Gemeinsam im AlltagKöln

Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – Barcamp „Gemeinsam im Alltag“ in Köln

By 28. Mai 2018
“Die Menschen treten in Beziehung zueinander auf der Grundlage ihrer
Gemeinsamkeiten und sie wachsen aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit.”
Virginia Satir

 

Mit dem Schwerpunkt “Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – Gemeinsam im Alltag” lud samo.fa Köln in enger Zusammenarbeit mit dem Forum für Willkommenskultur und gemeinsam mit weiteren starken Kooperationspartner*innen zur diesjährigen lokalen samo.fa Konferenz in Form eines BARCAMPS ein.

Das Format des Barcamps bot den Teilnehmenden zum einen die Gelegenheit, mit Interessierten aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu einer bestimmten Fragestellung oder Thematik in sogenannten “Sessions” in intensiven Austausch zu treten; zum anderen bot es viel Raum für eigene Gestaltung – Denn der Rahmen war gegeben, die Inhalte bestimmten die Teilnehmenden selbst.

Die Dialogkonferenz Köln “Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit – Chancen, Ziele, Perspektiven” im Oktober 2017 hatte es geschafft, die unterschiedlichsten Menschen und Akteure zur der Frage nach der Rolle von Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit in Austausch zu bringen. Herausforderungen, Gelingensfaktoren und Handlungsempfehlungen wurden herausgearbeitet und im Ergebnispapier der Konferenz zusammengeführt.

Diese Gespräche wurden nun weitergeführt und mit dem Schwerpunkt “Gemeinsam im Alltag” beleuchtet. Dabei bewegten die folgenden Themen die Teilnehmer*innen: Wie gestaltet sich der Alltag von Menschen mit Fluchterfahrung, die schon längere Zeit in Deutschland sind? Gibt es Bedarfe im Bereich Kooperationen und Netzwerke? Wie kann die Arbeit nachhaltig ausgebaut werden? Welche Absprachen sollten dafür getroffen werden?

Aktuelle Problemlagen, Herausforderungen und Chancen der lokalen Flüchtlingsarbeit wurden auf Augenhöhe gemeinsam erarbeitet. Dabei lag der Fokus stark auf der Teilnehmeraktivierung. Daher
wurden die klassischen Vortragsformate durch Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten in den Sessions ersetzt. In insgesamt 12 Sessions wurden u.A. folgende Themen bearbeitet und kritisch diskutiert:

● Selbstorganisation als Form der politischen Partizipation
● Mehrsprachigkeit im Alltag. Deutsche Sprache – Integrationsschlüssel oder Zwang?
● Netzwerkarbeit und Kooperation
● Herausforderungen bei der Berufswahl
● Wie können Angebote zielgruppengerecht gestaltet werden?

Der Kölner samo.fa-Konferenz gelang es, die Herausforderungen aus den Handlungsfeldern Zugang und Teilhabe an Bildung, Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und dezentrale Unterbringung/Mitbürgerschaft zu thematisieren. Der Schwerpunkt der Konferenz lag außerdem auf der Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit und auf dem Aufbau neuer Netzwerke. Dazu gehörte zum einen die Kooperationen zwischen kommunalen Akteuren und Migrant*innenorganisationen, und zum anderen der Ausbau der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren aus der Willkommenskultur in den Bereichen Bildung und Kultur.

Das eingehende Zitat von Virginia Satir zeigt, dass es wichtig ist, Gemeinsamkeiten zu finden und gleichzeitig alle Verschiedenartigkeit als bereichernd zu erleben. Der Kölner samo.fa-Konferenz lokal ist es gelungen, dies genau so umzusetzen.

Weitere Informationen auf der Website zu den Dialogkonferenzen des lokalen Partners und bei Facebook.

Julia Wellmann
Yvonne Niggemann
Projekt samo.fa/Solibund e.V.

Alle Fotos: Charlotte Kalthoff

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