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Samo.fa-Studie: Deutlich mehr Ehrenamtliche und Geflüchtete erreicht als erwartet

By 4. Dezember 2018

Nach drei Jahren samo.fa gibt es jetzt auch die Ergebnisse der externen Evalution des Consulting-Unternehmens Ramboll im Auftrag der Integrationsbeauftragten zu unserem Projekt. Sie zeigen, wie viel die Koordinator*innen und die Projektleitung in den 32 Projektstädten aufgebaut haben. Die zentralen Studienergebnisse im Überblick:

Es konnten deutlich mehr Ehrenamtliche und Geflüchtete erreicht werden als zu Projektbeginn angenommen: Wir haben insgesamt 65 Prozent mehr Ehrenamtliche hinzugewonnen als geplant. Und auch bei den Geflüchteten haben wir unsere eigenen Erwartungen übertroffen: In den Projekten wurde mit 55 Prozent mehr Geflüchteten gearbeitet als zu Beginn erwartet.

Besonders die hohe Zahl der Ehrenamtlichen ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal des BV NeMO-Projekts. Denn: Nach dem Sommer der Willkommens-Bewegung beobachteten viele Akteur*innen einen Rückgang des ehrenamtlichen Engagements. Bei samo.fa hingegen engagierten sich konstant auch Menschen, die vorher noch nicht ehrenamtlich tätig waren (40 Projekt). Viele der Geflüchteten aus den Projekten (60 Prozent) engagieren sich laut Studie mittlerweile selbst ehrenamtlich.

Zudem zeigt die Untersuchung, dass der Schwerpunkt Netzwerkarbeit und Strukturaufbau im Projekt nach drei Jahren Wirkung zeigt. Auch er unterscheidet den Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. von den anderen Geförderten, die schon auf bestehende Netzwerke zurückgreifen konnten. Die Studienautoren kommen zu dem Ergebnis, dass „insbesondere Migrantenorganisationen als relevanter Partner in der Koordinierung von Ehrenamtlichen und Ansprache von Geflüchteten gestärkt wurden.“

Desweiteren bescheinigt die Studie den lokalen Koordinator*innen ein hohes Level an Professionalisierung durch Qualifizierungsmaßnahmen im Projekt, das im Laufe der drei Jahre immer weiter gestiegen ist.

Samo.fa wurde nicht nur innerhalb der Zielgruppe immer bekannter, sondern erreichte auch andere relevante Akteure in der Flüchtlingsarbeit, so die Evaluation. „Es ist davon auszugehen, dass die Projekte von dieser gestiegenen Bekanntheit auch über die Förderung hinaus profitieren und so die Verankerung in den Hilfsstrukturen vor Ort weiter vorantreiben können“, schreiben die Ramboll-Autoren.

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