Gemeinsam im AlltagHalle (Saale)

„(K)EINE Rolle der Migrantenorganisationen zur Gestaltung kommunaler nachhaltiger Integration?“ – Konferenz in Halle (Saale)

By 6. Juni 2018

„(K)Eine Rolle der Migrantenorganisationen zur Gestaltung kommunaler nachhaltiger Integration?“- Das war das Thema der lokalen samo.fa Konferenz im Literaturhaus am 31. Mai in Halle(Saale) mit rund 50 Teilnehmenden. Organisiert wurde die Konferenz gemeinsam mit der Stadt Halle (Saale) und dem Ausländerbeirat der Stadt Halle (Saale) im Rahmen von „Gemeinsam im Alltag“.

Nach der Eröffnung der Konferenz durch Dr. Tarek Ali, Vorsitzender des Verbands der Migrantenorganisationen Halle (Saale) e.V.  (VeMo), fanden Einführungsvorträge statt zur Frage: „Wie ist die Entwicklung der kommunalen Flüchtlingspolitik in Halle und die Beteiligung der Migrantenorganisationen (MO)?“

Die Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Halle (Saale) und  Leiterin des Netzwerkes für Migration und Integration der Stadt Halle(Saale), Petra Schneutzer, skizzierte den Beitrag, den Migrantenorganisationen bereits seit vielen Jahren in der Arbeit mit Geflüchteten und der nachhaltigen Förderung leisten, und stellte die aktuellen Zahlen dazu vor.

Dr. Ümit Koşan, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes NeMO, betonte, wie wichtig die nachhaltige Förderung des Engagements von Migrantenorganisationen in ihrer  Arbeit mit Geflüchteten ist, deren Engagement oftmals langfristig ausgelegt und der Zugang aufgrund sprachlicher und kultureller Nähe leichter ist.

Die anschließende Podiumsdiskussion behandelte die Rolle von Migrantenorganisationen, die politischen und sozialen Herausforderungen in der kommunalen nachhaltigen Integration sowie die Förderung von MO’s. Netzwerke stärken die Kommunikation miteinander, darin waren sich die Teilnehmenden einig.

Doch die Themen sind komplexer: Angesichts vieler unterschiedlicher Interessen der Beteiligten entstanden angeregte Diskussionen über die Herausforderungen, Probleme und mögliche Lösungsansätze.

„Asylprobleme sind unsere Probleme“ – erklärte etwa Olga Ebert, Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen aus Russland in Sachsen-Anhalt e.V. und Vertreterin der MO’s. Lücken im Gesetz zu schließen, damit die Mitbestimmung auch in der Kommune funktioniert, war für die Teilnehmenden jedoch nicht vorrangig. Hingegen hielten die Teilnehmenden die Beteiligung und Einbeziehung aller Migrantenorganisationen in der kommunalen Integration für ebenso wichtig.

Jan Kaltofen, der Geschäftsführer des Jobcenters Halle (Saale), skizzierte ein „Modelprojekt“ für die Zukunft, welches auf Migrant*innen und Geflüchtete ausgerichtet sei. Auch Arbeitsorganisationen und Sportaktivitäten sollen dabei aktiv mit Migrantenorganisationen gestaltet werden.

Einig waren sich die Teilnehmenden darüber, dass die generellen Strukturen für Projekte, die mit einer Laufzeit begrenzt sind, nicht aufrecht erhalten werden können. Es sei jedoch wichtig, die aufgebaute Beziehung zwischen Geflüchteten und Migrantenorganisationen darüber hinaus zu erhalten.

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