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Stärkung und Unterstützung von Aktiven aus Migrantenorganisationen

Die Zahl der nach Deutschland Geflüchteten ist seit dem Sommer 2015 stark gestiegen. Die Städte und Kreise sind damit in vielerlei Hinsicht herausgefordert: In den nächsten Jahren steigt der Anspruch auf eine angemessene Unterbringung ebenso wie die elementare Versorgung und Sicherung des Zugangs zu schulischer Bildung. Hinzu kommen Themen wie Gesundheit aber auch die erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.

Diese Aufgaben lassen sich ohne zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Migrationsgeschichte und ohne die Migrantenorganisationen nur schwerlich bewältigen.

Samo.fa leistet in diesem Kontext einen wirksamen Beitrag innerhalb der aktuellen Flüchtlingsarbeit. Als bundesweites Projekt dient es der Stärkung und Unterstützung von Aktiven aus dem Migrationskontext. Zentrales Ziel ist es, mithilfe lokaler Flüchtlingsarbeit die gleichberechtigte Teilhabe von Geflüchteten in allen Bereichen des lokalen und kommunalen Lebens zu stärken.

Das Modellprojekt samo.fa wird mit je einer Koordinierungsstelle in 30 Städten im Bundesgebiet von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

Warum Migrantenorganisationen?

Ihre Mitglieder oder auch deren Familien kennen häufig die Erfahrung des Ankommens in einer fremden Welt. Das macht Migrantenorganisationen für die Flüchtlingsarbeit unentbehrlich. Zudem können sie als Organisationen, stärker als Einzelpersonen, der erfolgreichen Integration und gleichberechtigten Teilhabe das notwendige Gewicht verleihen.

Migrantenorganisationen bieten Geflüchteten zudem einen geschützten Raum der Ruhe, Sicherheit und Solidarität. Ein Gefühl kultureller Gemeinschaftlichkeit besteht schließlich bereits in der gemeinsamen Sprache – was  das Ankommen und alle damit verbundenen Modalitäten wesentlich erleichtert.

Migrantenorganisationen sind als Brücken in die neue Lebenswirklichkeit unerlässlich. Ihre Aufgaben und Kompetenzen sind dabei vielfältig:

  • Sie bieten Orientierungshilfen im Hinblick auf u.a. Behördengänge.
  • Sie leisten eine aktive Unterstützung im Spracherwerb.
  • Sie liefern wertvolle Informationen unter anderem über das Bildungs- und Gesundheitssystem vor Ort.
  • Sie sind ein Ort erfahrbarer und gelebter Solidarität.