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Integration aus allen Perspektiven – Dialogkonferenz in Fulda

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Wie steht es mit der Integration Geflüchteter in Fulda, und welche Rolle haben die Fuldaer Migrantenorganisationen dabei? Mit dieser Frage haben sich unterschiedliche Akteurinnen und Akteure in der Fuldaer Office Factory beschäftigt, die das Interkulturelle Forum Fulda e.V., der hessische Partner des Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. und lokaler Träger des samo.fa Projekts, zu einem umfassenden Dialog eingeladen hatte.
Gekommen waren neben Geflüchteten aus verschiedenen Ländern und Fuldaer Migrantenorganisationen auch Vertreterinnen und Vertreter der Wohlfahrtsverbände, wie Caritas, Diakonie und AWO, von Institutionen wie der Arbeitsagentur oder den Fachstellen Integration von Stadt und Landkreis Fulda, Bildungsträger wie dem Hessencampus oder der Richard-Müller-Schule, freie Träger wie der Bildungsverein Kreidekreis und der Akademie für Bildung und Integration, aber auch die IHK, das Klinikum Fulda und die Deutsche Familienstiftung waren vertreten.
So konnte nach Begrüßung durch die Vorstände des Interkulturellen Forums und dem Bündnis Mittendrin ein umfassender Blick auf den Stand der Integration der Geflüchteten aus jeweils sehr unterschiedlichen Perspektiven geworfen werden. Die fünf verschiedenen Gruppen beleuchteten ihre jeweiligen Herausforderungen und stellten drei ihrer jeweils wichtigsten Anliegen dem Plenum vor.

Die Geflüchteten benannten hier als größte Schwierigkeit die Suche nach geeigneten Wohnungen, die Anerkennung ihrer Abschlüsse und den Zugang zum Arbeitsmarkt.
Migrantenorganisationen benannten eine zu große Bürokratie in den Ämtern, sowie ihre häufig fehlenden Räume und fehlende personelle Ressourcen, um ihre Angebote für Geflüchtete umzusetzen.
Die VertreterInnen der Fuldaer Institutionen sahen Bedarf nach mehr Alltagshilfen und nach Aufklärung von Missverständnissen aufgrund der beiderseitigen unterschiedlichen Denkweisen, sowie nach besserer Unterstützung im Übergang Schule/Ausbildung/Arbeit.

Die Ergebnisse aller lokalen Konferenzen werden auf einer bundesweiten Dialogkonferenz in Berlin am 17. November zusammengeführt.

Mittendrin! Neues Bündnis in Fulda

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Mittendrin! Neues Bündnis in Fulda

Migrantenorganisationen zu vernetzen, war schon immer das Ziel des lokalen Partners Interkulturelles Forum Fulda. Allerdings gestaltete sich das Vorhaben lange Zeit als recht schwierig, berichtet Martina Möller-Öncü – die lokale Koordinatorin aus Fulda. „Dank samo.fa konnten wir verschiedene Migrantenorganisationen und interkulturelle Initiativen an einen Tisch bringen, die nur kurze Zeit später zu dem Bündnis Mittendrin! wurden.

Gestern wurde in Fulda der Vorstand von Mittendrin! gewählt. Alle sieben zu besetzenden Positionen wurden einstimmig bestätigt.

Zum ersten Vorsitz gratulieren wir Martina Möller-Öncü vom IKF e.V., Vera Link von Welcome In zum zweiten Vorsitz und Hashem Savoji von Uno, eine Welt in Fulda zum dritten Vorsitz.

Beisitzer sind Noor Taskin (Harmonie), Tanja Fast (Rodnik e.V. Fulda), Hasan Karslioglu (Ringen Fulda), Saba Hussein (Somalia White Star).

Wir freuen uns und sagen herzlichen Glückwunsch.

Den ersten Vorsitz des Bündnisses übernimmt Martina Möller-Öncü (Mitte) vom IKF e.V., Vera Link (links) von Welcome In wurde zu zweiten Vorsitzen gewählt und Hashem Savoji von Uno, eine Welt in Fulda zum dritten Vorsitzenden (rechts).

samo.fa Aktionstag: Gemeinsam hier – Fulda

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Mittendrin! Bündnis für Vielfalt und Teilhabe in Fulda

In Fulda stand der Aktionstag ganz im Zeichen des neuen Bündnisses Mittendrin!. Zusammengebracht hat sie die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit und die gemeinsame samo.fa-Werkstatt. Hier werden seit Projektbeginn im April 2016 zahlreiche Fortbildungen für ehrenamtlich Aktive und Begegnungsmöglichkeiten für Geflüchtete organisiert. Die Vereine und Initiativen wollen sich künftig nicht mehr nur allein, sondern gemeinsam für das kulturelle Miteinander in Fulda engagieren.

Nach dem Fest für die Mitglieder und Familien von Mittendrin! wurde es am Abend feierlich: Martina Möller-Öncü, Vorsitzende des Interkulturellen Forum Fulda e.V. und lokale Koordinatorin von samo.fa in Fulda, begrüßte die über 40 geladenen Gäste, darunter Michael Brand, Fuldaer Abgeordneter im Berliner Bundestag, den Fuldaer Bürgermeister und Sozialdezernenten Dag Wehner, Vertreterinnen und Vertreter der Fuldaer Stadtpolitik, des Ausländerbeirates sowie regionale soziale Trägerorganisationen.

Brand betonte in seinem Grußwort die besondere Bedeutung des Projektes samo.fa für Fulda als bislang einzigen hessischen Standort. „Demokratische Bündnisse sind sehr wichtig. Ein herzliches Dankeschön für die Arbeit. Lassen Sie es uns anpacken.“ Auch Dag Wehner äußerte sich sehr erfreut über das neue Bündnis. Wir erkennen mehr und mehr, dass die Integration weitaus mehr von uns fordert. Die Stadt ist auch bereit, das Nötige zu tun, um an den Stellen gezielt finanziell fördern zu können, wo es nötig ist.“ Um diese Absicht zu unterstreichen, überreichte der Sozialdezernent eine symbolische Ehrengabe der Stadt Fulda. Lassen Sie uns gemeinsam an dieser wichtigen Aufgabe zusammenarbeiten. Wir auf städtischer Seite freuen uns darauf.“ Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung durch die neun Bündnismitglieder fand der Abend seinen bewegten Höhepunkt. Indem sich die Gäste untereinander mit Wollfäden vernetzten, bot sich allen Anwesenden am Ende ein schönes Bild der zukünftigen Zusammenarbeit.

Das Bündnis Mittendrin!. besteht aus neun Partnerorganisationen: ConAct, Harmonie e.V., das Interkulturelle Forum Fulda e.V., der Ringersportclub Fulda, Rodnik e.V., Somalia White Star, der Türkische SV, uno – eine Welt in Fulda e.V. und Welcome In.

Während die Vorsitzenden der neun Vereine die Absichtserklärung unterzeichnen, vernetzen sich sich symbolischemit Wollfäden. (Fotos: Nilgün Alipek)

Die Moderatoren Martina Möller-Öncü – lokale Koordinatorin bei samo.fa – und Hashem Savoji mit Michael Brand, MdB (links) und Bürgermeister Dag Wehner. (Fotos: Nilgün Alipek)

Reem (15) begeistert mit ihrem Spiel. Sie ist vor zwei Monaten aus Damaskus nach Fulda gekommen. Sie wünscht sich Geigenunterricht und eine Möglichkeit, in einem Orchester zu spielen – nicht zuletzt, weil sie Ärztin werden will. (Foto: Donata Mandalschek)

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