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„Gemeinsam im Alltag“ in Freiburg

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„Es ist wichtig, eine solche Konferenz zu veranstalten und das Engagement von Migrantinnen und Migranten sichtbar zu machen, gerade jetzt in der Zeit, in der wir immer deutlicher die Feindlichkeit sehen und spüren, wie beispielsweise letzte Woche in Chemnitz.“

So eröffnete die Moderatorin Yaoscar Padilla de Rothmund die samo.fa-Konferenz in Freiburg. Im Saal der Katholischen Akademie in Freiburg versammelten sich kommunale und lokale Vertreter*innen von verschiedenen Organisationen, Ehrenamtliche und Interessierte. Die Teilnehmer*innen wurden von dem FAIRburg-Gründer und Stadtrat Ibrahim Sarialtin und der Vorstandsvorsitzenden des Migrantinnen und Migrantenbeirats, Olena Neumann, begrüßt.

Der Interkulturelle Verein FAIRburg e.V. und der Beirat sind nur zwei Möglichkeiten, sich als Migrantin oder Migrant in Freiburg zu engagieren, partizipieren und sichtbar zu werden. Um diese Sichtbarkeit und das Zusammenleben im Alltag ging es in der lokalen Konferenz in Freiburg.

„Die ‚Mutter aller Integration‘ ist die Vernetzung“ hat Hans Steiner, stellvertretender Amtsleiter des Amts für Migration und Integration, sein Input über die Bevölkerung mit Migrationsgeschichte in Freiburg eingeleitet. Damit bezog er sich auf die aktuelle mediale Verunglimpfung von Horst Seehofer als Analyse der rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz, der die Migration als „Mutter aller Probleme“ bezeichnet hat und sich spätestens damit als Innenminister disqualifiziert hat.

Anschließend wurde von Dr. Carmen Colinas sehr anschaulich die (fehlende) Sichtbarkeit von Menschen mit Migrationshintergrund in den Medien referiert. In der Medienwelt sind Menschen mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert. Zudem reproduzieren Journalist*innen, die in der Berichtserstattung stereotype Bilder und Sprache verwenden, falsche Bilder. Wichtig ist die Bildauswahl: Nicht wiederholend die unterdrückte ‚Kopftuchfrau‘ ohne Gesicht und das gefährliche Sprach-Bild vom „vollen Boot“. „Es ist Quatsch, eine Nation als ein Boot zu imaginieren, das untergehen könnte. Dieses rassistische Bild reproduzieren wir auch, wenn wir sagen: ‚Das Boot ist noch nicht voll.’“ Sie rät zur Normalisierung: Medien sollen die Realität abbilden und Migrant*innen auch als Ärzt*innen, Biolog*innen oder sonstige Expert*innen zeigen. Frau Dr. Colinas stellte ihre Organisation der „Neuen deutschen Medienmacher“ vor und verwies auf Formulierungshilfen für eine interkulturell-sensible Sprache. Wie man als Organisation Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht, wurde in einem der drei anschließenden Workshops vertieft.

Ein weiteres Workshop-Thema war Mehrfachidentitäten: „Ich bin nicht nur Ungarin, ich bin auch Freiburgerin und Hundehalterin“, so Workshopleiterin Prof. Dr. Naussika Schirilla. Stereotypen, die mit Nationalitäten verbunden sind, kann man reflektieren, indem man sich bewusst macht, wie viele Eigenschaften zur eigenen Identität gehören. Gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund brechen Vorurteile einer homogenen Migrantengruppe. „Also treten Sie in einen Kleingartenverein ein“, so der Imperativ des zweiten Workshops. Wer darüber bereits nachdachte, sich in einem Verein zu engagieren, besuchte den Workshop A von Paulo Cesar, der die Möglichkeit der Partizipation durch Selbstorganisation beinhaltete. Nach der Vorführung der best-practice-Beispiele der samo.fa Migrantenorganisationen im samo.fa-Film diskutierte die Gruppe über Netzwerkstrukturen und die Notwendigkeit eines Dachverbands für Migrantenorganisationen in Freiburg.

Wie wichtig das Thema Migration derzeit ist, sehen wir täglich in den Medien. Dort wird viel zu oft von Politikern ‚über‘ Migration gesprochen. Wichtiger wäre es sich über das Thema mit Menschen mit Migrationsgeschichte zu unterhalten. Dies gelang in der lokalen samo.fa Konferenz in Freiburg.

(Quelle und Bilder: FAIRburg e.V.)

Yaoscar Padilla de Rothmund modierte die lokale Konferenz in Freiburg.

Dr. Carmen Colinas von den Neuen Deutschen Medienmachern leitete den Workshop zur Pressearbeit in Migrant*innenorganisationen.

Paulo Cesar,  Projektkoordinator von MORGEN e.V. München leitete den Workshop zum Thema „Partizipation durch Selbstorganisation“.

Olena Neumann, 1. Vorsitzende Migrantinnen und Migrantenbeirat der
Stadt Freiburg, sprach ebenfalls ein Grußwort.

Freiburger Ausbildungs- und Jobbörse für Geflüchtete geht 2018 in die zweite Runde

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Der lokale samo.fa Partner FAIRburg e.V. hat 2016 in Freiburg eine Ausbildungs- und Jobbörse für Geflüchtete ins Leben gerufen, auf der sich regionale Unternehmen, Hochschulen und Verbände präsentiert haben. Und mehr noch – die vertretenen Unternehmen boten den Geflüchteten freie Arbeitsstellen und Ausbildungsplätze an. So konnten junge Menschen mit Fluchterfahrung erste Kontakte zum Arbeitsmarkt knüpfen oder bereits Anstellungen erhalten.

Nach dem Erfolg 2016 war es bereits abzusehen, dass die Veranstaltung in die zweite Runde fortgeführt wird. Um erneut Geflüchtete mit interessierten Unternehmen zusammen zu bringen, findet daher am  16. Februar 2018 im Bürgerhaus in Zähringen die zweite Ausbildungs- und Jobbörse für Geflüchtete statt.

Angemeldet haben sich bisher:
Agentur für Arbeit, Aldi Mahlberg, Amt für Migration und Integration, BBQ Berufliche Bildung gGmbH mit Der Zweig München, Bildungsberatung Garantiefonds, Hochschule, Contempo Personal GmbH, Deutsche Post DHL, Drubba GmbH, Titisee, EAQC GmbH mit Job search for refugees, Ernst & Young, Erzdiözese Freiburg – Bildungswerk, Europa Park, Evangelisches Stift, inlingua Business Academy, JobCenter, Katholische Hochschule, Spedition Klotz, Storz Verkehrswegebau, Tuttlingen, Universitätsklinikum Freiburg, Wegweiser Bildung und das Welcome Center Freiburg-Oberrhein.

Anmeldung bei der Projektleiterin Anika Kohler unter anika.kohler@fairburg.de.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen gibt es unter Regiotrends und auf der Seite des Veranstalters FAIRburg e.V. 

Erstes Treffen des samo.fa Clubs im Heliodrom

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Am 21.2. fand das erste Treffen des samo.fa Clubs in Freiburg statt. Verschiedene Aktive und Ehrenamtliche von Migantenorganisationen und Flüchtlingsinitiativen trafen sich im Heliodrom, einer kulturellen Begegnungsstätte für Freiburger und Geflüchtete. In dem großen Zelt diskutierte der offene Arbeitskreis geplante Projekte und Ideen für  Veranstaltungen im  Jahr 2017. Im Fokus stand etwa die bevorstehende Jobbörse für Geflüchtete in Freiburg. Diese findet zum zweiten Mal statt und war im letzten Jahr ein Riesenerfolg.

Wie oft der sich der Arbeitskreis in Zukunft in Freiburg treffen wird und ob er sich auf bestimmte Arbeitsfelder spezialisiert, zeigt sich im Verlauf des Jahres. „Ziel dieser ersten Veranstaltung war die Vernetzung“, berichtet die lokale samo.fa Koordinatorin Patricia Aparicio, „und die diese ist gelungen.“ Ebenfalls anwesend war die samo.fa Netzwerkbegleiterin Beatrix Butto aus Stuttgart.

Die samo.fa Clubs unterstützen Ehrenamtliche, sich auf regionaler Ebene zu vernetzen und fördern den Dialog mit Geflüchteten. Je nach Club können die Mitglieder sich an verschiedenen Projekten und Aktivitäten beteiligen. Für das Jahr 2017 stehen vier übergeordnete Handlungsfelder im Zentrum der Aktivitäten: Zum Beispiel Geflüchteten Informationen über das Gesundheitssystem vermitteln oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Freiburg

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Gemeinsam hier!

Nach den ersten turbulenten Monaten haben sich die meisten Geflüchteten inzwischen in Freiburg eingelebt. Viele von ihnen sind in Arbeit, studieren oder habe eine Ausbildung begonnen. All diese Entwicklung sind auch den Aktiven und Ehrenamtlichen geschuldet.

Zum Dank an die strapaziöse Zeit, hat samo.fa Freiburg mit den aktiven Migrantenvereinen, den Geflüchteten und der Freiburger Bevölkerung zu einer bundesweiten Begegnung im ZwischenRaum (Heliodrom) eingeladen.

Mit Spiel, Spaß und Unterhaltung sind mehrere Migrantenorganisationen und Flüchtlinge beim bundesweiten Aktionstag in Freiburg erschienen. Kulturbürgermeister Ulrich Von Kirchbach hat die Veranstaltung persönlich eröffnet. Koordinator Bülent Gençdemir führte durch das straffe Programm und Tevhit Özbulut erklärte die Strukturen, Absichten und die Erfolge von samo.fa wie den samo.fa Club. Ein Reichliches Buffet und Getränke gab es für jeden Besucher gratis. Der Floh- undWeihnachtsmarkt (inkl. Weihnachtsmann) rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Kulturbürgermeister aus Freiburg Ulrich Von Kirchbach und Ehrenvorsitzende von FAIRburg e.V.  Ibrahim Sarialtin beim Aktionstag. (Foto: Bülent Gençdemir)

Der Nikolaus beschenkt die Flüchtlingskinder nach der Veranstaltung im Heliodrom. (Foto: Bülent Gençdemir)

Ausbildungs- und Jobbörse für Geflüchtete in Freiburg

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Nach den ersten turbulenten Monaten haben sich die meisten Geflüchteten in Freiburg eingelebt. Für viele von ihnen beginnt jetzt der Alltag und damit auch die Frage nach Möglichkeiten zu studieren, eine Ausbildung zu beginnen oder zu arbeiten.

Unser lokaler Partner aus FAIRburg e.V. hat eine Jobbörse für Geflüchtete ins Leben gerufen, auf der sich regionale Unternehmen, Hochschulen und Verbände erstmalig Geflüchtete präsentieren. Und mehr noch – die vertretenen Unternehemen bieten den Geflüchteten freie Arbeitsstellen und Ausbildungsplätze an.

Das war Anfang September. Bereits zwei Wochen nach der Jobbörse hatten zwei Besucher eine Anstellung. Und heute – Ende November – sind viele weitere dazu gekommen.

Eröffnungsfest Zwischenraum in Freiburg

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Freiburg – Am Donnerstag, dem 16. Juni 2016, feiert Fairburg e.V. das Eröffnungsfest für das Projekt Zwischenraum. Im HelioDrom an der Lörracher Strasse startet das  Programm des interkulturellen Austausches für Neuankömmlinge.

Die Veranstaltung beginnt um 16:00 Uhr mit der Begrüßung durch Ibrahim Sarialtin, erster Vortstandsvorsitzender Fairburg e.V., und einem Grusswort von Dr. Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg. Bis circa 20:00 Uhr wird das Fest mit Einlagen aus Theater, Musik und Fingerfood dauern.

Partner vor Ort    III