samo.fa Gesichter

Menschen dazu bewegen, über den eigenen Tellerrand zu schauen

By 3. Juli 2017

Nora Stein, neben Dilek Boyu die lokale samo.fa Koordinatorin bei der Brücke der Kulturen Hildesheim e.V., hat vor allem im Bereich Internationale Zusammenarbeit gearbeitet. Sie studierte Politikwissenschaft in Marburg, Globalization and Development Studies in Maastricht und Peace and Security Studies in Hamburg. Beim Studieren dieser interessanten Fächer ist sie viel herum gekommen – gelebt hat sie unter anderem in Kanada, Australien, Südafrika und Litauen. Zu ihrer Erfahrung gehören  Praktika bei Amnesty International und dem Institut für Frieden und Entwicklung an der Uni Duisburg-Essen und gearbeitet hat sie zum Beispiel bei der GIZ im Bereich Globale Partnerschaften oder am EU Institut für Gleichstellungsfragen in Vilnius, Litauen. Nebenbei hat sie sich immer viel ehrenamtlich engagiert, beispielsweise für Viva con Aqua oder Amnesty International. Zuletzt engagierte sie sich in der Kinderbetreuung von geflüchteten Kindern, deren Mütter an einem Sprachkurs teilnahmen und arbeitete ehrenamtlich für die Online-Community Go Volunteer.

Im Zentrum ihres Engagements – sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich – steht immer das Streben nach einer gleichberechtigten, gerechten und inklusiven Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Sexualität, Hautfarbe etc. gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten haben. So lange das nicht der Fall ist, heißt es für sie, dort, wo Menschen keine oder eingeschränkte Möglichkeiten haben bzw. diskriminiert  oder ausgeschlossen werden, hin- statt wegzuschauen, Menschen aufmerksam zu machen, aktiv zu werden und andere dazu zu motivieren, auch aktiv zu werden.

„Das samo.fa Projekt verbindet alle diese Punkte und unterstützt auf diese Weise Menschen mit eigener Flucht- und Migrationsgeschichte und Migrant*innenorganisationen auf dem Weg zu einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe“, fasst Nora ihre Tätigkeitsfelder im Projekt zusammen.

Mit der Arbeit im Rahmen des samo.fa Projekts in Hildesheim und bundesweit versuchen sie und die anderen Koordinatoren die Teilhabe- und Handlungsmöglichkeiten von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte zu stärken, indem sie sie dabei unterstützen, Zugang zu Arbeit, Bildung und angemessenen Unterbringungen zu bekommen.

„Wir schaffen Räume  für Begegnungen und das ‚Voneinander Miteinander Lernen‘, um auch dadurch zu einer aktiven Partizipation und Engagement im Alltag zu motivieren“. erklärt Nora, „und wir versuchen das Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaft für Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft zu fördern und Menschen dazu zubewegen, auch mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und ohne Vorurteile aufeinander zu zugehen.“

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