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Köln

Chancen, Ziele, Perspektiven – lokale Dialogkonferenz Köln

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Bei der lokalen Dialogkonferenz in Köln diskutierten verschiedene Vertreter*innen und Akteur*innen der lokalen Flüchtlingsarbeit in der alten Feuerwache die besondere Rolle von Migrantenorganisationen. So stellen diese häufig für Geflüchtete eine vertrauensvolle Anlaufstelle dar und können durch ihre Netzwerke eine Brücke zur Aufnahmegesellschaft bilden.

In drei Workshops zu den Themen Bedeutung von Migrantenorganisationen im Bereich Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, Komplexe Lebenswelten bei geflüchteten Menschen und Selbstorganisation geflüchteter Menschen erarbeiteten die Teilnehmenden zudem gemeinsam Herausforderungen und Handlungsempfehlungen. So seien zum Beispiel die Einrichtung mehr fester Stellen in diesem Bereich und Coaching für Ehrenämtler hilfreich, um eine Kontinuität der Arbeit zu garantieren.

Handlungsempfehlungen für die Flüchtlingsarbeit sind vor allem Kapazitätentwicklung von Migrantenorganisationen und deren lokale und regionale Vernetzung.

Weitere Informationen und Eindrücke gibt es auf . www.dialogkonferenz-koeln.de

Eröffnungsfeier und Jubiläum: 24 Jahre Solibund e.V. (Köln)

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Der lokale samo.fa Partner Solibund e.V. hat am 1. April die Türen geöffnet, um seine neuen Räumlichkeiten feierlich einzuweihen. Die Mitglieder nutzten den Tag aber auch, um das Jubiläum des Vereins zu feiern: 24 Jahre existiert das Interkulturelle Zentrum nun und hilft ausländischen Mitbürgern bei der Bewältigung von täglichen Problemen aller Art.

Über 200 Besucher kamen in den Hof des Vereins und feierten bei einem großen Programm aus Vorträgen, Live-Musik und Tanz. Die Begrüßung übernahm Elfi Scho-Antwerpes , die Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin Kölns. Weitere Redner waren Gesche Gehrmann, die Geschäftsführende im Vorstand der RheinEnergie Stiftung Familie und der Vorsitzende des Solibunds, Kemal Sovuksu.

Neben dem Rahmenprogramm konnten die Besucher die neuen und größeren Räume des Vereins besichtigen und Kulinarisches aus aller Welt probieren. Mit Unterstützung des samo.fa Projekts fand außerdem ein Malprojekt für geflüchtete Kinder statt. „Die Jubiläumsfeier war für uns rundum ein sehr großer Erfolg“, fasst Anna Kass die Veranstaltung zusammen. Sie und Yvonne Niggemann teilen sich seit März die Stelle als lokale samo.fa Koordinatoren.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Köln

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„Gemeinsam hier“  – Gemeinsam kicken

Bereits ab 13 Uhr waren einige von der Orga in der Fußballhalle und begannen mit dem Aufbau des warmen und kalten Buffets, dem Aufhängen und Aufstellen von Plakaten und der Einweisung von Helfern. Ab 14 Uhr kamen dann nach und nach die Fußball-Kinder der Sportvereinigung Porz 1919 e.V. und der SV Westhoven-Ensen 1931 e.V. sowie aus den Flüchtlingsunterkünften Dorotheenstraße und Praktiker-Baumarkt. Viele Kinder kamen in Begleitung ihrer Familien, so dass Zuschauerränge schnell voll waren. Unter den Gästen waren weitere Kinder, die mitspielen wollten und natürlich herzlichen willkommen waren. Insgesamt spielten über 60 Kinder an diesem Tag gemeinsam Fußball.

Zunächst konnten sich die Kinder auf den drei gemieteten Fußballplätzen aufwärmen und einschießen. 15 Uhr wurde es dann ernst: Die ersten Spiele begannen. Einige Flüchtlingskinder wurden von den Trainern angesprochen, ob sie nicht im Verein spielen möchten. Wer weiß, vielleicht wurde hier sogar ein neues Talent entdeckt, das wir in 10 Jahren in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft anfeuern können.

Ganz im Sinne der Veranstaltung war es für die Kinder kein Problem alle Teammitglieder ins Spiel einzubeziehen und gemeinsam den Ball zu kicken. Ohne Deutschkenntnisse gelang die Integration in die Teams: Die gemeinsam Sprache war an diesem Tag der der Fußball. Das Fußballspiel stand symbolisch für eine vorurteilsfreie Integration und ein engagiertes Miteinander – ohne jeden Leistungsdruck. Nachdem sich die Kinder auf dem Feld ausgepowert hatten, bekamen alle Spieler nacheinander feierlich ein T-Shirt und eine Medaille überreicht – ganz im Sinne des Mottos: gemeinsam hier.

Als Gast aus der Kölner Stadtpolitik kam der neue Sozialdezernent Prof. Dr. Harald Rau, der sich sehr interessiert an den Hintergründen der Veranstaltung sowie des Projekts samo.fa zeigte. Kemal Sovuksu vom Solibund sowie Sefik Karagüzel von Hand in Hand e.V. konnte ihm dazu fachkundig Auskunft geben.

Anna Kass, Kemal Sovuksu, Prof. Dr. Harald Rau und Ingmar Steinicke (v.l.n.r. Foto: Grigory Grigoryan)

Gut getunnelt! Flüchtlingskinder und Kinder mit und ohne Migrationshintergrund beim gemeinsamen Fußballspiel (Foto: Grigory Grigoryan)

Nach dem Spiel bekamen alle Spieler feierlich ein T-Shirt und eine Medaille überreicht – ganz im Sinne des Mottos: Gemeinsam hier. (Foto: Grigory Grigoryan)

Gute Arbeitsergebnisse in Köln

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Köln – Augenhöhe, Arbeitskreise und Anlaufstellen waren zentrale Begriffe auf der samo.fa Bundesnetzwerksitzung am 18. und 19. Juni in Köln. Es war heiß, was jedoch Stimmung oder die Diskussionen nicht beeinträchtigte. Anna Kass und Kemal Sovuksu vom Gastgeberverein Solibund e.V. aus Köln hatten den Tagungsort an der Ohmstrasse in Porz für die gesprächsintensiven Aufgabenstellungen gut vorbereitet.

Anna Kass und Kemal Sovuksu freuen sich über zufriedene Tagungsteilnehmer.

Anna Kass und Kemal Sovuksu freuen sich über zufriedene Tagungsteilnehmer.

Akzeptanz
Akzeptanz auf Augenhöhe erwies sich in den vier Arbeitskreisen der Netzwerker als zentraler Bestandteil erfolgreicher Flüchtlingsarbeit. Erfolgreich eben nur, wenn es gelingt, mit den großen Wohlfahrtsverbänden als gleichberechtigter Integrator am Tisch zu sitzen. Lokale Arbeitskreise wurden als Instrument ausgemacht, diese Gleichstellung zu befördern. Der Ehrenamtliche mit Migrationsgeschichte hat noch im Kopf, was die Lebensverlagerung der Familie in ein anderes Land bedeutet. Diese Erfahrungen schaffen empathische Nähe, die überhaupt erst Voraussetzung für das Miteinander ist. So wahrgenommen kann auch der Geflüchtete erhobenen Hauptes die neue Welt erkunden.

Dr. Wilfried Kruse erläutert die Club Idee.

Dr. Wilfried Kruse erläutert die Club Idee.

samo.fa Club
Für das Kennenlernen der Umgebung verdichtete sich die Erkenntnis, dass feste Anlaufstellen Orientierungspunkte bieten. Die Etablierung solcher samo.fa-Clubs, wie Dr. Wilfried Kruse sie bei seinem Resümee am Nachmittag nannte, vereinen viele erwünschte Effekte. Orientierungshilfe für Flüchtlinge ist ein Aspekt, daneben steht der Club auch als Anlaufstelle für die verschiedenen Organisationen vor Ort, etablierte Wohlfahrtsverbände wie unterschiedliche Migrantenorganisationen. Das Gespräch braucht Platz, örtlich wie zeitlich.

Die detaillierten Ergebnisse aus den Arbeitskreisen werden derzeit in Ergebnisprotokollen zusammengefasst und sind zeitnah verfügbar. Nachfolgende Galerie gewährt einen Blick auf Ambiente und Anwesende bei der samo.fa Bundesnetzwerksitzung.

Partner vor Ort    III