koordinatoren. Das Projekt, Garten der Länder im Magdalenengarten, war bei strahlendem Sonnenschein die erste Station des Aktionstages „Gemeinsam hier.“. Die Kulturwanderung der Pflanzen und Menschen war das große Thema: Geflüchtete haben gemeinsam mit Hildesheimern 68 Pflanzen aus verschiedenen Ländern im Magdalenengarten gepflanzt. Nach der Vorstellung des Projekts für die zahlreichen Besucher ging es anschließend weiter mit der mehrsprachigen Stadtführung.

Die Podiumsdiskussion mit dem Thema: Kulturelle Vielfalt – die Wahrnehmung fand am späten Nachmittag im Hildesheimer Rathaus statt. Gäste waren Jörg Bredschneider, Bürgermeister der Stadt Hildesheim; Dilek Boyu, Brücke der Kulturen Hildesheim e.V.; Selvaratnam Gangatharan, Tamilischer Kultur- und Sportverein Hildesheim e.V.; Mostafa Arki, Internationales Kulturwerk zur Forderung einer demokratischen Entwicklung für Farssi – sprechender Völker (Verein i. G.); Rosita Jung-Concha, EL PUENTE e.V., Fahim Khalaf Audi, Mala Ezidya für Hildesheim und Umgebung (Verein i. G.); Hermann Müller, Deutsch – russischer Kulturverein Hildesheim e.V.; Aiman Isamil, Sudanesicher Verein (Verein i. G.).

Im Anschluss an die lebhafte Diskussion standen erstens die Verköstigung – auch als gemeinsame Begegnung unter dem Aspekt des Kulinarischen – und später ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene im Rathaus an. Alle Speisen wurden von den sudanesischen Geflüchteten vorbereitet.

 (Dilek Boyu, lokale samo.fa-Koordinatorin, Brücke der Kulturen Hildesheim)

Sie werden drehende bzw. tanzende Derwische genannt, weil einer ihrer charakteristischen Riten, der so genannte „Sema“, aus kreisenden Bewegungen besteht. Foto: Andreas Witt

Vom Garten aus gingen die Gäste zum gemütlichen Beisammensein und Austausch mit Geflüchteten und Einheimischen. Foto: Andreas Witt

Podiumsdiskussion mit dem Thema „Kulturelle Vielfalt – die Wahrnehmung“ im Rathaus Ratssitzungssaal (v.l.n.r.):  Dilek Boyu, Brücke der Kulturen Hildesheim e.V.; Selvaratnam Gangatharan, Tamilischer Kultur- und Sportverein Hildesheim e.V.; Mostafa Arki, Internationales Kulturwerk zur Forderung einer demokratischen Entwicklung für Farssi – sprechender Völker (Verein i. G.); Rosita Jung-Concha, EL PUENTE e.V., Fahim Khalaf Audi, Mala Ezidya für Hildesheim und Umgebung (Verein i. G.); Jörg Bredschneider, Bürgermeister der Stadt Hildesheim; Hermann Müller, Deutsch – russischer Kulturverein Hildesheim e.V.; Aiman Isamil, Sudanesicher Verein (Verein i. G.). Foto: Andreas Witt

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Mönchengladbach

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Tag der offenen Tür und Veranstaltung für Geflüchtete und Ehrenamtliche

Von 14 Uhr bis 17.30 Uhr wurde in den Räumlichkeiten des RMH e.V. der Aktionstag in Mönchengladbach eingeleitet. Wir veranstalteten einen Tag der offenen Tür, der unsere bisherigen Tätigkeiten bekannt machen sollte. Zugleich stellten wir Objekte afrikanischer Künstler aus.

Zu unseren Gästen zählten Frau Michaela Morschhoven, Leiterin der Geschäftsstelle des Integrationsrates Mönchengladbach, Herr Karakan Yilmaz, der erste Vorsitzende vom Integrationsrat Mönchengladbach und Bojan Stipanovic, Vertreter der Linken Partei Mönchengladbach. Herr Balde als samo.fa-Koordinator hat alle Gäste zu Beginn der Veranstaltung herzlich begrüßt und über die samo.fa Aktivitäten berichtet. Bojan Stipanovic hat die sichtbaren Ergebnisse sehr gelobt und uns angespornt, genauso weiter zu machen.

Herr Käsmacher referierte anschließend über die Möglichkeiten der Zusammenführung von Kunst, Kultur und Immigration. Auch er war begeistert von unserem ersten Aktionstag. Frau Morschhoven fand die Idee und Ausführung des samo.fa Aktionstages in 30 Städten ebenso sehr sinnvoll und hat alle ermutigt, mit voller Kraft weiter zu machen. Gleichzeitig bot sie uns jegliche Hilfe bei Problemen an. Des Weiteren hat sie sich bei Herrn Balde dafür bedankt, dass seit der Gründung von RMH e.V. eine kontinuierliche Zusammenarbeit stattgefunden hat. Diese Kontinuität besteht besonders seit Beginn des samo.fa-Projektes.

Ehrenamtler, Flüchtlinge, Vertreter der Stadt und Organisatoren der verschiedenen Organisationen.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Nürnberg

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Durch den Magen – Mitten ins Herz

Großen Zuspruch bekamen am 26. November die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Aktion „Gemeinsam süße Vielfalt erleben“. Mit der Unterstützung des Inter-Kultur-Büros (IKB), des Amtes für Kultur und Freizeit (KUF) und der „Mobilen Küche“, lockten wir die Nürnbergerinnen und Nürnberger mit einer Kochinsel mitten in der Innenstadt an unseren Stand. An der Kochbar-Theke gab es neben landesspezifischem Gebäck aus Syrien, Afghanistan, Aserbaidschan, der Türkei und aus dem Irak auch interkulturelle Gespräche mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, den mitwirkenden Geflüchteten und den interessierten Nürnbergerinnen und Nürnberger. Mit dem Stand boten wir, das samo.fa-Team, eine schöne Aktion, sich kulinarisch und kulturell auszutauschen, aber auch über die Bedingungen der aktuellen Unterbringungen und Umstände von Geflüchteten zu informieren.

Neben den erlesenen Köstlichkeiten half Andra-Maria Jebelean, Theaterpädagogin des Nürnberger Stadttheaters, die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen. Mit jungen Ehrenamtlichen und Geflüchteten spielte sie ein kleines Theaterstück mit musikalischer Begleitung und Tanzperformance.

Unsere Aktion erfreute sich bereits vor Ort über positives Feedback. Migrantenorganisationen gemeinsam mit Familienangehörigen und Geflüchteten halfen tatkräftig und rundeten das Bild ab.

Eine wunderbare Aktion, die uns in unserer Arbeit bekräftigt und dazu ermutigt, zukünftig weitere Aktionen ins Leben zu rufen. Der Weg zum Herzen führt nun mal durch den Magen.

Durch Tanz und Musik einig: Ehrenamtlich und Geflüchtete performen gemeinsam. Foto: Christin Schmidt

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Braunschweig

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Die neuen Braunschweigerinnen und Braunschweiger sind da!

Bei unserem Beteiligungs-Workshop mit dem samo.fa-Koordinator Adama Logosu-Teko und der samo.fa-Koordinatorin Mona Al-Masri, knapp eine Woche vor dem großen samo.fa-Aktionstag am 26. November, stand im Mittelpunkt, welchen Ort die neuen Braunschweigerinnen und Braunschweiger vermisst haben oder auch noch immer in Braunschweig vermissen?

Die Frage richtete sich an die 110 Teilnehmenden aus den Herkunftsländern Syrien, Afghanistan, Libyen, Algerien, dem Iran, dem Sudan und Palästina, wobei etwa dreiviertel Geflüchtete im Alter von 6 bis 82 Jahren sind.

Die Stadt Braunschweig und wir lokalisierten so die Bedürfnisse von Geflüchteten und nahmen dadurch die richtungsweisenden Impulse dankend auf. Jeder Wortbeitrag wurde simultan ins Arabische, Farsi, Französisch und Deutsch übersetzt. Das verhalf uns, ein besseres Verständnis für die Belange der Geflüchteten in Braunschweig zu erhalten.

Am Bundesweiten Aktionstag wurden die Ergebnissse des Worshops in einer Diskussionsrunde abschließend dargestellt. Im Haus der Kulturen herrschte schnell Einigkeit darüber, dass die Eingliederung von Geflüchten sprachlich stattfinden muss. So zeigt Braunschweig, dass ihnen die Willkommenskultur ernst ist: Wir begrüßen nicht mehr Geflüchtete, sondern neue Braunschweigerinnen und Braunschweiger. Ein weiteres Ergebnis des Aktionstages ist die Einführung eines mehrsprachigen samo.fa-Flyers. Er ist Orientierungshilfe für neue Braunschweigerinnen und Braunschweiger und spricht zugleich zukünftge Ehrenamtler an.

Die Flyer werden von den unterstützenden Kooperationspartnern Braunschweiger Verkehrs GmbH und Stadtmarketing GmbH verteilt.

Ein großer Dank geht an die Migrantenorganistionen und Kooperationspartner Deutsch-Arabische Bildungsverein e. V., die Islamische Gemeinschaft Braunschweig e. V. sowie die Deutsch-Afghanisch-Iranische Initiative für Flüchtlinge.

Norbert Rüscher – Adama Logosu-Teko – Mona Al-Masri – Julia Retzlaff. Foto: Heike Schwaab

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Friedrichshafen

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Gemeinsam Spielen und Basteln

Den Menschen in Ravensburg „Danke und Frohes Fest“ zu sagen, war das Ziel der 40 Kinder und Eltern aus drei Asylunterkünften in Ravensburg und Weingarten. Gemeinsam mit den Freiwilligen von BiBO e.V. und CJD Bodensee-Oberschwaben wurde viele bunte Karten mit Gusto und Überzeugung gebastelt. Das Ziel: Mit einem kleinen Gruß große Dankbarkeit auszudrücken.

Nach dem gemeinsamen Essen brach eine Gruppe von 30 Kindern und Erwachsenen in Richtung Innenstadt auf, um die Karten auf dem Weihnachtsmarkt zu verteilen. Die Stadt Ravensburg unterstützte die Aktion: Die Karten durften vor dem Rathaus verteilt werden. Als Danke und Wertschätzung bekamen die Kinder Waffeln von der Stadt spendiert. Die Passanten nahmen die selbstgebastelten Karten mit Freude an. Der Tag war genau deshalb ein großer Erfolg, da er auf einfache Weise eine schöne Begegnung schaffte.

Ziel war es, Danke zu sagen und ein Frohes Fest zu wünschen. (Fotos: Mette Berninger-Lund)

Die gebastelten Karten wurden mit Freude angenommen. (Foto: Mette Berninger-Lund)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Kiel

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Kiel: „Ideen- und Projektwerkstatt – Was kann ich in der Kieler Flüchtlingsarbeit tun?“

Ein wichtiges Ziel des Aktionstages in Kiel war es, umfassend über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in der Kieler Flüchtlingsarbeit zu informieren. Dabei hatten alle Interessierten sofort die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und eigene Projektideen zu entwickeln. Von Anfang an fand ein reger Austausch zwischen den Migrantenorganisationen und den etablierten lokalen Akteuren statt. Gerade weil viele Migrantenorganisationen vor dem Aktionstag noch nicht im Austausch standen. Neben der Ideenentwicklung waren daher ein Kennenlernen, die Vertrauensbildung und eine erste Vernetzung grundlegend.

Alle Gäste waren sehr aktiv und haben gemeinsam eine Vielzahl an Ideen entwickelt, die zu mindestens vier konkreten Projekten verdichtet werden konnten: eine Laufgruppe für Geflüchtete, eine interkulturelle Aktion für Geflüchtete in einer Erstaufnahme, ein Kampf- und Verteidigungssportprogramm für Geflüchtete und Yoga-Stunden von einem indisch-stämmigen Yogalehrer und ein Gitarrenkonzert unter Teilnahme von Geflüchteten. Ein Anwesender mit Fluchthintergrund bekam dabei direkt Gitarrenstunden angeboten.

Insgesamt war es eine sehr lebendige Veranstaltung, die vor allem durch die Aktivität der TeilnehmerInnen getragen wurde. Eines der wichtigsten Resultate: angedachten Projekte können auf dieser Basis initiiert und umgesetzt werden. Auch die Kooperationspartner waren sehr zufrieden, da sie neue Organisationen und Akteure kennen lernen konnten. Ein erster Austausch und eine erste Vernetzung sind hergestellt. An diesem Tag waren Vertreterinnen und Vertreter von sechs Migrantenorganisationen vertreten: Türkische Gemeinschaft in Schleswig-Holstein; Ahmadiyya Muslim Gemeinde, Intertürk Spor; russischsprachige liberale jüdische Gemeinde; deutsch-philippinischer Verein und die Indische Panjabi Kulturgesellschaft. Gleichzeitig kamen VertreterInnen der Landeshauptstadt Kiel, der Flüchtlingshilfe sowie der eingeladenen Kooperationspartner: nettekieler Ehrenamtsbüro; Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein.

Daniel Volkert, Projektkoordinator samo.fa Kiel. (Foto: Emrullah Bertizlioğlu)

Teilnehmer während der Gruppenarbeit und der anschließenden Ergebnispräsentation. (Foto: Emrullah Bertizlioğlu)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Saarbrücken

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Die Flüchtlinge als Sündenbock? Die Flüchtlinge äußerten den Parteien ihre Ängste.

Mit ca. 300 Teilnehmern aus verschiedenen Nationen begann der bundesweite Aktionstag in Saarbrücken. Klaus Kunz vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie, Dagmar Trenz, die ehrenamtliche Regionalverbandsbeigeordnete, Christine Mhamdi vom Zuwanderungs- und Integrationsbüro und Ivan Iliev, Sprecher des Integrationsbeirates der Landeshauptstadt Saarbrücken begrüßten die Gäste. Alle lobten den Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen NEMO e.V. und seinen lokalen Partner Haus Afrika e.V. für die im Rahmen des Bundesprojektes samo.fa bisher erzielten Ergebnisse. In seinem Impulsreferat präsentierte Klaus Kunz die aktuelle Situation der Flüchtlingsarbeit im Saarland. Von der Aufnahme bis zur Einschulung der Kinder arbeiten die Landesbehörden sowie mehr als 80 private Initiativen mit viel Engagement, damit die im Saarland lebenden 16.000 Flüchtlinge beispielsweise mit Wohnungen versorgt werden können. Es sei davon auszugehen, dass die Flüchtlingsbewegungen noch nicht abgeschlossen sind.

Die samofa.fa-Koordinatorin Lillian Petry präsentierte die bisherigen Ergebnisse des Projektes samo.fa: „Seit April 2016 hat die lokale Koordinierungsstelle das Projekt bei den zuständigen Behörden und Akteuren sowohl bei der Stadt Saarbrücken als auch beim Land vorgestellt. Die Bildung eines Netzwerkes von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit ist zu einer Realität geworden. Der Prozess läuft weiter. Wir werden in Zukunft dieses Netzwerk an bereits aktive Netzwerke der Aufnahmegesellschaft anschließen.“ Durch zahlreiche Seminare wurden Ehrenamtler mit Migrationshintergrund zur Qualifizierung in der Flüchtlingsarbeit geschult. Außerdem hat samo.fa verschiedene Aktivitäten der Ehrenamtler und Migrantenorganisationen finanziell und logistisch unterstützt. Lillian Petry bedankte sich bei allen Landes- und kommunalen Einrichtungen und Verantwortlichen, die durch Ihre Offenheit und Akzeptanz diese positiven Ergebnisse ermöglicht haben.

Einleitend in die Podiumsdiskussion wurde ein Film über die Fluchtursachen und Fluchtwege gezeigt. In diesem Film berichtet ein Junge von seiner 241-tätigen Flucht von Somalia über Äthiopien nach Europa. Die Podiumsdiskussion zum Thema „Die Flüchtlinge als Sündenbock. Was kann man dagegen tun?“ war der zentraler Programmpunkt. Wesentliches Fazit der Diskussion: Ankommen sei gut. Aber Weiterkommen sei besser.

Trotz der Aufnahmebereitschaft  Deutschlands gibt es viele bürokratische Hürden, die den Flüchtlingen das Ankommen erschweren. Ein weiterer Aspekt der Podiumsdiskussion war die Frage nach Flüchtlingen aus Afghanistan. In diesem Zusammenhang bedauern die anwesenden Politiker, dass Afghanistan zu Unrecht zu einem sicheren Land erklärt wurde. Das führe zu einer Diskriminierung der Flüchtlinge. Die Bereitschaft der Innen- und rechtspolitischen Sprecherin der Linken, mit den Betroffenen im Landtag zu sprechen, kann den anwesenden jungen Afghanen ihre Unsicherheit nicht nehmen. „Ihr braucht in Saarbrücken keine Angst zu haben, da die Mehrheit der Menschen hier bereits mit Flüchtlingen in Frieden leben“, antworteten Vertreter der politischen Parteien auf dem Podium. Auch das Thema Islamunterricht löste eine heftige Diskussion aus. Ivan Iliev erklärte, dass die Integration von Flüchtlingen und Migranten nur durch ein gemeinsames Handeln beider Seiten erfolgen kann.

Ein mindestens genauso wichtiger Programmpunkt waren die 8-Länder-Kostbarkeiten – ein interkulturelles Büffet mit Küchenspezialitäten aus Deutschland, Syrien, Afghanistan, Sri Lanka, Ghana, Senegal, Irak, Pakistan. Die Veranstaltung endete mit  einem interkulturellen Rahmenprogramm, wobei die Kinder-Tanzgruppe von ELFE e.V., Die  syrische Gruppe TURAS ALSHAM, die Kinder-Tanzgruppe von Haus Afrika e.V. sowie die Künstler Kevin Alamba (Nigeria) und Mamadou Diallo (Senegal) das Publikum absolut begeisterten.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Lübeck

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Lübeck: Offener interkultureller Austausch mit anschließendem Freundschaftsfest

Das Haus der Kulturen Lübeck hat sich am 26. November 2016 an der bundesweiten Aktion „Gemeinsam hier“ mit einer eigener Veranstaltung beteiligt. Unter dem Motto: Offener interkultureller Austausch kamen viele Menschen aus Lübeck, um unsere Begegnungsstätte zu besuchen und den interkulturellen Austausch und das gemeinsame Feiern mitzugestalten.

Nach der Begrüßung und anschließender Musik mit lateinamerikanischen Liedern konnten die Besucher entlang der Infostände flanieren und auf dem Markt der Möglichkeiten miteinander ins Gespräch kommen. Unter der Gästen waren BürgerInnen aus Lübeck, darunter PolitikerInnen aus den Fraktionen, NetzwerkpartnerInnen aus Institutionen, Gewerkschaften, Ehrenamtliche aus dem samo.fa-Projekt und geflüchtete Menschen. Nach den Kurzfilmvorführungen über „Heimat“ und über „das Haus“ und der anschließenden Einladung zur Ausstellung über das Ehrenamt in Lübeck kamen weitere Diskussionen auf.

Mitmachtänze aus Balkanländern, der Türkei sowie dem Irak, Iran und aus Syrien gemixt mit traditionellem und modernem Pop ließen die Gäste auf der Tanzfläche ins Schwitzen kommen. Stärken konnte man sich am samo.fa-Buffet: Auch hier dominierte ein bunter Mix aus  der arabischen, türkischen und deutschen Küche – was im lockeren Miteinander für einen lebendigen Austausch gesorgt hat.

Das Abendprogramm mit einem Freundschaftsfest ging weiter im „Haus für alle“ und wurde von unserem Netzwerkpartner Türgem e.V mit samo.fa-Beteiligung durchgeführt. Auch hier kamen viele interessierte Menschen aus der kommunalen Politik, Gewerkschaft und Einrichtungen aus unterschiedlichen Stadtteilen. Das vielfältige Programm aus traditionellen Liedern, orientalischen Tänzen aus tausend und einer Nacht sowie Zeybek (Tanz) aus der Türkei hat die Gäste verzaubert.

Die BesucherInnen haben großes Interesse an der samo.fa-Aktion gezeigt. Sowohl neue Ehrenamtliche konnten gewonnen werden als auch neue Netzwerkpartner haben ihr Interesse an dem Projekt gezeigt und ihre Beteiligung zum nächsten samo.fa-Treffen bekundet.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Hoyerswerda

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Sprachcafé von samo.fa Hoyerswerda und „Hoyerswerda hilft mit Herz“

Mehr als 200 Menschen kamen am Samstagnachmittag ins Jugendclubhaus „OSSI“ in Hoyerswerda. Grund war das Sprachcafé des samo.fa-Stammtisches Hoyerswerda und weiteren Unterstützern aus dem Bürgerbündnis „Hoyerswerda hilft mit Herz“. Zu dem vorweihnachtlichen Abend war jedermann herzlich eingeladen. Ab 15 Uhr öffneten sich die Türen.

Im Sprachcafé kamen Geflüchtete und Deutsche über die deutsche Sprache in einen Austausch und erhielten so die Möglichkeit, sich über die deutsche Sprache näher kennen zu lernen. Viele unterschiedliche Sprachspiele erleichterten und erheiterten das Deutschlernen. Natürlich konnten sich die Gäste auch eigene Themen widmen und sich ganz freie unterhalten. Ein Austausch fand nicht nur auf sprachlicher Ebene statt – auch kulinarisch gab es viel zu entdecken. Familien aus dem Asylbewerberheim in der Thomas-Müntzer-Straße brachten Baklava mit, die in kürzester Zeit verspeist waren.

Auch an die Kleinen wurde gedacht: Sie konnten Memory spielen, Bilder ausmalen, Kickern oder Ketten herstellen. Am späten Nachmittag. brachte die Trommel- und Percussiongruppe „DrumTastic“, angeleitet vom Stammtischmitglied Chris, viele in Tanzstimmung. Der DJ hatte Not, die die Massen bis zum Abend in Zaum zu halten. Spontane Showeinlagen von unseren jungen Gästen, wie zum Beispiel einstudierte Tänze und Weihnachtslieder, erfreuten sich großer Beliebtheit. Wir bedanken uns recht herzlich bei ALLEN Helfern, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben und freuen uns auf eine Fortsetzung.

Vielen Dank an die fleißigen BäckerInnen aus dem AWO-Heim! (Foto: Cindy Paulick)

„DrumTastic“ geben alles! (Foto: Jens Leschner)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Heilbronn

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 „Wohin und nicht zurück“ Film mit anschließender Podiumsdiskussion

Kurz nach sechs Uhr trafen bereits die ersten Gäste ein, die bei Kaffee und Süßspeisen ins Gespräch kamen. Nach und nach füllte sich der Saal in der Volksbank immer stärker. Zunächst begrüßte der Vorstand der Griechischen Gemeinde Heilbronn, Herr Panagiotis Pantaliokas die Gäste mit einem kritischen Blick auf die europäische Flüchtlingspolitik. Anschließend folgte das Grußwort der Flüchtlingsbeauftragten der Stadt, Frau Mona Klenk, welches einen Einblick in die Arbeit in Heilbronn und das ehrenamtliche Engagement vor Ort lieferte und die Relevanz der Migrantenorganisationen und ihre Aktivitäten im Flüchtlingsbereich hervorhob.

Die Veranstaltung war vielfältig: Neben der Kommunal- und Landespolitik war auch die Politik auf Bundes- und Kontinentalebene Themen, die die Diskussion des Abends prägten. Die Arbeit der Ehrenamtlichen spielte dabei eine große Rolle. Um auch Unterstützungsformen europaweit darzustellen berichtet Dr. Anastasios Giakoumis vom Zusammenschluss „Ärzte ohne Grenzen“ über die Situation der ankommenden Flüchtlinge in Griechenland.

Eine der Hauptrollen an diesem Abend nahm der österreichische Autor und Filmemacher Fabian Eder ein. Sein Dokumentarfilm „Wohin und nicht zurück“ thematisiert die Flüchtlingssituation in Österreich. Er stellt die Erfahrungen der Geflüchteten dar. Zu sehen sind Bilder von ihrer schweren und ermüdenden Flucht. Der Film beleuchtet damit zugleich die europäische Flüchtlingspolitik und stellt die Frage, was auf europäischer Ebene getan werden muss. Die Botschaft ist dabei aber durchaus positiv. Die Betreuung der Geflüchteten in den verschiedenen Einrichtungen und das Engagement der Bevölkerung tragen maßgeblich dazu bei, dass die Flüchtlingssituationen gelöst werden können: Voraussetzung hierfür: Der Wille, es zu schaffen.

An den Film schloss sich eine von Fabian Eder moderierte Podiumsdiskussion zur europäischen Flüchtlingspolitik an. Die Mitglieder des Bundestages Josip Juratovic,  SPD und Richard Pitterle, Linke, nahmen ebenso wie die Mitglieder des baden-württembergischen Landtages Susanne Bay, Die Grünen, Dr. Bernhard Lasotta, CDU und Niko Weinmann, FDP als Podiumsteilnehmer zu den unterschiedlichen Fragen rund um die Themen Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft Stellung. Dr. Anastasios Giakoumis war neben dem Fachanwalt für Arbeitsrecht Nikolas Sakellariou ein erfahrener Engagierter aus der Praxis.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Liederkranz Ellhofen, welcher internationale Stücke vortrug. Zum Abschluss des Abends um ca. 22:30 Uhr gab es noch einen kleinen Imbiss mit informellen Gesprächen. So ging der erfolgreiche Abend in einer angenehmen Atmosphäre zu Ende.

Ausschnitt aus dem Film „Wohin und nicht zurück“ von Fabian Eder, Autor und Filmemacher. (Foto: Samira Lamparth)

Dr. Anastiasios Giakoumis, Ärzte ohne Grenzen, hält seine Präsentation. (Foto: Samira Lamparth)

Podiumsdiskussion (v.l.n.r.):  Josip Jurativic, Mitglied des Deutschen Bundestages der SPD-Bundesfraktion; Niko Weinmann, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg Freie Demokraten FDP; Richard Pitterle, Mitglied des Deutschen Bundestages Die Linke; Dr. Anastasios Giakoumis, Ärzte ohne Grenzen; Kiriakos Gkekas; Fabian Eder, Autor und Filmemacher; Susanne Bay, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg Bündnis 90-Die Grünen; Dr. Bernhard Lasotta, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg der CDU-Landtagsfraktion; Nikolaos Sakellariou, Fachanwalt für Arbeitsrecht)

(Foto: Samira Lamparth)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Leipzig

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Juntos aquí . Gemeinsam hier

Von Anfang an war das Haus voll – es kamen knapp 150 Menschen: Geflüchtete und Nichtgeflüchtete aus Syrien, der Türkei, dem Irak, aus  Argentinien, Mexiko, Spanien, El Salvador, Kolumbien und aus Deutschland, um miteinander zu reden, zu tanzen, basteln, essen und zu musizieren. Mitarbeiter und Geflüchtete aus der Gemeinschaftsunterkunft Ardnstraße, Schüler vom Lenguage Coach Institut, Mitglieder der Leipziger Syrienhilfe und der Deutsch-Spanischen Freundschaft e.V. haben den Aktionstag auf ganz individuelle Weise gestaltet. Es gab Leckereien aus den unterschiedlichsten Ländern: Zum Beispiel Kaffee mit Cardamom, Süßigkeiten aus Syrien und vieles mehr. Und natürlich gab es Musik: Man konnte zusammen mexikanisch musizieren und abends haben drei Geflüchtete gemeinsam syrische Musik gemacht.

Essen und Musik waren aber nur ein Teil des Programms. Am Aktionstag kam ein Zahnarzt und Dolmetscher aus Syrien, der wichtige Auskünfte über binationale Ärzte in Leipzig erteilte. Es gab Workshops für Kinder und Jugendliche und Radio Blau hat Interviews geführt. Alles unterstand dem Ziel, möglichst viele Begegnungen zu ermöglichen und den persönlichen Kontakten zu fördern. Die Veranstaltung war der Anfang für eine weitere und enge Zusammenarbeit. „Das sollen wir öfter machen“ äußerte sich auch Abedin Zeinel Hassan, Mitglied des Migrantenbeirats der Stadt Leipzig, sehr zufrieden über die Veranstaltung und über die Zusammenarbeit der Vereine.

Marisa Sanchez, (Koordinatorin samo.fa Leipzig), Isabel Herling, (Mitglied der Leipziger Syrienhilfe e.V.), Abedin Zeinel Hassan (Mitglieder des Migrantenbeirates der Stadt Leipzig) und Louai Haj Bakri (stellv. Vorsitzender der Leipziger Syrienhilfe e.V.) (v.l.n.r.) Fotografin: Yameli Gómez

Botschaften der Liebe auf Holzstücken, die im Workshop verarbeitet wurden (Fotografin: Yameli Gómez)

Buntes Büffet mit leckeren hausgemachten Spezialitäten (Fotografin: Yameli Gómez)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Reutlingen

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Neue Wege – neue Orte – neue Menschen

„Mit so vielen Besuchern haben wir einfach nicht gerechnet!“ Zu Gast waren an diesem Tag mehr als 150 Gäste plus ein 15-köpfiges Veranstaltungsteam. „Das Ziel unseres Aktionstages: Die Flüchtlinge sollen die deutsche Sprache lernen“, betont Galina Lerner von samo.fa Reutlingen. Zwei Drittel der Gäste waren Geflüchtete – zum größten Teil kamen Frauen mit Kindern aus den Reutlinger Flüchtlingsunterkünften. Im ganzen Haus waren Menschen unterwegs, die sich der deutschen Sprache auf immer andere Weise näherten. Für das Projekt samo.fa in Reutlingen war der Aktionstag zugleich ein Zeichen des Vertrauens: Es herrschte große Interesse, selbst aktiv zu werden.

Syrien. Ein kleines Land. Eine große Liebe“ – ist die Geschichte der Lehrerin Sofie Jamous. Gezeigt wurden viele Bilder über Syrien, die zu Fragen anregten, was in einer sehr emotionalen Diskussion endete. Beim indonesischen Schattentheater konnten alle Gäste etwas über die Bedeutung anderer Religionen erfahren. Für die Kleinen gab es einen „Spielzirkel“, der sich über mehrere Etagen erstreckte und zum Deutschlernen animierte. Gleichzeitig konnte man aber erst einmal – auch ohne große Kenntnisse der deutschen Sprache – zeigen, wie schlau man ist. Eine andere Station „Nachtisch zaubern“ versüßte das Deutschlernen über das Erlernen von Zutaten, die dann auch sofort verarbeitet wurden.

Dieser Tag hat eines deutlich gezeigt: Alle Beteiligten sind sich mit Respekt und dem Willen, den Anderen zu verstehen, begegnet. „Am Ende des Abends mussten wir vielen unseren Gästen versprechen, dass dieses Programm im nächsten Jahr wiederholt wird“, so Lerner.

Station „Nachtisch zaubern“. (Foto Christian Mladenovic)

Schattentheater.  Nach der Vorstellung. (Foto: Christian Mladenovic)

Sofie Jamous und ihre Erzählung über Syrien. (Foto: Christian Mladenovic)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Halle (Saale)

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Diskussionsforum: Integrative Konzepte von Migrantenorganisationen in der Arbeit mit Geflüchteten – Theorie und Praxis

Der samo.fa-Aktionstag in Halle startete am Samstag, wie in den anderen 29 Städten auch, unter dem Motto ‚gemeinsam hier’. Mit vereinten Kräften und tatkräftiger Unterstützung von Tobias Born, der die Moderation übernahm.  Olaf Ebert, Geschäftsführer der Freiwilligenagentur und Dr. Tarek Ali, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Migrantenorganisationen Halle e.V (VeMo) nahmen neben dem Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby und Geschäftsführer des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen e.V. (LAMSA) Mamad Mohamad auf dem Podium Platz. Vor allem die anwesenden Geflüchteten bewerteten die Diskussion als sehr informativ und durchweg positiv. Bei Kaffee und armenischem Kuchen bot sich den verschiedenen Vertretern die Möglichkeit zum Gespräch. Gleichzeit konnten Fragen um die alltägliche Herausforderungen, die mit dem ‚Ankommen’ in der deutschen Gesellschaft verbunden sind, eingegangen werden.

Musikalische Unterstützung gab es von der deutsch-syrischen Combo der Initiative ‚arabische Oase’. Mit arabischen Klängen und Gesang schlossen sie den ersten Teil der Veranstaltung ab. Es schloss sich die Podiumsdiskussion über integrative Ansätze und Handlungsstrategien der Flüchtlingsarbeit von Bund, Land und Kommune an. Wie auch in der Vorstellung und Erörterung des Ergebnisstands des Projektes samo.fa und anderer Projekte von VeMo e.V., sollte auch hier eine Brücke zwischen Theorie und Praxis geschlagen werden. Neben dem politischen Klima in Sachsen-Anhalt stand insbesondere die Frage nach angemessener Betreuung von Geflüchteten aus ‚sicheren’ Herkunftsländern im Mittelpunkt. Eine Klärung dieser Frage, die bisher vorwiegend ehrenamtliche Bearbeitung erfährt, ist nun auch auf Bundesebene angestrebt und Karamba Diaby ermutigte zum offenen Dialog und gemeinsamen demokratischem Handeln.

Musik von und mit Geflüchteten der Combo der Initiative „arabischen Oase“ (VeMo e.V.) (Foto: Hazem Abouammar)

Karamba Diaby im Dialog (Foto: Winnie Mampe)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Witten

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Migrantenorganisationen im Dialog

Zum Aktionstag in Witten kamen 250 Gäste. Der Vorstand, der Bundestagabgeordnete Ralf Kapschack, der Integrationsrat der Stadt Witten und die Integrationsbeauftragte der Stadt Witten Claudia Formann eröffneten den Tag mit kurzen Reden. Nach der feierlichen Eröffnung war Zeit für Vereine und alle vertretenen Organisationen sich und ihre Tätigkeit in der Flüchtlingsarbeit vorzustellen. Nach vielen Informationen und der Möglichkeit sich aktiv zu vernetzen, wurde gemeinsam gekocht und Marimba gespielt.

Wichtig für viele Geflüchteten war der informative Teil des Aktionstages: Hier wurde umfassend über das Schulsystem in Deutschland informiert. Migranten und Geflüchteten konnte hatte viel Zeit, Fragen zu stellen. Dann ging es weiter mit dem Bühnenprogramm: traditioneller Tanz, Gesang und Musik  wurde zum größten Teil von Flüchtlingen aus verschiedenen Regionen (Syrien, Nigeria, Ghana, Iran, Eritrea, Somalia, Afghanistan, Guinea, Irak) dargeboten. Am Ende gab es für alle ein internationales Buffet mit Spezialitäten aus aller Welt.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Köln

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„Gemeinsam hier“  – Gemeinsam kicken

Bereits ab 13 Uhr waren einige von der Orga in der Fußballhalle und begannen mit dem Aufbau des warmen und kalten Buffets, dem Aufhängen und Aufstellen von Plakaten und der Einweisung von Helfern. Ab 14 Uhr kamen dann nach und nach die Fußball-Kinder der Sportvereinigung Porz 1919 e.V. und der SV Westhoven-Ensen 1931 e.V. sowie aus den Flüchtlingsunterkünften Dorotheenstraße und Praktiker-Baumarkt. Viele Kinder kamen in Begleitung ihrer Familien, so dass Zuschauerränge schnell voll waren. Unter den Gästen waren weitere Kinder, die mitspielen wollten und natürlich herzlichen willkommen waren. Insgesamt spielten über 60 Kinder an diesem Tag gemeinsam Fußball.

Zunächst konnten sich die Kinder auf den drei gemieteten Fußballplätzen aufwärmen und einschießen. 15 Uhr wurde es dann ernst: Die ersten Spiele begannen. Einige Flüchtlingskinder wurden von den Trainern angesprochen, ob sie nicht im Verein spielen möchten. Wer weiß, vielleicht wurde hier sogar ein neues Talent entdeckt, das wir in 10 Jahren in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft anfeuern können.

Ganz im Sinne der Veranstaltung war es für die Kinder kein Problem alle Teammitglieder ins Spiel einzubeziehen und gemeinsam den Ball zu kicken. Ohne Deutschkenntnisse gelang die Integration in die Teams: Die gemeinsam Sprache war an diesem Tag der der Fußball. Das Fußballspiel stand symbolisch für eine vorurteilsfreie Integration und ein engagiertes Miteinander – ohne jeden Leistungsdruck. Nachdem sich die Kinder auf dem Feld ausgepowert hatten, bekamen alle Spieler nacheinander feierlich ein T-Shirt und eine Medaille überreicht – ganz im Sinne des Mottos: gemeinsam hier.

Als Gast aus der Kölner Stadtpolitik kam der neue Sozialdezernent Prof. Dr. Harald Rau, der sich sehr interessiert an den Hintergründen der Veranstaltung sowie des Projekts samo.fa zeigte. Kemal Sovuksu vom Solibund sowie Sefik Karagüzel von Hand in Hand e.V. konnte ihm dazu fachkundig Auskunft geben.

Anna Kass, Kemal Sovuksu, Prof. Dr. Harald Rau und Ingmar Steinicke (v.l.n.r. Foto: Grigory Grigoryan)

Gut getunnelt! Flüchtlingskinder und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund beim gemeinsamen Fußballspiel (Foto: Grigory Grigoryan)

Nach dem Spiel bekamen alle Spieler feierlich ein T-Shirt und eine Medaille überreicht – ganz im Sinne des Mottos: Gemeinsam hier. (Foto: Grigory Grigoryan)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Potsdam

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samo.fa on tour

Es gibt viele Gründe, warum wir hier sind“, betont Obiri Mokini, der lokale samo.fa Koordinator aus Potsdam. Der Aktionstag in Potsdam beginnt mit einem emotionalen Erfahrungsbericht, der sich genau dieser Frage widmet. Drei Geflüchtete berichten aus ihrem Alltag in der Flüchtlingsunterkunft in Beelitz-Heilstätten: „Wir sind in unseren Wohnunterkünften nur mit Landsleuten zusammen. Zwar gehen wir in die Deutsch- und Integrationskurse, aber wir wenden unser Wissen nicht an“, sagt Haileab Abraha. Die Kommunikation mit den Bürgern in Beelitz-Heilstätten fehlt. Das ist eines der großen Probleme, nicht nur in Beelitz-Heilstätten. Die Geflüchteten formulieren während des Aktionstages daher immer wieder mit Nachdruck ihr Anliegen an samo.fa: Den Dialog und die Begegnung mit den Menschen vor Ort zu stärken.

Nach der Diskussion ging es weiter mit einer Erfolgsgeschichte: Koko ‚N‘ Diabi Affo-Tenin sprach über ihre persönliche Erfahrung als Migrantin. Sie verließ ihre Heimat Togo vor über 20 Jahren, um einer Zwangsheirat zu entgehen. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums gründete sie den Verein Bildung für Balanka e.V. in Potsdam. Ihr Verein widmet sich einer Vielzahl an Projekten in Balanka (Togo): allen voran kümmert sich der Verein darum, dass möglichst viele Kinder zur Schule gehen können. Mit nur 50 Euro kann ein Kind für ein Jahr zur Schule gehen. Aber sie kümmern sich bei Bildung für Balanka e.V. um sehr viel mehr: um den Brunnenbau, die Einrichtung einer Bibliothek, die sich unter anderem durch eine  Ladestationen für Mobiltelefone. Aus ihrer eigenen Erfahrung heraus ermutigte sie die Geflüchteten sich zu engagieren und die Entwicklung in ihrer Heimat voranzubringen.

Nach der Mittagspause ging es zum Freien Radio Potsdam. Erich, der Moderator und Techniker des Radios erzählte wie Radio funktioniert. Innerhalb kurzer Zeit waren die Teilnehmer dabei, ihre eigene kleine Sendung zu machen. Wie das erzählte Erich dann direkt im Geschehen. Und die Themen: Es ging um typisch deutsche Geburtstage, um den Tot von Fidel Castro und ganz wichtig, um die die Erfahrung Geflüchteter, denen das Rade eine Stimme gibt.

So schnell wird man zum Moderator bei FRAPO – Freies Radion Potsdam (Foto: Walter Trujillo Moreno)

Koko ‚N‘ Diabi Affo-Tenin spricht über ihren Verein: Bildung für Balanka. (Foto: Walter Trujillo Moreno)

Obiri Mokini, der lokale samo.fa Koordinator aus Potsdam eröffnet zusammen mit Deyanira Muriel (nicht im Bild) den Aktionstag in Potsdam und Berlin. (Foto: Walter Trujillo Moreno)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Hagen

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Podiumsdiskussion – „WIR UND DIE FLÜCHTLINGE“

Millionen Menschen sind weltweit aufgrund von Kriegen, politischer und religiöser Diskriminierung auf der Flucht. Hinzu kommen Verfolgung, Hunger, Armut oder Seuchen. Fast 86 Prozent der Betroffenen leben in Entwicklungsländern oder in den Nachbarstaaten. Dort leben sie oft unter katastrophalen Lebensbedingungen in überfüllten Flüchtlingscamps. Ein Teil dieser Menschen versucht über gefährliche Wege nach Europa zu gelangen. Dabei riskieren sie ihr Leben. Im Jahr 2015 haben in Deutschland knapp über eine Million Menschen Schutz und Hilfe gesucht. In politischen und gesellschaftlichen Debatten ist häufig von einer „Flüchtlingskrise“ die Rede. Wir wollen darüber diskutieren, welche Probleme und Herausforderungen die „Krise“ für den Staat und für die Gesellschaft darstellt.

Die Eröffnungsrede hat Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen gehalten. An der Podiumsdiskussion nahmen teil: die Fernuni Hagen, Vertreter der Stadt Hagen, das kommunale Integrationszentrum, der Integrationsrat der Stadt Hagen, die Freiwilligenzentrale der Stadt Hagen, die Diakonie, Caritas, AWO und der Arbeitskreis Asyl. Am Ende gab es einen regen Austausch Zum Schluss der Veranstaltung stand die Livepräsentation der neuen CD Gentleman Rebell des Singers Adama Sunshine & Sunshine Reggae auf dem Programm.

(Sadibou Camara, lokaler samo.fa-Koordinator URGA e. V.)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Dortmund

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Samo.fa-Aktionstag in Dortmund „Start Up – Zukunftsperspektiven gestalten“

„Tolle Party, interessante Leute, viele Kontakte,“  sagt Martin Schön-Chanishvili vom georgischen Kulturverein DedaEna. Am 26.11. kamen rund 200 Menschen unter dem Motto „Start Up – Zukunftsperspektiven gestalten“ in Dortmund zusammen. Seit April 2016 setzt der VMDO e.V. das Projekt samo.fa – Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit um. Neben Dortmund wirken 29 weitere Orte in diesem Projekt mit, um ehrenamtliches Engagement zu stärken und zu fördern. So fand auch der Aktionstag unter dem verbindenden Leitmotiv „Gemeinsam hier“ deutschlandweit an allen 30 Orten statt. Lokal waren die Veranstaltungen so heterogen, wie auch die Realisierung von samo.fa an die Gegebenheiten vor Ort angepasst ist.

Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kamen am Samstag in der Flüchtlingseinrichtung Leuthardstraße zusammen, tauschen sich aus, vernetzen sich und waren gemeinsam aktiv. In einer Podiumsdiskussion trafen Karola Jaschewski (Freiwilligenagentur Dortmund), Saziye Altundal-Köse (VMDO e.V.), Williams Atweri (Vertreter der Migrantenorganisationen) und David Graumann (Lehrer in einer Willkommensklasse) aufeinander. In einer Zukunftswerkstatt waren alle Besucherinnen gefragt, ihre Erfahrungen aus dem letzten Jahr zu reflektieren, gemeinsam zu überlegen, welche Voraussetzungen es für eine gelingende Zukunft braucht.  Große Themen, wie einen Einstieg in die Arbeit zu finden, das begonnene Studium wieder aufzunehmen, zur Schule gehen zu können, spiegelten sich hier sowie auch im Dialogforum mit Geflüchteten wider

12 Migrantenorganisationen brachten sich an diesem Tag aktiv ein: Organisierten einen Ausflug zum Computermuseum, präsentierten ihre Arbeit an Infoständen und zauberten am Abend ein tolles Länderbuffet, so dass alle in „einer Gemeinschaft – viele Geschmäcker“ zusammen kamen.

Gesa Harbig (Einrichtungsleiterin Leuthardstraße) und Williams Atweri (VMDO Vorstand, hier als Vertreter der Migrantenorganisationen) anlässlich der Podiumsdiskussion (Foto: Simon Jost)

Was sind Voraussetzungen es für eine gelingende Zukunft? In der Zukunftswerkstatt waren alle Besucherinnen gefragt. (Foto: Simon Jost)

Gesa Harbig und Hatun Citkin (VMDO, Projekt: House of Resources) hat das Dialogforum mit Geflüchteten geleitet. im Hintergrund v.l.n.r.: Ayad Khalo, Barzan Abdurrahman, Mohammed Al Sied, Hussam Al Agha, Esmail Hossyni. (Foto: Simon Jost)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Hannover

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„Oh, happy day …“ -buntes Programm mit international besetztem Chor in Hannover

60 Besucherinnen und Besucher fanden am letzten Samstag den Weg ins Freizeitheim Linden. Highlight des bunten Nachmittags unter dem Motto „Gemeinsam hier“: Der überwiegend aus Geflüchteten bestehende „Chor der Nationen“.

„Hier darf jeder mitmachen, das ist der besondere Reiz“, kommentierte eine Sängerin. Geboten wurde unter anderem neben „Oh happy day“ auch „Amazing Grace“ oder „L’amour est un oiseau rebelle“ aus der Oper Carmen. Mit einem Repertoire von der Arie über Gospel bis zum persischen Volkslied rahmten die 25 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Mohsen Khan die Gespräche auf dem orangefarbenen „samo.fa-Sofa“.

Moderator Jo Schrader führte durch das Programm und befragte seine Sofa-Gäste. Sein erster Gesprächspartner: MiSO-Vorstand Abayomi Bankole, der sich mit dem von ihm 2007 gegründeten Afrikanischen Dachverband Nord als „Brückenbauer“ in die deutsche Gesellschaft sieht. Sein Credo:  Diskriminierungen entgegenwirken und Integration fördern.

Weiter im Programm: Charlotte Randier, vom hannoverschen MiSO-Netzwerk und bei samo.fa. – was bewegt eine Frau aus Frankreich, sich in Deutschland für Migrantinnen und Migranten stark zu machen? Danach eine kurze Filmeinspielung zu „Welt-in-Hannover.de“, auf dem Sofa ein Interview mit Claudia Ermel über das vielsprachige Internetportal, das die Vielfalt der hannoverschen Gesellschaft widerspiegelt.

Refi Kahveci-Salman und Petra Maria Brandes vom Projekt „Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge 3“ berichteten über Schwierigkeiten und Chancen bei der Eingliederung von Geflüchteten in das Berufsleben. Diego Ramirez und Khaled Al Raghban stellten das Mit-Mach-Projekt „Gemeinsam.Welten.Teilen!“ vor, in dem es um das Weitergeben von Wissen und die Entwicklung gemeinsamer Ideen unter anderem im wissenschaftlichen Bereich geht.

Eine besonders leckere Überraschung gab es am Nachmittag: ein syrisches Büffet mit Fasoulia und Botates befarouge. Gekocht hatte die berühmte Kochgruppe „Meet, Greet and Eat“. Das sind derzeit fünf junge Männer aus Syrien sowie der ehrenamtlich Engagierte Olaf Schultchen, erreichbar unter meetgreetandeat@gmx.net. Auf dem Sofa berichtete Olaf von den Anfängen seiner multi-kulti-Kochgruppe und den aktuellen Catering-Erfolgen in Hamburg und im Wendland.

ADV-Nord-Präsident Abayomi Bankole und Moderator Jo Schrader im Gespräch. (Foto: Vitaliy Zalishchyker)

Der Chor der Nationen singt mit dem Publikum (Foto: Vitaliy Zalishchyker)

Ein Koch von Meet, Greet and Eat tischt Leckeres auf. (Foto: Vitaliy Zalishchyker)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Ludwigshafen

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Workshop: Radiokultur verbindet Menschen einer Stadtgesellschaft

Selbst Radiomachen – das stand auf dem Programm des Aktionstages in Ludwigshafen in den Räumlichkeiten des Vereins Der ZeitgeistshareITY e. V. Gekommen waren zehn Teilnehmer aus verschiedenen Kulturen, die allesamt eine Geschichte zu erzählen hatten. Clara und Seyma vom bermudafunk gaben eine sehr genaue Einführung über den richtigen Ablauf eines Radiointerviews. Auf was ist zu achten? Wie bereite ich mich strukturiert vor?

Schritt für Schritt erlernten die Besucher, wie ein spannendes Interview zustande kommt. In kleinen Gruppen wurden in knappen Zeiteinheiten, präzise Fragestellungen geübt und vorgetragen. Dadurch entwickelte sich eine sehr vertraute und intime Atmosphäre. Interaktion und kultureller Austausch konnte somit entstehen. Ein gemeinsames Mittagessen, was der ZeitgeistshareITY e. V. zuvor liebevoll zubereitet hatte, gab den Teilnehmern untereinander noch weitere Einblicke in deren verschiedenen Kulturen.

Nachmittags ging es über zum Praxisteil. In Zweiergruppen wurde das vom vormittag übermittelte theoretische Wissen in die Praxis umgesetzt. Mit großer Freude gaben sich die Teilnehmer gegenseitig Interviews und lernten schnell, auf was es bei der Radioarbeit ankommt. Die anfängliche Schüchternheit löste sich immer mehr auf. Ein schönes Fazit, dass aufzeigt, wie in einfachen Schritten Integration funktionieren kann. Sei es mit interaktiven Medien, oder mit einem gemeinsamen Beisammensein zu einer schmackhaften Gulaschsuppe.

Wer diesen Workshop verpasst hat, kann dienstags zwischen 14 und 17 Uhr im Wild West e.V. in der Mannheimer Neckarstadt vorbeischauen. Das von bermudafunk veranstaltete Refugee Radio-Cafe bietet die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre Radiotechnik kennenzulernen und zu erfahren, welche Plattformen das freie Radio Rhein-Neckar bietet, selbst auf Sendung zu gehen.

Wie funktioniert eigentlich Radio? Eine kleine Einführung, bevor die Teilnehmer selbst loslegen durften. (Foto: Isabel Gonzales)

Und Ruhe bitte: Aufnahme! (Foto: Isabel Gonzales)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Freiburg

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Gemeinsam hier!

Nach den ersten turbulenten Monaten haben sich die meisten Geflüchteten inzwischen in Freiburg eingelebt. Viele von ihnen sind in Arbeit, studieren oder habe eine Ausbildung begonnen. All diese Entwicklung sind auch den Aktiven und Ehrenamtlichen geschuldet.

Zum Dank an die strapaziöse Zeit, hat samo.fa Freiburg mit den aktiven Migrantenvereinen, den Geflüchteten und der Freiburger Bevölkerung zu einer bundesweiten Begegnung im ZwischenRaum (Heliodrom) eingeladen.

Mit Spiel, Spaß und Unterhaltung sind mehrere Migrantenorganisationen und Flüchtlinge beim bundesweiten Aktionstag in Freiburg erschienen. Kulturbürgermeister Ulrich Von Kirchbach hat die Veranstaltung persönlich eröffnet. Koordinator Bülent Gençdemir führte durch das straffe Programm und Tevhit Özbulut erklärte die Strukturen, Absichten und die Erfolge von samo.fa wie den samo.fa Club. Ein Reichliches Buffet und Getränke gab es für jeden Besucher gratis. Der Floh- undWeihnachtsmarkt (inkl. Weihnachtsmann) rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Kulturbürgermeister aus Freiburg Ulrich Von Kirchbach und Ehrenvorsitzende von FAIRburg e.V.  Ibrahim Sarialtin beim Aktionstag. (Foto: Bülent Gençdemir)

Der Nikolaus beschenkt die Flüchtlingskinder nach der Veranstaltung im Heliodrom. (Foto: Bülent Gençdemir)

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Düsseldorf

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„Integration durch Engagement“

Knapp 350 Gäste kamen zum Aktionstag nach Düsseldorf. Den fast 100 Kindern ging es gleich an die Zähne. Zähneputzen nicht vergessen – ein Satz, den Kinder vor dem Schlafengehen oft hören. Zum Aktionstag haben Flüchtlingskinder morgens mit Dr. Marina Popova ordentlich geputzt und über gesunde Zähne gesprochen. Danach ging es für die Kinder und ihre Eltern ins Stadtmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Thema hier: „Ehrenamt und Integration“. Thematisch schlossen sich nach dem Gang durch das Museum ein Workshop und eine Podiumsdiskussion an. Zu Gast waren Miriam Koch (Flüchtlingsbeauftrage des Landeshauptstadt Düsseldorf), Taner Atabeck, (Kommunalstelle für Integration und Bildung Düsseldorf); Goce Peroski (1. Stellvertretender des Vorsitzenden des Integrationsrats der Landeshauptstadt Düsseldorf),  Senem Aksun (Standortleitung Düsseldorf, Multikulturelles Forum e.V.), Tavakoli Rizi (Vorsitzender von Peyvand e.V.) und Hamze Hafiz (Sprachlehrer, Kin-Top. e.V.). Alles stand an diesem Tag ganz im Zeichen von Integration und Teilhabe.

 

Während  die Vertreter von Migrantenorganisationen, Geflüchtete und Düsseldorfer Bürger gemeinsam diskutiert haben, gab es auch für die Kleinen ein gesondertes Programm: in Kooperation mit dem Stadtmuseum  gab es eine extra Kinderführung. So haben auch die Kleinsten einen kindlichen Einblick in das Thema „Stadtleben“ gewonnen. Und sonst? Ein Zauberer und das Schattentheater waren neben der Malwerkstatt Attraktionen sich auf unterschiedliche Weise künstlerisch auszutoben. Für die Kinder und Erwachsenen gleichermaßen gab es Musik und Tanz: Gesungen hat ein binotianaler Chor, eine Tanzgruppe von Flüchtlingskindern aus einem Flüchtlingsheim hat arabische Tänze präsentiert. Schließlich sorgte das länderspezifische Buffet für tolle Stimmung an diesem besonderen Tag.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Dresden

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Ein Aufbruch zur Stärkung des Ehrenamtes gibt Mut für Dresden

Während des Aktionstages gab es einen Workshop, der sich unter Leitung von Petra Schickert vom sächsischen Kulturbüro mit der Argumentationsstrategie von rassistischen und rechten Gruppierungen beschäftigt. Im Anschluss wurde im Podium die Rolle des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe diskutiert. Dabei kam vor allem die Perspektive von Migranten und Flüchtlingen zum Tragen. Die Vielfalt des Ehrenamtes gibt Anlass zum Optimismus. Trotz teilweise sogar pogromartiger Stimmung in Sachsen ist die Situation nicht so bedrohlich wie Anfang der 1990er-Jahre. Das Ehrenamt müsse vor allem durch Bündnisse der Trägerinitiativen und -vereine gestärkt werden, so der allgemeine Tenor. „Jeder macht bisher sein eigenes Ding bei den vielen Vereinen, die Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit haben. Das muss geändert werden. Durch Bündnisse kann man dann auch die Stadtverantwortlichen dazu bringen, der Arbeit politischen Rückhalt zu geben.“ Dies waren die auffordernden Worte von Clemens Hirschwald, Ehrenamtskoordinator der Landeshauptstadt Dresden.

Ali Moradi, Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrates gab die Anregung, sich auf ein gemeinsames Ziel zu einigen, um die Unterschiede zu verbannen. Dies unterstrich auch Andreas Hempel, Projektverantwortlicher für samo.fa Dresden. Er nannte als notwendige Voraussetzung der Bündnisse die Akzeptanz der Vielfalt der Träger ehrenamtlicher Arbeit. Das Ehrenamt in der Flüchtlingsarbeit ist weit mehr als die reine menschliche Hilfe. Es ist bürgerschaftliches Engagement und wesentlicher Teil dessen, was Emiliano Chaimite, Vorsitzender des Afropa e.V. die „Verteidigung unserer Demokratie“ nannte.

Bei einem Aktionstag darf das gemeinsame Essen nicht fehlen. In der Mitte Clemens Hirschwald, Ehrenamtskoordinator in Dresden. (Foto: Andreas Hempel)

Podiumsdiskussion zum Thema Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe. Von links nach rechts: Petra Schickert, Eric Hattke, Safi Mohamad Safa, Emiliano Chaimite, Clemens Hirschwald (Foto: Andreas Hempel)

Live-Musik von Mbila – Black and White. (Foto: Andreas Hempel)

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